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Deutsch-palästinensische Summer School an der Europa-Universität Flensburg fragt nach der Verbindung zwischen Islam und Demokratie

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die deutsch-palästinensische Summer School „Islam and Democracy“ vom 11. – 15. Juni 2019 an der Europa-Universität Flensburg beschäftigt sich mit der Frage: Wie sind Islam und Demokratie miteinander verknüpft?

Der Islam sei nicht vereinbar mit Demokratie, lautet eine häufig verwendete zeitgenössische Argumentation. Insbesondere die AfD stellt immer wieder infrage, dass der Islam mit der parlamentarischen Demokratie und dem Grundgesetz kompatibel sei. Viele Muslime in Deutschland sind anderer Ansicht. Im Koran werde keine spezifisch islamische Theorie von Politik und Regierung entwickelt und so sei der Islam eine Religion, die sich ständig an neue Bedingungen und historische Umstände angepasst habe, lautet ihre Interpretation.

Drei palästinensische Universitäten – An-Najah University, Arab-American University (Genin), Hebron University – und das Wasatia Academic Institute (Jerusalem) beteiligen sich mit Lehrenden und Studierenden an der Summer School. Aus rechtlicher, theologischer, politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive werden dabei in zehn Vorträgen beispielsweise Fragen nach einem muslimischen Feminismus ebenso behandelt wie die Beziehung zwischen dem zivilen Islam und säkularen demokratischen Staaten, die Perspektive der Hamas auf den Friedensprozess im mittleren Osten oder die Frage, ob die Diplomatie für Demokratie in Palästina erfolgreich oder gescheitert ist.

Die Keynote zum Verhältnis zwischen Islam und Demokratie wird der palästinensische Professor und Friedensaktivist Mohammed S. Dajani Daoudi halten. Dajani hat internationale Anerkennung für sein jahrelanges Engagement im Nahost-Konflikt erhalten.

Die Summer School bildet den Auftakt zu der Gründung einer Graduiertenschule an der EUF. Die „European wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution“ wird künftig jeweils 3-6 Doktorarbeiten aus Israel und Palästina im Horizont der internationalen, besonders europäischen Friedensethik fördern.

Quelle: Europa-Universität Flensburg via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Israel Palästinensische Autonomiegebiete Themen: Ethik, Recht, Gesellschaft Geistes- und Sozialwiss.

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