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EU-Projekt FOODSEG: Die Lebensmittelkette durch engere Zusammenarbeit stärken

Das von der EU geförderte Projekt FOODSEG versucht durch die Koordination verschiedener Projekte, Programme und Politiken eine effektive Verbesserung der Lebensmittelkette herbeizuführen. Von deutscher Seite sind an dem Projekt neben der CentMa und der eurofins GmbH die Freie Universität Berlin sowie der Verein zur Förderung des Technologietransfers an der Hochschule Bremerhaven e. V. beteiligt.

Obwohl in der EU die strengsten Lebensmittelvorschriften weltweit gelten, ist die Lebensmittelkette auch weiterhin nicht vor Krankheiten und anderen Gefährdungen gefeit. Die Verbreitung von Fachwissen und die Durchsetzung bewährten Verfahren sind wirksame Mittel, um sicherzustellen, dass jede mögliche Schwachstelle in dieser Kette so schnell und effektiv wie möglich beseitigt werden kann.

Das EU-finanziertes Projekt FOODSEG befasst sich mit dieser Problematik und versucht einen effizienteren Wissenstransfer zwischen den Experten entlang der gesamten Nahrungskette weltweit zu erreichen. Das Projekt startete im Juli 2011 mit einem Konsortium von 35 internationalen Partnern, um Informationen zu Themen wie Salmonellen-, Listerien-, BSE- und E. Coli-Ausbrüchen auszutauschen.

Das ultimative Ziel des dreijährigen Projekts ist eine deutliche Verbesserung der Qualität sowie die Umsetzung der bestehenden Forschungsergebnisse über die gesamte Kette, angefangen bei Rohstoffen und Futtermitteln bis hin zum Endprodukt.

Dieses Ziel soll auf verschiedene Weise erreicht werden. Zunächst wurden Expertenarbeitsgruppen gebildet, die die Forschungsaktivitäten koordinieren und politischen Entwicklungen auf EU-Ebene unterstützen sollen. Diese werden zur Identifizierung der Forschungsagenden für zukünftige Verbundforschung auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit und -qualität entlang der gesamten Lebensmittelkette beitragen.

Das Konsortium hat mit mehreren EU-Technologie-Plattformen kooperiert und insbesondere zu denjenigen beigetragen, bei denen das Thema Lebensmittelsicherheit auf der strategischen Forschungsagenda steht. Dazu gehören "Food for Life", "Pflanzen für die Zukunft" , "Globale Tiergesundheit", "Nachhaltige Zucht und Vermehrung" sowie "Wasserversorgung und Abwassertechnologie".

Zudem wurden drei Symposien veranstaltet, um verstärkt Experten aus den Mitgliedstaaten und den assoziierten Ländern einzubeziehen und Forschungsergebnisse über eine Onlineplattform zu verbreiten. Weiterhin wurde ein Forscheraustauschprogramm eingerichtet.

FOODSEG unterscheidet sich von anderen EU-Projekten, da es sich um eine Koordinierungs- und Unterstützungsaktion handelt. Es betrifft nicht die Forschung an sich, sondern die Vernetzung von Projekten, Programmen und Politiken. Es ist auch zukunftsorientiert, da es eine Onlineplattform mit Beispielen für bewährte Verfahren und einen Plan für die Vorbereitung künftiger Maßnahmen einrichten möchte.

Das FOODSEG-Projekt wird mit 999 915 EUR an EU-Mitteln gefördert und endet 2014. Das Netzwerk von FOODSEG umfasst bestehende europäische und internationale Konsortien aus allen EU-Ländern sowie aus Serbien, Ägypten und Vietnam.

Quelle: CORDIS - Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Ägypten Serbien Vietnam Themen: Lebenswissenschaften Engineering und Produktion Sicherheitsforschung

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