Überblick

Die bedeutendste staatliche Einrichtung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung in Argentinien ist der Nationale Wissenschafts- und Technologierat (CONICET). Der CONICET treibt die Entwicklung in diesen Bereichen sowohl durch die Bereitstellung von Finanzmitteln als auch durch den organisatorischen Rahmen voran. Ausführliche Informationen zu den Aktivitäten des CONICET liefert der Abschnitt Forschungslandschaft.

Der Hauptteil der Forschungsaktivitäten in Argentinien findet allerdings in den Forschungsinstituten und Einrichtungen der Hochschulen statt. Die größte Bedeutung haben hier die staatlichen Universitäten, die fast die Hälfte des Forschungspersonals des Landes ausmachen. Den privaten Hochschulen kommt nur eine relativ geringe Bedeutung zu.

Der folgende Abschnitt beschreibt exemplarisch einige der wichtigsten Programme im Forschungs- und Bildungssektor.

Programme in der Bildung

In den letzten Jahren wurden von der argentinischen Regierung zahlreiche Programme begonnen, um die bestehenden Probleme im Bildungssektor zu beheben. Einige der Initiativen, hinter denen das Ministerium für Bildung und Kultur als verantwortliche Institution steht, werden im Folgenden präsentiert.

Nationales Programm zur Bildungsaufnahme

Seit dem Jahre 2005 arbeitet dieses Programm für Kinder und Erwachsene, die aus unterschiedlichen Gründen die Schule nie begonnen oder abgebrochen haben. Durch verschiedene Projekte ("Todos a Estudiar", "Volver a la Escuela") sollen sie wieder in das nationale Schulsystem integriert werden oder die Möglichkeit zu alternativen Bildungswegen erhalten.

Programm für gleiche Bildungschancen (PIIE)

Dieses Programm wurde ebenfalls im Jahre 2005 begonnen, um Institutionen der Grundbildung 1 und 2 (EGB 1 und 2) zu stärken, die sich um die Bildung von sozial schwachen Kindern und Jugendlichen im ganzen Land kümmern. 

Nationales Programm für 700 Schulen

Dieser Plan ist Teil des Programms zur Verbesserung des Bildungssystems (PROMSE) und entstand unter dem Motto "Mehr Schulen, bessere Bildung" in Kooperation des Ministeriums für Planung, Öffentliche Investitionen und Dienste und des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Technologie (MECyT). Ziel des Programms ist es u.a. durch eine verbesserte Bildungsinfrastruktur die durchschnittliche Schulbildung, die Eintritte in die höhere Bildung und die Effizienz im Ausgabenbereich zu erhöhen.

Von 2003 bis 2011 stiegen die staatlichen Ausgaben für Schulbildung von 3,6% auf 6,5% des BIP. Im selben Zeitraum wurde der Mindestlohn für Lehrer verfünffacht und es wurden rund 1.900 Schulen, vor allem in entlegenen Regionen, gebaut.

Der Nationale Plan für Schulbildung und die Ausbildung von Lehrern 2012 - 2016 "Plan Nacional para la Educación Obligatoria y la Formación de Docentes" knüpft an die bestehenden Programme (Plan 2009 - 2011) an. Neue Schwerpunkte sind Frühkindliche Bildung, Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonal und die bessere Koordinierung zwischen Nationalen und Regionalen Programmen.

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Programme in der Forschung

Systematisierung der Informationen im FuE-Sektor
Das Portal SICyTAR ist die einzige argentinische Datenbank, die Informationen zum Wissenschafts- und Technologiesektor verwaltet. Auf der vom Staatssekretariat für Wissenschaft und Technologie (SECyT) eingerichteten Seite sind eine Vielzahl an Lebensläufen argentinischer Wissenschaftler gespeichert und für angemeldete Nutzer abrufbar.


Revitalisierung der wissenschaftlich-technologischen Kapazitäten
Ein aktuelles Programm in der Forschungslandschaft Argentiniens ist das Programm R@ices, das durch das Staatssekretariat für Wissenschaft und Technologie (SECyT), das Sekretariat für Menschenrechte und die UNESCO organisiert wird.

Ziel des Programms ist es, die wissenschaftlich-technologischen Kapazitäten des Landes zu stärken, indem durch verschiedene Maßnahmen eine engere Verbindung zu im Ausland lebenden, argentinischen Wissenschaftlern geschaffen wird. Verschiedene Unterprogramme, wie beispielsweise die Förderung der Rückkehr argentinischer Wissenschaftler, konnten in der Vergangenheit realisiert werden.

Forschung über die zeitgenössische Gesellschaft Argentiniens Das 2013 aufgesetzte Programm PISAC (Programma de Investigación sobre la Sociedad Argentina Contemporánea) wird vom argentinischen Hochschulrat und dem MinCyT getragen. Ziel ist es interdisziplinäre Forschung zu fördern, die sich mit soziokulturellen Aspekten der argentinischen Gesellschaft befasst.

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