Überblick

Um die deutsch-türkische, wissenschaftliche Kooperation deutlich auszubauen wurde am 23. Januar 2014 das deutsch-türkische Jahr der Forschung, Bildung und Innovation 2014 durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung und ihren türkischen Amtskollegen vom Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung in Berlin feierlich eröffnet. An diesem Tag wurde die formelle Vereinbarung von 1984 zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftlichen und Technischen Forschungsrat der Türkei (TÜBITAK) erneuert sowie eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) und dem türkischen Hochschulrat (YÖK) unterschrieben. Den rechtlichen Rahmen für die Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit (WTZ) zwischen Deutschland und der Türkei bildete bis dahin eine Einzelvereinbarung zwischen TÜBITAK und dem Projektträger im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom 10.01.1997. Deutsch-türkische Bildungs- und Forschungsaktivitäten werden weiterhin durch die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und Stiftungen wie die Mercator Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung und die Herz Stiftung gefördert. Deutschland ist das zweitwichtigste Partnerland für Forschungs- und Bildungsaktivitäten, hinter den U.S.A. (http://internationales-buero.de/de/1930.php ).

Bildungspolitische Ziele

Bei der Ausrichtung von Aus- und Weiterbildung von Fach- und Nachwuchskräften in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung liegt der Fokus auf den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes. Dies erfolgt mit besonderem Blick auf die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

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Forschungspolitische Ziele

Am 15. Dezember 2010 wurde beim 22. Treffen des SCST die Nationale Strategie für Wissenschaft, Technologie und Innovation (2011 – 2016) verabschiedet. Die Geschwindigkeit der Steigerung des RDI-Potentials (Research, Development, Innovation), welche durch BTP-UP (2005-2010) erreicht wurde, zu erhalten, waren die Hauptmotive hinter der Nationalen Strategie.

Die Vision der Nationalen Strategie ist "to contribute to new knowledge and develop innovative technologies to improve the quality of life by transforming the former into products, processes, and services for the benefit of the country and humanity".

Die Hauptmotive der Nationalen Strategie sind: die Kultur der multilateralen und interdisziplinären Zusammenarbeit bei RDI Kooperationen verbreiten, sektorale und regionale RDI Dynamiken stimulieren, klein- und mittelständige Unternehmen ermutigen sich stärker in das nationale Innovationssystem einzubringen.

Um diese Ziele zu erreichen wurden Visions-orientierte Ansätze in Bereichen mit einem hohen RDI Potential, Bedarfs-orientierte Ansätze in Bereichen mit einer Wachstumsbeschleunigung und Bottom-Up-Ansätze in verschiedenen Bereichen identifiziert. Das strategische Gerüst besteht aus drei vertikalen und sechs horizontalen Achsen (Abbildung).

Innovationspolitische Ziele

Die Anzahl im Science Citation Index (SCI) aufgelisteter türkischer Publikationen ist seit 2001 stetig gestiegen. Dieses spiegelt zwar den weltweiten Trend wieder, die Anzahl türkischer Publikationen zeigt allerdings eine wesentlich höhere Dynamik.

Die türkische Regierung hat im Jahr 2008 Steuererleichterungen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen bis Ende 2023 beschlossen. Dadurch sollen innovative und anwendungsnahe Forschung sowie um eine zügige Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte gefördert werden. Die Steuerbefreiungen sind abhängig von der Größe der Einrichtungen und beinhalten Freibeträge für Forschungsausgaben sowie Begünstigungen für Personalausgaben.

Die türkische Regierung übernimmt ebenso, über TÜBİTAK, Kosten für internationale Patentanmeldungen. Im Jahr 2008 wurden die Kosten von über 1000 Patenten übernommen. Das türkische Patentamt ist seit 2000 Mitglied der Europäische Patentorganisation (EPO).

Die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Bildung und Forschung und dem türkischen Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie, die durch das Deutsch-Türkische Jahr der Forschung, Bildung und Innovation 2014 deutlich intensiviert wurde, vereinbarte insbesondere die Förderung bilateraler Innovationsvorhaben. Entsprechend wurde im Ideenwettbewerb hierauf eine besondere Aufmerksamkeit gelegt und auf der Eröffnungsveranstaltung am 23. Januar 2014 die Neuauflage der 2+2 Bekanntmachung verkündigt.

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