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Portugals EU-Ratspräsidentschaft: Förderung von Synergien, kollaborativer Forschung und Forschungskarrieren

Berichterstattung weltweit

Zu Beginn des neuen Jahres hat Portugal die EU-Ratspräsidentschaft für sechs Monate übernommen. Manuel Heitor, Portugals Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, stellt in einem eigenen Beitrag auf dem Portal Science|Business die zukünftigen Prioritäten und Ziele für Forschung und Innovation vor.

Die dargestellten Ziele orientieren sich im Wesentlichen an dem Trioprogramm des Rates der Europäischen Union, welches auch für die zuvor von Deutschland geführte EU-Ratspräsidentschaft und die folgende Übernahme von Slowenien gilt, sowie an der Empfehlung der Europäischen Kommission zum neuen Europäischen Forschungsraum von September 2020 und den Ratsentscheidungen von Dezember 2020. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Unterstützung von Forschungskarrieren und -kooperationen sowie der Pandemiebekämpfung und der Erholung Europas von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie.

Neben der Weiterführung und Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums wird unter Portugals Präsidentschaft das EU-Förderprogramm „Horizont Europa“, das Nachfolgeprogramm von Horizont 2020, gestartet. Ein konkretes Ziel ist es, die Vorgabe zu erfüllen, Europas Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

Manuel Heitor betont in seinem Beitrag die Bedeutung von Synergien zwischen Wissenschaft und Beschäftigung, da Innovationen neue Märkte schaffen und den wirtschaftlichen Aufschwung Europas unterstützen könnten. Er empfiehlt, Kooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen zu stärken und Synergien zwischen nationalen und europäischen Förderprogrammen und -organisationen zu nutzen.

Hierfür sollen Landesgrenzen überwunden und offene und kollaborative Forschung weiter gefördert werden. Insbesondere bei großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Krebsforschung oder der Lebensmittelversorgung, Forschungsbereichen wie der Quantenphysik oder den Nanowissenschaften oder wie im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie deutlich wurde, spiele die interdisziplinäre Zusammenarbeit über öffentliche und private Institutionen hinweg eine wichtige Rolle.

Des Weiteren bekräftigt Heitor die Notwendigkeit die Forschungstätigkeit zu professionalisieren und die Bedingungen für Forschende in der EU zu verbessern. So sollte beispielsweise der Europäische Forschungsrat weiter gestärkt werden, um eine besser koordinierte Rekrutierung zwischen den EU-Mitgliedstaaten und Entwicklungsprogramme für Forschungslaufbahnen zu fördern. Heitor führt eine Reihe von Maßnahmen auf, mit denen Förderorganisationen, Forschungs- und Technologieinstitutionen, Hochschulen, Unternehmen und Stiftungen zur Zielerreichung beitragen können. Dazu zählt beispielsweise die systematische Verbesserung von Mechanismen zur Rekrutierung, Vergütung und Beurteilung in europäischen Forschungseinrichtungen.

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Quelle: Science|Business Redaktion: von Anna März, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Portugal Themen: sonstiges / Querschnittsaktivitäten Strategie und Rahmenbedingungen

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