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Bevölkerung/Geografie

Ländername

Haschemitisches Königreich Jordanien

Al Mamlaka Al Urduniyya Al Haschimiyya

المملكة الأردنيّة الهاشميّة

Fläche

89.342 km²

Bevölkerungszahl

8,117 Millionen

(Schätzung Juli 2015; der rapide Bevölkerungsanstieg der jüngsten Vergangenheit ergibt sich aus der hohen Zahl Syrischer Flüchtlinge)

Lebenserwartung

Männer: 73 Jahre

Frauen: 75,78 Jahre

(Schätzung 2015)

Altersstruktur

0-14 Jahre: 35,8 %

15-64 Jahre: 60,3%

65 Jahre und älter: 3,9 %

(Schätzung 2015)

Bevölkerungswachstum

0,83%

(Schätzung 2015)

Bevölkerungsgruppen

99,2% Araber (davon geschätzt etwa 50% palästinensischer Abstammung)

0,5% Tscherkessen

0,1% Armenier

0,1% Türken

0,1% Kurden

Sprachen

Arabisch,

Englisch als Verkehrssprache weit verbreitet

Religionen

93 % sunnitische Muslime

5 % Christen (griech.-orth., röm.-kath., syr.-orth., kopt.-orth.)

2 % Sonstige

Nationaltag

25. Mai 1946 (Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich)

Zeitzone

MEZ +2 (UTC +3)

Klima

Zu 80 % Wüste (östliche und südliche Landesteile), Bergland am Rande des Jordangrabens mediterran, Jordantal und Rotmeerküste subtropisch; keine Niederschläge von Mai bis September

Währung

1 Jordanischer Dinar JOD/ 100 Piaster (1000 Fils)

Aktueller Wechselkurs unter OANDA.com - Währungskonverter (siehe u.a. Links)

Vorwahl

+962

Quellen: Auswärtiges Amt, CIA World Factbook, UNHCR, Weltbank

Lage: Jordanien grenzt im Westen an Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete, im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak und im Süden und Südosten an Saudi-Arabien. Im Süden verfügt es über 27 km Rotmeerküste und Aqaba ist der einzige Hafen des Landes.

Politik/Administration

Ländername

Haschemitisches Königreich Jordanien

al-Mamlaka al-Urdunniyya al-Hāschimiyya

المملكة الأردنيّة الهاشميّة

Regierungsform

Konstitutionelle Monarchie

Hauptstadt

Amman

Staatsoberhaupt

König Abdullah II. bin al-Hussein

seit 7. Februar 1999

Regierungschef/in

Abdullah Ensour

Premierminister

seit 11. Oktober 2012

Außenminister/in

Nasser Judeh

seit 23. Februar 2009

Bildungsminister/in

Mohammad Thneibat

seit 21. August 2013

Wissenschaftsminister/in

Labib Khadra

Minister für Hochschulbildung und Forschung<seit 2. März 2015

Parlament

Zwei-Kammer-Parlament

 

Majlis Al-Umma / Nationalversammlung

bestehend aus:

  • Majlis Al-Nuwaab / Abgeordnetenkammer 150 Sitze (davon 27 via Verhältniswahlrecht auf Landesebende, 108 auf lokaler Ebene und 15 für weibliche Kandidatinnen vergeben)
  • Majlis al-Aayan / Senat (60 Senatoren, vom König zuletzt am 25.10.2013 ernannt.)

Parteien

Es gibt 23 offizielle Parteien. Das Parteiensystem ist insgesamt jedoch wenig entwickelt.

Regierungsopposition

IAF (Islamische Aktionsfront) ist die größte (und einzige etablierte) Partei des Landes; sie nahm 2013 nicht an der Wahl teil und rief zum Wahlboykott auf.

Verwaltungsstruktur

12 Gouvernements (muhāfaza): Adschlun, Aqaba, Amman, al-Balqa, Dscharasch, Irbid, al-Karak, Ma'an, Madaba, al-Mafraq, at-Tafila, ZarqaMa`an, Madaba

An der Spitze steht ein der Regierung benannter und vom König bestätigter Gouverneur.

