Historie: Argentinien

Argentinien zählt, wie Brasilien, Chile und Mexiko, zu den Partnerländern Deutschlands in Südamerika, mit denen seit vielen Jahren eine bilaterale wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit besteht. Grundlage der Zusammenarbeit mit Argentinien ist das Regierungsabkommen von 1969.

Argentinien besitzt ein großes Potential an hochqualifizierten Wissenschaftlern und verfügt über exzellente Forschungseinrichtungen in einer Bandbreite von Disziplinen, wie es sie in Lateinamerika nur noch in Brasilien und Mexiko gibt.

Argentinien hat eine lange und breitgefächerte Forschungstradition. Als erstes lateinamerikanisches Land hat Argentinien drei wissenschaftliche Nobelpreise erhalten: 1947 (Medizin), 1970 (Chemie) und 1984 (Medizin). Durch die ökonomischen Krisen, insbesondere die schwere nationale Krise von 2000, wurde die Modernisierung nationaler Forschungseinrichtungen deutlich verlangsamt. Die argentinische Regierung führt nun jedoch gezielte Maßnahmen durch, um wieder Anschluss an die internationalen Standards zu gewinnen. Ein sichtbares Zeichen hierfür ist der 2012 eröffnete Polo Científico, ein moderner Gebäudekomplex, in dem sich neben dem Ministerium für Technologie und Wissenschaft (MINCyT) und verschiedenen staatlichen Förderinstitutionen auch drei Forschungszentren, u.a. das Max Planck Partnerinstitut (MPPI) für Biomedizin, angesiedelt haben.

Deutliche Belege für die Qualität und Intensität der deutsch-argentinische Kooperation sind das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum (DAHZ), das Pierre-Auger-Observatorium, das in Buenos Aires angesiedelte Max-Planck-Partnerinstitut für Biomedizin und der internationale Master Studiengang Biomedizin sowie die langjährige Antarktis-Kooperation zwischen AWI und dem Argentinischen Antarktisinstitut und das für 2013 geplante Lateinamerika-Büro der MPG in Buenos Aires.

Das wissenschaftliche Niveau an den 47 staatlichen argentinischen Hochschulen ist durchgehend hoch und sie zählen zu den führenden Forschungseinrichtungen ganz Lateinamerikas. Im internationalen Maßstab sticht insbesondere die 1821 gegründete Universidad de Buenos Aires (UBA) heraus. Mit 301.599 Studenten (2008) ist sie die zweitgrößte Universität Lateinamerikas nach der UNAM (México).

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