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Bevölkerung/Geografie

Ländername

República Argentina

Argentinische Republik

Kurzform: Argentina/Argentinien

Hauptstadt

Buenos Aires

Fläche

2,78 Mio. km²

(erhebt Territorialanspruch auf 1,23 Mio. km² Antarktis)

Bevölkerungszahl

rund 44,3 Mio.

(Stand 2019)

Lebenserwartung

Männer: 74,46 Jahre

Frauen: 81,09 Jahre

(Schätzung 2015)

Altersstruktur

0-14 Jahre: 24,74%

15-64 Jahre: 63,71%

65 Jahre und älter: 11,55%

(Schätzung 2015)

Bevölkerungswachstum

0,93%

(Schätzung 2015)

Bevölkerungsgruppen

97% europäischer Abstammung (vorwiegend aus Italien und Spanien) durch Einwanderung im 19./20. Jh.

ca. 2% indigener Abstammung

ca. 2 Mio. Deutschstämmige

(Schätzung 2019)

Religionen

Katholiken circa 74%

Protestanten 9-10%%

Juden unter 1% und Muslime gut 1%

andere Glaubensrichtungen 4%

circa 10% sind Atheisten

(Schätzung 2019)

Nationalfeiertag

25.Mai (1810)

"Tag des Vaterlandes"/ Revolutionstag (Sturz den spanischen Vizekönigs)

Zeitzone

MEZ - 4 (UTC - 3)

Währung

1 Argentinischer Peso ARS / 100 Centavos

 

Aktueller Wechselkurs unter OANDA.com - Währungskonverter (siehe u.a. Links)

Vorwahl

+54

Quelle:  Auswärtiges Amt, CIA World Factbook

Politik/Administration

Ländername

República Argentina

Argentinische Republik

Hauptstadt

Buenos Aires

Staatsform/Regierungsform

Bundesrepublik/Präsidialdemokratie

Staatsoberhaupt

Präsident Mauricio Macri

seit 22. November 2015

Außenminister/in

Jorge Marcelo Faurie

(Minister für Auswärtige Beziehungen, Internationalen Handel und Kultur)

seit 12. Juni 2017

Minister für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Technologie

Alejandro Oscar Finocchiaro

Das Bildungsministerium (Ministerio de Educación) wurde durch ein Präsidialdekret vom 05.09.2018 in das Ministerium für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Technologie (Ministerio de Educación, Cultura, Ciencia y Tecnologia) mit erweiterten Kompetenzen umgewandelt.

Staatssekretär für Wissenschaft, Technologie und Produktive Innovation

Dr. Lino Barañao

Das ehemalige Wissenschaftsministerium (MINCyT) wurde mittels Präsidialdekret vom 05.09.2018 in ein Sekretariat umgewandelt und in das neu geschaffene Ministerium für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Technologie eingegliedert.

Parlament

Zweikammerparlament

Congreso de la Nación Argentina /

Argentinischer Nationalkongress

 

Cámara de Diputados de la Nación / Abgeordnetenkammer

(257 Sitze / Legislaturperiode: 4 Jahre)

 

Senado de la Nación / Senat

(72 Sitze. Legislaturperiode: 6 Jahre)

Regierungspartei

PRO, seit dem 10.12.2015: 2 von 72 Sitzen im Senat, 42 von 257 Sitzen in der Abgeordnetenkammer

Andere im Parlament vertretene Parteien

Größte Fraktionen: Frente para la Victoria/Partido Justicialista (Peronisten), Unión Cívica Radical/UCR (Radikale Bürgerunion), Unión PRO (Republikanischer Vorschlag), Frente Renovador (Erneuerungsfront), Lokalparteien

Verwaltungsstruktur

23 Provinzen (provincias, singular - provincia) und eine autonome Stadt (Ciudad autónoma de Buenos Aires)

Unabhängigkeit

9. Juli 1816 von Spanien

   

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Quelle: Auswärtiges Amt, Regierungsseite Argentinien (www.presidencia.gob.ar), Parlamentsseiten Argentinien (www.senado.gov.ar, www.diputados.gov.ar)

Staatsaufbau

Die dem nordamerikanischen Vorbild nachempfundene Verfassung stammt aus dem Jahr 1853 und wurde zuletzt 1994 (Pakt von Olivos) reformiert. Kennzeichnend ist die starke Stellung des Präsidenten, der gleichzeitig Regierungschef ist. Staatspräsident und Vizepräsident werden alle vier Jahre direkt gewählt. Nach der argentinischen Verfassung ist die direkte Wiederwahl nur einmal möglich.

