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Weltwirtschaftsforum sieht Deutschland bei Innovation an der Spitze

Berichterstattung weltweit

Das Weltwirtschaftsforum hat am 16. Oktober den neuesten Global Competitiveness Report vorgestellt. Für die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit von insgesamt 140 Ländern wurde ein neuer methodischer Ansatz gewählt, der von einer vierten industriellen Revolution ausgeht.

Der Global Competitiveness Report wurde erstmals 1979 veröffentlicht. Nach Einschätzung des Weltwirtschaftsforums (WEF) wird der Wohlstand der einzelnen Staaten zukünftig von ihrer Fähigkeit abhängen, sich an die vierte industrielle Revolution anzupassen. Ein neu eingeführter Index (GCI 4.0) umfasst insgesamt 98 Indikatoren, von denen 34 im Vergleich zu früheren Ausgaben beibehalten und 64 neu eingeführt wurden.

Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Belastbarkeit, Beweglichkeit, Innovationsökosysteme und personenzentrierte Ansätze für die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern entscheidend sind. Die Indikatoren sind unter zwölf Säulen organisiert, eingeteilt in vier Abschnitte:

  • Umfeld: (1) Institutionen, (2) Infrastruktur, (3) Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie (4) Makroökonomische Stabilität;
  • Humankapital: (5) Gesundheit und (6) Kompetenzen;
  • Märkte: (7) Märkte für Produkte, (8) Arbeitsmarkt, (9) Finanzsystem sowie (10) Marktgröße;
  • Innovationsökosystem: (11) Dynamik der Wirtschaft sowie (12) Innovationsfähigkeit.

Insgesamt sieht der Bericht nach Auswertung aller Daten die USA vorne, gefolgt von Singapur, Deutschland, der Schweiz und Japan.

In Bezug auf die Innovationsfähigkeit steht dagegen Deutschland an erster Stelle, während die USA, die Schweiz, Taiwan und Schweden die Ränge 2-5 belegen. Zum Erfolg Deutschlands tragen Patente, wissenschaftliche Veröffentlichungen und exzellente Forschungseinrichtungen bei. Dazu kommt, dass gut informierte Kundinnen und Kunden Unternehmen in Deutschland dazu anstacheln, innovativ tätig zu werden. Der Bericht unterstreicht, dass im Vergleich zu anderen Säulen Länder bei der Innovationsfähigkeit im Durchschnitt die wenigsten Punkte sammeln konnten. Bei 77 von 140 Ländern stellte dies die schwächste Säule dar. Mit anderen Worten, Innovationsstärke bleibt auf wenige ausgesuchte Länder ("innovation powerhouses") konzentriert. Viele Faktoren, die Innovation fördern, sind stark kulturell geprägt, so zum Beispiel die positive Einstellung zum unternehmerischen Risiko.

Zum Nachlesen

Quelle: Pressemitteilung Weltwirtschaftsforum Redaktion: von Sonja Bugdahn, DLR Projektträger Länder / Organisationen: USA Japan Singapur Taiwan Deutschland Schweden Schweiz Global Themen: Engineering und Produktion Fachkräfte Information u. Kommunikation Innovation Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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