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G7-Hochschulallianz verabschiedet gemeinsame Erklärung

Berichterstattung weltweit

47 Hochschulen aus aller Welt wollen gemeinsam zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen. Dafür verabschiedeten sie im Rahmen des U7+-Gipfels konkrete Vereinbarungen.

Frankreich hat im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft sieben zivilgesellschaftliche Allianzen ins Leben gerufen, um das G7-Format zu erweitern. Dazu gehört auch ein internationales Hochschulbündnis, die „University7“-Allianz (U7+), mit dem die Rolle von Hochschulen bei der Bewältigung globaler Herausforderungen gestärkt werden soll.

Am entsprechenden Gipfeltreffen in Paris am 9. und 10. Juli 2019 nahmen mehr als 45 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus 18 Ländern und fünf Kontinenten teil. Gastgebende Hochschule war die Sciences Po Paris und 13 französische Hochschulen bildeten den Lenkungsausschuss.

47 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten verabschiedeten sechs gemeinsame Verpflichtungen zu folgenden, im Vorfeld identifizierten, fünf globalen Herausforderungen:

  • die Schlüsselrolle der Universitäten in einer globalen Welt
  • Klimawandel und sauberere Energie
  • Ungleichheit und polarisierte Gesellschaften
  • technologische Transformationen
  • gesellschaftliches Engagement und Wirkung

Den Verpflichtungen wurden konkrete Handlungsziele zugeordnet, denen sich jeweils unterschiedlich viele Hochschulen angeschlossen haben. So hält eine Verpflichtung beispielsweise fest, dass Hochschulen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung des Klimawandels spielen und dabei auch eine Vorbildfunktion haben sollten. Um das umzusetzen, wollen unter anderem 18 Hochschulpräsidenten unter der Federführung der Universitäten Edinburgh und Toronto die Energieeffizienz in ihren Einrichtungen erhöhen und CO2-Emissionen beispielsweise über eine umweltfreundlichere Reisepolitik senken. Eine weitere Verpflichtung beschreibt, dass die Hochschulen interdisziplinäre Forschung und Lehre fördern wollen, um zur Lösung komplexer globaler Probleme beizutragen. 29 Hochschulen haben sich dafür unter der Federführung des University College London verpflichtet, gemeinsam interdisziplinäre und disziplinenüberschreitende Forschungsprojekte in Bereichen der UN-Entwicklungsziele auf den Weg zu bringen, insbesondere zu Gesundheit und Ernährung, Klima- und Energiewandel, Nachhaltigkeit sowie Chancengleichheit.

Die Hochschulen werden ihre Vereinbarung den Staats- und Regierungschefs beim kommenden G7-Gipfel Ende August 2019 in Biarritz vorgelegen. Der U7+-Gipfel soll jedes Jahr stattfinden.

Aus Deutschland unterzeichneten die Leitungen der Universitäten Heidelberg und Mannheim sowie der TU München und der Freien Universität Berlin die Erklärung.

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Quelle: Educpros.fr, U7-Allianz Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich G7/G8 - G20 Global Themen: Bildung und Hochschulen Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit

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