Gemäß Art. 20 der argentinischen Verfassung genießen alle Ausländerinnen und Ausländer dieselben Bürgerrechte wie die argentinischen Staatsangehörigen. Infolgedessen werden Ausländern dieselben Rechte zur Ausübung von Gewerbe, Handel und Beruf sowie zum Erwerb und Verkauf von Eigentum eingeräumt. Diese Prinzipien finden sich auch im derzeit gültigen Gesetz über ausländische Investitionen wieder, welches ausdrücklich die Gleichheit in der Behandlung von ausländischem und argentinischem Kapital vorsieht.

Der Kongress setzt sich aus dem Senat und der Abgeordnetenkammer zusammen. Beide Kammern haben Anteil am Gesetzgebungsverfahren. Die Mitglieder der Abgeordnetenkammer – derzeit 257 – werden alle zwei Jahre zur Hälfte für vier Jahre direkt gewählt. Dem Senat gehören 72 Senatoren an, die seit 2001 ebenfalls direkt vom Volk für sechs Jahre gewählt werden – je drei aus jeder Provinz sowie der Stadt Buenos Aires. Der Senat erneuert sich alle zwei Jahre zu einem Drittel.

Jede Provinz hat ihre eigene Verfassung und wählt ihre Gouverneure/-innen, ihre Abgeordneten, Richterinnen und Richter ohne Eingreifen der Bundesregierung.

Regionale und multilaterale Zusammenarbeit

Die Beziehungen zu den Nachbarn in der Region, insbesondere zu Brasilien, Chile und Uruguay, aber auch zu den Ländern der "Bolivarianischen Allianz für Amerika" (ALBA), sowie Fragen der regionalen Zusammenarbeit - vor allem in Mercosur und UNASUR - gehören zu den außenpolitischen Prioritäten Argentiniens.

Argentinien ist Mitglied in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sowie in der im Dezember 2011 gegründeten Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC), deren Mitglieder alle 33 amerikanischen Staaten mit Ausnahme der USA und Kanadas sind.

Argentinien gehört den G20 an und ist aktives Mitglied der Vereinten Nationen.

Quelle: Auswärtiges Amt, Stand 2019

Wirtschaftsinformationen

Wichtige Wirtschaftsdaten zu Argentinien finden Sie in der Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" von Germany Trade and Invest (GTAI). Diese wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüter.

Mit der Wahl von Mauricio Macri zum Präsidenten Argentiniens im November 2015 hat sich die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik grundlegend geändert. Nach 12 Jahren protektionistischer Politik unter Néstor und Cristina Kirchner setzt die neue Regierung auf Liberalisierung und Weltmarktintegration. Der Start der neuen Regierung wurde durch erhebliche Erblasten der vorangegangenen Regierung (steigende Neuverschuldung, abgeschmolzene Devisenreserven, Einbrüche bei Wachstum, Industrieproduktion, Exporten) und ein international wenig hilfreiches Umfeld (tiefe Rezession beim Haupthandelspartner Brasilien, Zinswende in den USA, Wachstumsrückgang in China) erschwert.

Ende 2015/Anfang 2016 hat die Regierung Macri erfolgreich Devisenbeschränkungen gelockert, Importrestriktionen weitgehend außer Kraft gesetzt, Exportsteuern aufgehoben oder abgesenkt (Soja), das Wechselkursregime vereinheitlicht und den Kurs des Pesos freigegeben (Abwertung um 40 Prozent). Im April 2016 gelang zudem eine Lösung des seit Jahren schwelenden Konflikts mit einer Gruppe von US-amerikanischen Privatgläubigern.

Argentinien steckt Anfang 2019 erneut in einer Wirtschafts- und Finanzkrise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sackte um 2,4 Prozent ab und blieb somit deutlich hinter den ursprünglichen Prognosen (3 Prozent Wachstum) zurück.

Neben anderen Faktoren löste die Anhebung der US Leitzinsen einen Kursverlust des argentinischen Pesos aus. Der Peso verlor innerhalb des Jahres mehr als die Hälfte seines Wertes gegenüber dem US Dollar. Bereits zu Beginn des Jahres korrigierte die Regierung das Inflationsziel von 10 Prozent (+/-2 Prozent) auf 15 Prozent. Letztendlich stellte sich eine Jahresinflation für 2018 von 48,7 Prozent ein.

Nur dank eines IWF-Kredits von rund 57 Mrd. USD konnte ein erneuter Zahlungsausfall verhindert werden. In Rahmen des IWF-Programms verfolgt die Regierung derzeit eine Sparpolitik (Reduzierung des Defizits in 2019 von -2,6 Prozent auf 0), in der die Zentralbank  das Geldmengenwachstum stark beschränkt, um die Inflation und den Abwertungsdruck auf den Peso zu senken.

Die Landwirtschaft spielt in Argentinien traditionell eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung: rund 60 Prozent der Gesamtexporte werden in der Land- und Ernährungswirtschaft erzeugt. Rein rechnerisch kann Argentinien rund 400 Millionen Menschen ernähren.

(Quelle Auswärtiges Amt, 8. Mai 2019).

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