Bevölkerung und Geografie

Ländername

Republik Korea

umgangssprachl.: Südkorea

Daehan Minguk (dt.: Große Han-Republik)

Hauptstadt

Seoul

Fläche

100.363 km²

(Stand 2019)

Bevölkerungszahl

51.418.097

(Schätzung 2018)

Lebenserwartung

Männer: 79,4 Jahre,

Frauen: 85,8 Jahre

(Schätzung 2018)

Altersstruktur

0-14: 13,03%

15-64: 72,41%

65 und älter: 14,55%

(Schätzung 2018)

Bevölkerungswachstum

0,44%

(Schätzung 2018)

Sprachen

Koreanisch

Religionen

Buddhisten (7,7 Millionen)

Protestanten (9,7 Millionen)

Katholiken (3,9 Millionen)

Nationaltag

3. Oktober (National Foundation Day)

Zeitzone

MEZ + 8

Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +8 Std. und im Sommer +7 Std.

Unabhängigkeit

Tag der Unabhängigkeitsbewegung (1. März)

 

Tag der Verfassung (17. Juli)

 

Tag der Befreiung (15. August)

 

Hangeul-Tag (9. Oktober)

Währung

Won (KRW)

Tabelle 1: Bevölkerung und Geografie

Quelle: Auswärtiges Amt, CIA World Factbook

 

Nach oben

Politik und Administration

Ländername

Republik Korea

Hauptstadt

Seoul

Staatsform / Regierungsform

Republik mit Präsidialverfassung, nur eingeschränkte Selbstverwaltung der Kommunen und Provinzen

Staatsoberhaupt

MOON Jae-in (seit 10. Mai 2017)

Regierungschef

LEE Nak-yeon (Premierminister seit 31. Mai 2017)

Außenministerin

KANG Kyung-wha (seit Oktober 2018)

Ministerin für Bildung

YOO Eun-hae (seit Oktober 2018)

Minister für Wissenschaft und IKT

CHOI Kiyoung (seit August 2019)

Minister für Handel, Industrie und Energie

SUNG Yun-mo (seit September 2018)

Parlament

Nationalversammlung (300 Sitze)

Nächste Parlamentswahl 2020 (alle 4 Jahre)

Nächste Präsidentschaftswahl 2022 (alle 5 Jahre)

Aktuelle Zusammensetzung (Oktober 2019):

Demokratische Partei: 127Sitze

Partei Freies Korea: 110Sitze

Bareunmirae-Partei: 28 Sitze

Partei für Demokratie und Frieden: 4 Sitze

Gerechtigkeitspartei: 6 Sitze

Minjung-Partei: 1 Sitz

Uri-Gonghwa-Partei: 2

Unabhängige und sonstige: 18 Sitze

Vakant: 4 Sitze

Regierungsparteien

Demokratische Partei (127 Sitze, Stand Oktober 2019)

Verwaltungsstruktur

17 Provinzen und provinzfreie Städte

Tabelle 2: Politik und Administration

Quellen: Auswärtiges Amt, Ministry of Foreign Affairs, Ministry of Education, Ministry of Science and ICT, Ministry of Science and ICT, Ministry of Trade, Industry and Energy, National Assembly of the Republic of Korea

 

Nach oben

Politisches System

Die Republik Korea ist ein demokratisch regiertes Land mit einer Präsidialverfassung und einem Einkammer-Parlament ("Gukhoe" - Nationalversammlung).

Das Staatsoberhaupt (Präsident) der Republik Korea wird direkt vom Volk gewählt. Der Präsident ernennt die Minister und - mit Zustimmung der Nationalversammlung - den Premierminister. Er verfügt über ein aufschiebendes Vetorecht gegen Beschlüsse der Nationalversammlung. Gleichzeitig ist er oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

Der Premierminister der Republik Korea wird mit der Zustimmung des südkoreanischen Parlaments vom Präsidenten ernannt. Er leitet die Regierung. Die Parlamentarier werden für vier Jahre gewählt.

