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DFG verlängert Förderung des internationalen Sonderforschungsbereichs an der Universität Göttingen

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert zwei Sonderforschungsbereiche (SFB) an der Universität Göttingen. Der SFB „Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme in Sumatra, Indonesien“ wird zum dritten Mal für weitere vier Jahre verlängert und erhält rund 14,5 Millionen Euro.

Der internationale SFB 990 mit dem Titel „Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme (Sumatra, Indonesien)“ ist an der Fakultät für Biologie und Psychologie angesiedelt. An den 24 Teilprojekten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von insgesamt fünf Fakultäten der Universität Göttingen, der Universität Hohenheim, dem Thünen-Institut und der Leibniz-Gemeinschaft sowie drei Partneruniversitäten in Indonesien beteiligt. Sie untersuchen auf der indonesischen Insel Sumatra die Folgen der Umwandlung von tropischem Regenwald in Palmöl- und Kautschukplantagen. Die DFG fördert das Projekt weitere vier Jahre mit insgesamt rund 14,5 Millionen Euro.

Die Rodung tropischer Regenwälder, um Holz und andere Waldprodukte zu gewinnen oder Nahrungs-, Futter-, Faser- und Energiepflanzen anzubauen, stellt ein zunehmendes globales Problem dar. „Wir wollen langfristig untersuchen, wie auf der Landschaftsskala die ökologischen Funktionen tropischer Regenwälder und landwirtschaftlicher Nutzungssysteme erhalten und verbessert werden können, bei gleichzeitiger Steigerung des Wohlstands“, erläutert SFB-Sprecher Prof. Dr. Stefan Scheu vom Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie. „Das beinhaltet auch die Frage, wie landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz besser integriert werden können.“ Ein Schwerpunkt der Forschung wird sein, den Einfluss von Anreicherungskulturen sowie von unterschiedlichen Dünger- und Pestizidintensitäten in Palmölplantagen zu untersuchen. „Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Analyse von Synergien und Konflikten zwischen den unterschiedlichen ökologischen und sozioökonomischen Funktionen, deren detaillierte Kenntnis eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Agrarsysteme ist“, so Scheu.

An der Universität Göttingen sind neben der Fakultät für Biologie und Psychologie die Fakultäten für Agrarwissenschaften, für Forstwissenschaften und Waldökologie, für Geowissenschaften und Geographie, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät sowie die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) am SFB beteiligt. Darüber hinaus sind das Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) in Hamburg involviert sowie das Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig und die Universität Hohenheim in Stuttgart. Bei den drei indonesischen Partnern handelt es sich um die Universität Bogor, die Universität Jambi und die Tadulako Universität Palu.

Quelle: Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Indonesien Themen: Förderung Lebenswissenschaften Umwelt u. Nachhaltigkeit

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