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Quellen: Auswärtiges Amt, CIA - Chiefs of State, CIA World Factbook, representatives.jo, jordanembassyus.org, bpb.de

Staatsaufbau

Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie und verfassungsmäßig als Zentralstaat mit zwölf Gouvernements organisiert. Diese nehmen administrative Aufgaben, aber keine eigenen politischen Befugnisse wahr.

Staatsoberhaupt ist König Abdullah II. bin al-Hussein (seit 07.02.1999). Seit dem 11. Oktober 2012 wird das Amt des Ministerpräsidenten von Abdullah Ensour ausgeübt. Außenminister ist seit 23. Februar 2009 Nasser Judeh. 

Parlament

Das jordanische Parlament besteht aus einem gewählten Unterhaus, dem 150 Abgeordnete angehören, und einem Oberhaus, dem Senat, dessen 60 Mitglieder vom König ernannt werden. Das Unterhaus wurde zuletzt am 23. Januar 2013 gewählt.

Wahlen 2013

Nach dem "Arabischen Frühling", der in Jordanien vergleichsweise friedlich ausfiel, erklärte sich König Abdullah II. dazu bereit, den Volksvertretern mehr Einfluss zu geben. Im März 2013 wurde die Regierung erstmals unter Beteiligung des Parlaments gebildet. Bei den Unterhauswahlen fielen ca. 90% aller Sitze auf königstreue Stammesverteter und Konservative. Die größte Partei IAF (Islamische Aktionsfront) nahm jedoch selbst nicht an der Wahl teil und rief zum Boykott auf. Nach offiziellen Angaben beteiligten sich 56,5% der Bevölkerung an der Wahl. Das ist die höchste Beteiligung seit 1989. Das Wahlergebnis verspricht dennoch wenig Änderung in der politischen Landschaft Jordaniens. So wurden nur 27 der 150 Sitze im Unterhaus per Verhältniswahlrecht bestimmt.

Wirtschaftsinformationen

Die Ausweitung ausländischer Direktinvestitionen sowie die Steigerung der Standortattraktivität Jordaniens hat König Abdullah II. als Kernziele der jordanischen Wirtschaftspolitik definiert. Die so gut wie abgeschlossene Privatisierung staatlicher Betriebe und Infrastruktureinrichtungen (Bergbau, Energie, Telekommunikation, Verkehr) hat sich bisher positiv ausgewirkt.

Jordanien hat trotz seiner geringen natürlichen Ressourcen und der ungünstigen politischen Ausgangsbedingungen seit 2011 ein Wirtschaftswachstum von rund 2,5 Prozent erzielt - 0,9 % weniger als im Jahr zuvor. Erschwerend kommen die finanziellen Belastungen durch die syrischen Flüchtlingsströme hinzu.

Durch die Proteste im Zusammenhang mit dem "Arabischen Frühling" litt seit 2011 vor allem der Tourismus. Als wichtigste Branche neben Bergbau und Baugewerbe hatte er zuvor mit großen Schritten die regionalpolitisch bedingten Rückschläge der 2000er Jahre überwunden. An Bedeutung gewinnt der Tourismus aus arabischen Staaten sowie aus Russland und Zentralasien. Die neuen Eintrittspreisstrukturen bei touristischen Attraktionen haben Mehreinnahmen für den Staatshaushalt bewirkt.

Zahlreiche Firmen und Institutionen organisieren ihre Irak-Aktivitäten von Amman aus. Amman ist nach wie vor regelmäßig Tagungsort verschiedener Konferenzen zum Wiederaufbau in Irak und zu Wirtschaftskontakten mit Irak. Insgesamt betrachtet ist Jordanien aufgrund seiner liberalen Wirtschaftspolitik ein guter Ausgangspunkt nicht nur für Geschäftsaktivitäten in Irak sondern auch für die Levante.

Ausführliche Wirtschaftsdaten zu Jordanien finden Sie in der Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" von Germany Trade and Invest (GTAI). Diese wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüter.

 

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