Korea besteht aus 17 Provinzen und provinzfreien Städten mit nur eingeschränkter Selbstverwaltung. Die Direktwahl der Gouverneure oder Bürgermeister findet alle 4 Jahre statt. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Nach dem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park Geun-hye waren Neuwahlen am 9. Mai 2017 notwendig geworden, aus denen der Kandidat der Demokratischen Partei (DP) Moon Jae-in als klarer Sieger hervorging. Er trat sein Amt unmittelbar an. Im Parlament ist Moons DP zwar stärkste Fraktion, verfügt aber über keine eigene Mehrheit und ist somit auf wechselnde Unterstützung der Oppositionsparteien angewiesen. Präsident Moon Jae-in kündigte eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung an. Im Zentrum der neuen Wirtschaftspolitik („J-nomics“) stehen die Förderung des Mittelstands, Arbeitsmarktreformen und mehr Transparenz in den Beziehungen zwischen Politik und den großen Mischkonzernen (Chaebols).

Nach oben

Wirtschaftsinformation

Südkorea hat einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich. Noch Ende der 50er Jahre gehörte es zu den ärmsten Ländern der Welt mit einer von Landwirtschaft geprägten Ökonomie. Heute gehört es zu den wirtschaftlich stärksten Nationen und stellt ein Hochtechnologieland mit hohem Innovationstempo dar. Nach dem Bloomberg Innovationsindex 2019 ist Korea erneut das innovativste Land der Welt. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1.620 Mrd. USD (2018) liegt Südkorea auf Platz 11 der Volkswirtschaften der Welt (IMF). Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf lag 2018 bei 31.349 USD. Bei den Währungsreserven belegte Südkorea Ende 2018 mit 403,7 Mrd. USD weltweit Rang 8. Im Jahr 2017 erzielte Korea ein Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Dies liegt deutlich unter den bisherigen erreichten 5 Prozent Wirtschaftswachstum. Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei 3,8 Prozent, doch die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 9,5 Prozent deutlich höher.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die tatsächlich getätigten ausländischen Direktinvestitionen 2018 stark um 20,9 Prozent auf 16,4 Mrd. USD. Insgesamt liegt die Anzahl der in Südkorea operierenden ausländischen Firmen bei etwa 7.500. Wichtigste Investoren in dem Zeitraum waren USA (3,8 Mrd. USD), China (0,78 Mrd. USD), Japan (1,02 Mrd. USD), Frankreich (0,64 Mrd. USD), Hong Kong (1,05 Mrd. USD) und Singapur (0,98 Mrd. USD).

Bei den EU-Staaten liegt Deutschland mit 0,10 Mrd. USD an fünfter Stelle nach Frankreich (0,64 Mrd. USD), Großbritannien (0,26 Mrd. USD), Irland (0,24 Mrd. USD) (0,16 Mrd. USD), den Niederlanden (0,2 Mrd. USD). (Quelle: Auswärtiges Amt)

Ausführliche Wirtschaftsdaten zu Korea finden Sie in der Reihe „Wirtschaftsdaten kompakt“ von Germany Trade and Invest (GTAI). Diese wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert.

Nach oben

Handel mit Deutschland

Koreas Außenhandelsbilanz ist positiv (Einfuhr 406,2 Mrd. vs. Ausfuhr von 495,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016). Deutschland ist Koreas wichtigster Handelspartner innerhalb der Europäischen Union und Korea ist für Deutschland nach China zweitwichtigster Absatzmarkt in Asien. Bei Exporten aus Deutschland lag Korea 2016 auf Rang 19, bei Importen nach Deutschland lag Korea auf Rang 27. Die wichtigsten Importgüter nach Deutschland sind Elektronik, Elektrotechnik, Kfz und –Teile, Maschinen und Kunststoffe. Die wichtigsten deutschen Exportgüter sind Kfz und –Teile, Maschinen, Mess- und Regeltechnik sowie Industriechemikalien. (Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest)

Nach oben

Eine Initiative vom

Projektträger