StartseiteLänderAmerikaUSADAAD in den USA: Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen

DAAD in den USA: Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) begrüßt die Bemühungen der US-amerikanischen Regierung nach einigen schwierigen Jahren frischen Wind in die traditionell engen deutsch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen zu bringen.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der DAAD-Außenstelle New York äußerte sich der DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee nach hochrangigen Gesprächen, unter anderem im State Department, erfreut über die Offenheit und das große Interesse der amerikanischen Partnerinnen und Partner an einer Stärkung der akademischen Zusammenarbeit mit Deutschland:

"Die Beziehungen zwischen den deutschen und den US-amerikanischen Hochschulen sind traditionell eng und gut. So haben sie auch die Herausforderungen in den vergangenen Jahren erfolgreich meistern können. Umso erfreulicher ist es, dass auch die neue US-Regierung unter Joe Biden der wissenschaftlichen Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg wieder einen großen Stellenwert beimisst. Die internationale Wissenschaftskooperation steht derzeit vor massiven Herausforderungen – sei es bei der Bewältigung der Corona-Pandemie, bei der Erforschung und Bekämpfung der Klimakrise, durch die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit in vielen Ländern der Welt und nicht zuletzt durch bedrohte Studierende und Forschende in einigen Ländern, ganz aktuell in Afghanistan. Es ist daher gut zu wissen, dass wir für die kommenden Jahre eine breite politische Unterstützung – auch in Washington – für die gemeinsame Arbeit erwarten dürfen."

Im Rahmen seiner Stipendienprogramme verzeichnet der DAAD für den Austausch in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage sowohl aus Deutschland als auch aus den USA. So stieg die Zahl der deutschen Bewerberinnen und Bewerber für ein Studienstipendium in den USA um rund 150 Prozent. Bei einjährigen Forschungsstipendien in Deutschland nahm die Zahl der Bewerbungen aus den USA um 20 Prozent zu.

Mukherjee sagte dazu:

"Hier zeigt sich: Die Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie haben das Interesse und die Wertschätzung eines Auslandsaufenthaltes zum Studium oder zur Forschung nicht gemindert, sondern eher gesteigert."

Es sei daher ein wichtiger Meilenstein bei der Rückkehr zur Normalität, dass die USA seit dem vergangenen Sommer wieder Visa für deutsche Studierende erteilten. Eine Belastung für den akademischen Austausch seien hingegen die weiter bestehenden Reisebeschränkungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland.

Der DAAD-Präsident betonte:

"Hier hoffen wir auf neue Richtlinien der US-Behörden, insbesondere für vollständig geimpfte Personen. Es ist auch im Interesse der Vereinigten Staaten, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Europa unter Einhaltung aller notwendigen Schutzmaßnahmen einreisen und in den USA mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten können."

Der DAAD-Präsident blickte während seines USA-Besuchs auch auf die Eröffnung des neuen Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) in San Francisco, die für das Jahr 2022 geplant ist. Ziel des Hauses sei es, die dynamische Innovationslandschaft des Silicon Valley und der US-Westküste stärker mit Deutschland und seinen Hochschulen zu vernetzen.

Der DAAD ist seit 1971 mit einer Außenstelle in New York in den Vereinigten Staaten vertreten. Der Standort ist für den DAAD von besonderer historischer Bedeutung: Die Gründung der Austauschorganisation im Jahre 1925 geht auf die ersten 13 Stipendien des New Yorker Institute of International Education (IIE) für Studierende aus Heidelberg zurück.

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Bildung und Hochschulen Strategie und Rahmenbedingungen

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