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EU-Projekt TwinVECTOR: Europäische Kompetenzbündelung bei der Entwicklung von Weltklasse-Batterien der nächsten Generation

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Neue Batterietechnologien, die erschwinglich und über den gesamten Lebenszyklus nachhaltig sind, sind von entscheidender Bedeutung, um die Ziele des europäischen Green Deals zu verwirklichen. Im Rahmen des EU-Projekts TwinVECTOR soll das Exzellenzzentrum an der Tomas-Bata-Universität (TBU) in Zlin, Tschechien, mit Unterstützung der Konsortialpartner fachlich und institutionell ausgebaut werden, sodass sich multidisziplinäre, nationale und internationale Projektteams vernetzen, Synergien schaffen und an der Weiterentwicklung von Batterie-Energiespeichertechnologien zusammenarbeiten. Die EU fördert das kürzlich gestartete Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren mit 1,3 Millionen EUR. An dem Projekt beteiligen sich unter der Koordination der Tomas-Bata-Universität fünf Partner aus Tschechien, Deutschland, Finnland und Österreich.

Die Nachfrage nach Batterien wächst rasch und dürfte bis 2030 um das 14-fache gegenüber 2018 steigen. Nach den Vorgaben aus Brüssel müssen Batterien, die in der EU eingesetzt werden, unter anderem eine hohe Ladedichte und -kapazität haben, sowie kostengünstig, langlebig, sicher und wiederverwendbar sein. Zudem müssen sie nachhaltig produziert und mit möglichst geringen Umweltauswirkungen aus Materialien hergestellt werden, die unter vollständiger Einhaltung sozialer und ökologischer Standards gewonnen wurden.

Durch Vernetzung zur Spitzenleistung

Dieser Herausforderung stellt sich das Konsortium des EU-Projekts TwinVECTOR und baut gemeinsam das Exzellenzzentrum an der TBU weiter aus. Durch die Vernetzung mit internationalen Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft soll ein Wissenspool für neue Batterie-Energiespeichertechnologien entstehen, und zwar vom Labor bis zum Markt. Dabei geht es um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion von Batterie-Energiespeichersystemen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Batterien sollen eine höhere Energiedichte haben bei gleichzeitig geringeren Kosten und einer höheren Nachhaltigkeit bei der Produktion. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung nachhaltiger (zum Beispiel erneuerbarer oder biobasierter) Materialien für Lithium-Ionen-Batterien. Um die TBU in ihrer Forschungsaktivität zu stärken, bringen die Projektpartner ihre unterschiedliche Expertise ein: So unterstützt das VTT Technical Research Centre of Finland Ltd (VTT, Finnland) mit seinem Fachwissen in der Materialentwicklung das Konsortium, während das Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Deutschland) seine Kompetenz im Bereich Lebenszyklusanalyse und das AIT Austrian Institute of Technology (AIT, Österreich) seine Expertise in Energiespeichersystemen einbringen.

Stärkung der Forschungskapazitäten durch institutionelle Zusammenarbeit

TwinVECTOR wird im Rahmen des sogenannten "Twinning"-Förderschemas der EU gefördert, das die institutionelle Zusammenarbeit und den Austausch von "Best Practices" zwischen den öffentlichen Verwaltungen der EU-Mitgliedstaaten und der begünstigten Länder oder Partnerländer unterstützt. In diesem Rahmen möchte das TwinVECTOR-Konsortium das Thema der Batterieentwicklung und -produktion multidisziplinär angehen und nationale und internationale Projektteams aus Wissenschaft und Industrie aus den Bereichen Chemie, Elektronik, Automobil und darüber hinaus zusammenbringen.

Durch diese Bündelung von Forschungskapazitäten sollen neue Forschungsideen entstehen, die sich in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Konferenzen, internationaler Vernetzung, EU-Projekten und letztendlich neuen Produkten am Markt widerspiegeln. Zudem soll ein Austausch zwischen den einzelnen Partnerinstitutionen entstehen, um einerseits das Forschungsprofil der einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der TBU zu schärfen, und andererseits die Kenntnisse des administrativen Personals auszubauen. So sollen Workshops unter anderem zum Thema EU-Forschungsförderung organisiert werden, bei denen es, zum Beispiel, um das Schreiben von EU-Anträgen und EU-Projektmanagement-Aufgaben geht. Darüber hinaus sollen auch Schulungen zu methodologischen Trends (wie zum Beispiel Ökobilanz und Techno-Ökonomie) in den einzelnen Forschungsbereichen der Konsortialpartner stattfinden. In allen Fragen zur Forschungsförderung unterstützt der Projektpartner Bayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR) mit seiner Expertise.

Quelle: Bayerische Forschungsallianz Redaktion: von Franziska Schroubek, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Finnland Österreich Tschechische Republik Themen: Energie Engineering und Produktion Physik. u. chem. Techn. Umwelt u. Nachhaltigkeit

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