StartseiteLänderEuropaFinnlandEuropäisches Holzenergie-Projekt im Donauraum mit deutscher Beteiligung gestartet

Europäisches Holzenergie-Projekt im Donauraum mit deutscher Beteiligung gestartet

Gas, Öl und Braunkohle sind in Osteuropa weit verbreitet. Effiziente Energiegewinnung aus Holz hingegen steckt noch in den Kinderschuhen. Die regionale Vermarktung und die eigene Versorgung mit Energieholz in Ländern Südosteuropas ist das Ziel eines neuen Projektes „BioRES–Sustainable Regional Supply Chains for Woody Bioenergy“, das im Rahmen des EU-Programmes für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ durchgeführt wird.

Unter den insgesamt neun Projektpartnern aus sieben Ländern sind mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die das Vorhaben koordiniert, und dem bayerischen Marketing- und Energienetzwerk C.A.R.M.E.N auch deutsche Partner vertreten. Kern des innovativen Projektansatzes ist die Etablierung von Biomassehöfen in Serbien, Kroatien und Bulgarien. Diese fungieren als regionale Zentren, die für die Vermarktung und den Vertrieb von nachhaltig erzeugten Holzenergieerzeugnissen wie zum Beispiel Holzpellets oder Hackschnitzel sorgen. Das EU-Projekt unterstützt mit Marktstudien und Businessplänen und hilft dabei, Investoren zu finden. Darüber hinaus bringt es Produzenten und potentielle Abnehmer zusammen und macht effiziente Holzenergienutzung in der Öffentlichkeit bekannt. Es ist ein Modell, das in anderen Ländern, beispielsweise in Süddeutschland, bereits gut funktioniert. Daher ist der Austausch von Wissen und Best Practices über Grenzen hinweg von großer Bedeutung.

Weitere Partner sind der Europäische Biomasse-Dachverband (AEBIOM), Biomasseverbände in Serbien und Bulgarien, Energieagenturen in Kroatien und Slowenien, das finnische Forschungsinstitut Luke und die Landwirtschaftskammer Steiermark. Das BioRES-Projekt ist verknüpft mit einem von der GIZ in Serbien durchgeführten Programm der Deutschen Klimatechnologie Initiative zur Entwicklung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes.

Als ein weltweit agierender Dienstleister für internationale Zusammenarbeit mit Projekten  und Netzwerken in mehr als 130 Ländern ist die GIZ ein etablierter Partner im Bereich Wissenschaftskooperationen. Gemeinsam mit deutschen und europäischen Wissenschaftsorganisationen und Kompetenzzentren setzt das Bundesunternehmen grenzüberschreitende Innovationsprojekte mit besonderem Fokus auf die Vernetzung von Forschung und Praxis um.

Kontakt:

Stefan Essel,
GIZ-Landesbüro Bayern
E-Mail: stefan.essel(at)giz.de

Thomas Michel,
GIZ-Landesbüro Serbien
E-Mail: thomas.michel(at)giz.de 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Redaktion: Länder / Organisationen: Bulgarien Deutschland Finnland Kroatien Österreich Serbien Slowenien Themen: Energie Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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