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Frankreich will die Rahmenbedingungen für internationale Studierende verbessern

Berichterstattung weltweit

Das Studieren in Frankreich soll für internationale Studierende attraktiver werden. Dafür werden nun 152 konkrete Projekte französischer Hochschulen vom Staat gefördert.

Das französische Ministerium für Hochschulbildung, Forschung und Innovation MESRI (Ministère de l’enseignement supérieur, de la recherche et de l’innovation) fördert 152 Projekte französischer Hochschulen, durch die diese ihren internationalen Studierenden bessere Rahmenbedingungen bieten wollen. Die Einrichtungen erhalten dafür insgesamt fünf Millionen Euro vom Staat.

82 Hochschulen hatten sich mit 178 Projekten um die Förderung im Rahmen der französischen Internationalisierungsstrategie „Willkommen in Frankreich“ (Bienvenue en France) beworben. Eine Jury aus Vertretern des MESRI, der Internationalisierungsagentur Campus France, der Hochschulrektorenkonferenz CPU (Conférence des présidents d’université), der Vereinigung der französischen Ingenieurhochschulen CDEFI (Conférence des directeurs des écoles françaises d’ingénieurs), der Konferenz der Grandes Écoles CGE (Conférence des grandes écoles) und der Studierenden hatten die Auswahl getroffen.

Die Projekte widmen sich einer der folgenden Thematiken:

  • Patenschaftsprogramme von Studierenden für Studierende
  • Französisch-Sprachkurse und Angebote für geflüchtete Studierende
  • Lehrangebote in einer Fremdsprache

Einige Beispiele: Der Hochschulverbund Université Saclay startet ein eigenes „Buddy Program“ für seine internationalen Studierenden. Die Universität Paris 13 programmiert einen „Online Welcome Desk Paris Region“ als zentrale Anlaufstelle für alle internationalen Studierenden, die nach Paris und Umgebung kommen – parallel zum bereits existierenden Vor-Ort-Angebot in der Cité internationale universitaire de Paris. Die Universität Bordeaux entwickelt einen Onlinekurs zur sprachlichen und interkulturellen Vorbereitung (MooFLE) eines Frankreichaufenthalts. Sie kooperiert dabei mit dem Sozialunternehmen Wintegreat, das Geflüchtete dabei unterstützt, ihr im Heimatland begonnenes Studium abzuschließen.

Wie die zuständige Ministerin Frédérique Vidal mitteilte, haben zudem 25 Hochschulen, die sich besonders für ihre internationalen Studierenden engagieren, das „Bienvenue en France“-Label erhalten. Sie erfüllen nach Prüfung durch Campus France die Qualitätskriterien für die Betreuung internationaler Studierender in den Bereichen: Qualität und Verfügbarkeit von Informationen; Willkommens-Strukturen; Lehrangebot; Unterbringung; Campus-Leben; Alumni-Betreuung. Zu den Ausgezeichneten gehören beispielsweise die Universitäten Aix-Marseille und Strasbourg, die Managementhochschule Institut Mines-Télécom Business School oder die Hochschule für angewandte Elektrotechnik ENSEA (École Nationale Supérieure de l’Électronique et de ses Applications). Das Label gilt für vier Jahre.

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Quelle: MESRI Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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