Bevölkerung und Geografie

Ländername

Republik Korea

umgangssprachl.: Südkorea

Daehan Minguk (dt.: Große Han-Republik)

Hauptstadt

Seoul

Fläche

100.364 km²

(Stand 2020)

Bevölkerungszahl

51.715.162

(Schätzung 2021)

Lebenserwartung

Männer: 79,66 Jahre,

Frauen: 86,06 Jahre

(Schätzung 2021)

Altersstruktur

0-14: 12,02%

15-24: 10,75%

25-54: 44,83%

55-64: 15,66%

65 und älter: 16,74%

(Schätzung 2021)

Bevölkerungswachstum

0,26%

(Schätzung 2021)

Sprachen

Koreanisch

Religionen

Buddhisten (7,7 Millionen)

Protestanten (9,7 Millionen)

Katholiken (3,9 Millionen)

Nationaltag

3. Oktober (National Foundation Day)

Zeitzone

MEZ + 8

Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +8 Std. und im Sommer +7 Std.

Unabhängigkeit

Tag der Unabhängigkeitsbewegung (1. März)

 

Tag der Verfassung (17. Juli)

 

Tag der Befreiung (15. August)

 

Hangeul-Tag (9. Oktober)

Währung

Won (KRW)

Tabelle 1: Bevölkerung und Geografie

Quelle: Auswärtiges Amt, CIA World Factbook, Korea.net

 

Nach oben

Politik und Administration

Ländername

Republik Korea

Hauptstadt

Seoul

Staatsform / Regierungsform

Republik mit Präsidialverfassung, nur eingeschränkte Selbstverwaltung der Kommunen und Provinzen

Staatsoberhaupt

MOON Jae-in (seit 10. Mai 2017)

Regierungschef

Kim Boo-kyum (seit 14. Mai 2021)

Außenministerin

Chung Eui-yong (seit 9. Februar 2021)

Ministerin für Bildung

YOO Eun-hae (seit Oktober 2018)

Ministerin für Wissenschaft und IKT

LIM Hye-sook (seit 14. Mai 2021)

Minister für Handel, Industrie und Energie

MOON Sung Wook (Mai 2021)

Parlament

Nationalversammlung (300 Sitze)

Nächste Parlamentswahl 2024

(alle 4 Jahre)

 

Nächste Präsidentschaftswahl 2022

(alle 5 Jahre)

 

Aktuelle Zusammensetzung (September 2020):

Democratic Party of Korea: 176 Sitze

People Power Party: 104 Sitze

Justice Party: 6 Sitze

People´s Party: 3 Sitze

Open Democratic Party: 3 Sitze

Sonstige: 8 Sitze

Regierungsparteien

Democratic Party of Korea (176 Sitze, Stand September 2020)

Verwaltungsstruktur

17 Provinzen und provinzfreie Städte

Tabelle 2: Politik und Administration

Quellen: Auswärtiges Amt, Ministry of Foreign Affairs, Ministry of Education, Ministry of Science and ICT, Ministry of Science and ICT, Ministry of Trade, Industry and Energy, National Assembly of the Republic of Korea, Korea.net

 

Nach oben

Politisches System

Die Republik Korea ist ein demokratisch regiertes Land mit einer Präsidialverfassung und einem Einkammer-Parlament ("Gukhoe" - Nationalversammlung).

Das Staatsoberhaupt (Präsident) der Republik Korea wird direkt vom Volk gewählt. Der Präsident ernennt die Minister und - mit Zustimmung der Nationalversammlung - den Premierminister. Er verfügt über ein aufschiebendes Vetorecht gegen Beschlüsse der Nationalversammlung. Gleichzeitig ist er oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

Der Premierminister der Republik Korea wird mit der Zustimmung des südkoreanischen Parlaments vom Präsidenten ernannt. Er leitet die Regierung. Die Parlamentarier werden für vier Jahre gewählt.

