StartseiteLänderEuropaEuropa: Weitere LänderBiodivProtect: Transformatives Wildtiermanagement in gemeinsam genutzten und geschützten Mehrnutzungs-Landschaften in Europa (TransWILD)

BiodivProtect: Transformatives Wildtiermanagement in gemeinsam genutzten und geschützten Mehrnutzungs-Landschaften in Europa (TransWILD)

Laufzeit: 01.04.2023 - 31.03.2026 Förderkennzeichen: 16LW0318
Koordinator: Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften

TransWILD verfolgt einen transdisziplinären Ansatz, der Wildtierökologie und Nachhaltigkeitswissenschaft sowie Akteure in Fallstudienregionen mit unterschiedlichem Schutzstatus (UNESCO-Biosphärenreservate, Nationalparks, Umgebung) über wichtige terrestrische Ökoregionen in Europa hinweg verbindet. Für diesen Zweck wird eine Reihe von Methoden entlang von drei Forschungsclustern eingesetzt: (i) Wildtierökologie (u. a. auf maschinellem Lernen basierende Analyse der Wildtierüberwachung und neu erhobener Daten, räumlich-explizite Analyse und Modellierung von Nutzen und Kosten für wildlebende Tiere, um räumlich-zeitliche Muster sowie die Rolle der Landschaftsstruktur und der Landnutzungsvielfalt zu identifizieren); (ii) Nachhaltigkeitswissenschaft (u. a. Situationsanalyse von Stakeholdern, Rollen, Normen, Prioritäten und relationalen Werten, Quantifizierung von Ökosystemleistungen und -disservices, Bewertung der Kostenwirksamkeit, Akzeptanz und Nachhaltigkeit aktueller und neuartiger Bewältigungsstrategien und -modi der Mensch-Wildtier-Governance, z. B. Stewardship oder Konvivialität); und (iii) Transdisziplinäre Integration von akademischem und Stakeholder-Wissen (u. a. partizipative Co-Entwicklung und Bewertung zukünftiger Mensch-Wildtier-Koexistenzszenarien, ausgewählte Experimente mit gemeinsam entworfenen Bewältigungsstrategien) und deren Verallgemeinerung und Upscaling. Es wird erwartet, dass der kombinierte Einsatz dieser Methoden das Wissen über ein effektives und integratives Management der biologischen Vielfalt von Wildtieren und Pflanzen in Europa erheblich verbessern wird, einschließlich fallspezifischer und allgemeiner Bedingungen, die für den Schutz wild lebender Arten und gemeinsam genutzter Landschaften in ganz Europa förderlich oder einschränkend sind, über die Rolle der derzeitigen und alternativen Wildtierpolitik und Governance-Modi und Managementpraktiken sowie über Nachhaltigkeitsauswirkungen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Bulgarien Spanien Italien Norwegen Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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