StartseiteLänderAsienChinaDeutsch-chinesisches Kooperationszentrum: Studie untersucht Bedürfnisse deutscher Unternehmen für Standort China

Deutsch-chinesisches Kooperationszentrum: Studie untersucht Bedürfnisse deutscher Unternehmen für Standort China

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Um mittelständische Unternehmen aus Deutschland bei der Expansion nach China zu unterstützen, will die Regionalregierung von Pujiang County ein deutsch-chinesisches Kooperationszentrum innerhalb des Industrieparks in Pujiang aufbauen. Dafür hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Studie unter deutschen Mittelständlern durchgeführt, um deren Bedürfnisse an den Standort China zu untersuchen.

China bietet mit seinem wachsenden Markt interessante Investitionsbedingungen, weshalb auch verstärkt europäische Unternehmen diesen Standort erschließen möchten. Doch wichtige Entscheidungskriterien wie infrastrukturelle oder gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen für diverse Hürden und eine hohe Eintrittsschwelle. Vor diesem Hintergrund will die Regionalregierung von Pujiang County im mittleren Westen Chinas das deutsch-chinesische Kompetenzzentrum "Sino-German Cooperation Center" im Landkreis Pujiang aufbauen.

Das Zentrum soll als Teil eines dort neu entstehenden Industrieparks bis zum Ende des Jahres auf dessen Gelände gebaut werden, auf dem sich europäische, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Deutschland, ansiedeln können. Im Rahmen dieses Vorhabens hat ein Forschungsteam des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Studie durchgeführt mit dem Ziel, die wesentlichen Kriterien für die Standortauswahl deutscher Unternehmen zu identifizieren sowie die Bedürfnisse von produzierenden KMU zu analysieren. Dafür haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Vertretende von zwanzig mittelständischen Unternehmen in Deutschland interviewt, die maßgeblich in Entscheidungen über Standorte involviert sind. Die Ergebnisse der Anforderungsanalyse wurden im November 2019 offiziell vom Fraunhofer IAO an die Regionalregierung von Pujiang übergeben und fließen in die Planung des Konzepts für das Kooperationszentrum ein.

Die Auswertung der Bedürfnisanalyse für das Kooperationszentrum lieferte interessante Einblicke in die entscheidenden Kriterien beim Thema Standortwahl: Nich finanzielle Faktoren wie staatliche Subventionen, sondern politische Stabilität und zentrale Dienstwegen zu Politik sind für die Unternehmen am wichtigsten. Auch die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften, Expansionsmöglichkeiten vor Ort und Zugänglichkeit für Logistikfahrzeuge wurden als weitere wesentliche Entscheidungskriterien für die Standortwahl China genannt.

Nach der Übergabe der Ergebnisse ist es nun an der Regionalregierung von Pujiang County, mit den gesammelten Informationen einen Standort aufzubauen, welcher für ausländische Unternehmen attraktive Vorteile bietet.

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Quelle: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: China Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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