Korea besteht aus 17 Provinzen und provinzfreien Städten mit nur eingeschränkter Selbstverwaltung. Die Direktwahl der Gouverneure oder Bürgermeister findet alle 4 Jahre statt. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Die 21. Parlamentswahlen in Südkorea fanden am 15. April 2020 statt. Alle 300 Abgeordneten der Nationalversammlung wurden gewählt, 253 aus Erststimmenwahlkreisen und 47 aus proportionalen Parteilisten. Es waren die ersten Wahlen, die unter einem neuen Wahlsystem abgehalten wurden. Die beiden größten Parteien, die liberale Demokratische Partei und die konservative Zukunftspartei (People Power Party), gründeten neue Satellitenparteien (auch Blockparteien genannt), um von dem überarbeiteten Wahlsystem zu profitieren. Die Reformen senkten auch das Wahlalter von 19 auf 18 Jahre.

Die Demokratische Partei und ihre Satellitenpartei konnten 176 der 300 Sitze (59 Prozent) für sich beanspruchten. Die Demokratische Partei allein errang 163 Sitze - die höchste Anzahl für eine Partei seit 1960. Dies garantiert dem regierenden liberalen Bündnis eine absolute Mehrheit in der Legislative und die für Schnellverfahren erforderliche Dreifünftelmehrheit. Das konservative Bündnis zwischen der Zukunftspartei und ihrer Satellitenpartei gewann nur 104 Sitze, das schlechteste konservative Ergebnis seit 1960.

Nach oben

Wirtschaftsinformation

Südkorea hat einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich. Noch Ende der 50er Jahre gehörte es zu den ärmsten Ländern der Welt mit einer von Landwirtschaft geprägten Ökonomie. Heute gehört es zu den wirtschaftlich stärksten Nationen und stellt ein Hochtechnologieland mit hohem Innovationstempo dar. Nach dem Bloomberg Innovationsindex 2021 ist Korea erneut das innovativste Land der Welt. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,63 Mrd. USD (2020) liegt Südkorea auf Platz 12 der Volkswirtschaften der Welt (IMF). Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf lag 2020 bei 31.497 USD. Bei den Währungsreserven belegte Südkorea Ende 2020 mit 429,5 Mrd. USD weltweit Rang 8. Im Jahr 2020 erzielte Korea ein Wirtschaftswachstum von -0,96 Prozent. Diese Entwicklung ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote lag 2020 bei 3,94 Prozent, doch die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 11,3 Prozent deutlich höher.

Die tatsächlich getätigten ausländischen Direktinvestitionen lagen 2020 bei 10,6 Mrd. USD. Insgesamt liegt die Anzahl der in Südkorea operierenden ausländischen Firmen bei etwa 7.500. Wichtigste Investoren in dem Zeitraum waren EU (34,1 Prozent), Singapur (16,5 Prozent), Kanada (9,6 Prozent) Kaimaninseln (9,2 Prozent), USA (8,2 Prozent), Hongkong (7,4 Prozent), Japan (4,5 Prozent) und China (2,0 Prozent).

Ausführliche Wirtschaftsdaten zu Korea finden Sie in der Reihe „Wirtschaftsdaten kompakt“ von Germany Trade and Invest (GTAI). Diese wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert.

Nach oben

Handel mit Deutschland

Koreas Außenhandelsbilanz ist positiv (Einfuhr 467,6 Mrd. vs. Ausfuhr von 512,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2020). Deutschland ist Koreas wichtigster Handelspartner innerhalb der Europäischen Union und Korea ist für Deutschland nach China zweitwichtigster Absatzmarkt in Asien. Bei Exporten aus Deutschland lag Korea 2020 auf Rang 18, bei Importen nach Deutschland lag Korea auf Rang 21. Die wichtigsten Importgüter nach Deutschland sind Elektronik, Elektrotechnik, Kfz und -Teile, Maschinen und Kunststoffe. Die wichtigsten deutschen Exportgüter sind Kfz und -Teile, Maschinen, Mess- und Regeltechnik sowie Industriechemikalien. (Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest, Statistisches Bundesamt)

Nach oben

Eine Initiative vom

Projektträger