StartseiteLänderEuropaPolenEuropäische Union fördert Einrichtung eines internationalen Masterprogramms zu angewandter Ökohydrologie an der TH Lübeck

Europäische Union fördert Einrichtung eines internationalen Masterprogramms zu angewandter Ökohydrologie an der TH Lübeck

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Europäische Union (EU) unterstützt die Einrichtung eines neuen internationalen Masterstudiengangs an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck und an Partnerhochschulen in Belgien, Polen und Portugal mit 4,4 Mio Euro. Der Studiengang namens „Master in Applied Ecohydrology“ (MAEH) zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er die Naturwissenschaft, das Ingenieurwesen und das Management von Gewässern zusammenführt und integriert.

Die Förderung erfolgt aus dem EU-Programm Erasmus Mundus mit insgesamt 4,4 Millionen Euro und ist für vier Jahre vorgesehen. In der Förderung sind eine einjährige Vorbereitung und die 3-jährige Anlaufphase des Studienganges mit 15 Stipendien enthalten. Das Programm Erasmus Mundus zielt darauf, dass Verbünde europäischer Hochschulen gemeinsame Masterprogramme entwickeln, durch die exzellente internationale Studierende in Europa Masterabschlüsse zu zukunftsweisenden Themen absolvieren können.

Ab sofort können sich Studierende, die über nachweislich sehr gute Leistungen in ihrem bisherigen Bachelorstudium mit besonderem fachlichen Bezug zum Wasser, in der Gewässerökologie, der Hydrologie, dem Bau- oder Umweltingenieurwesen und über gute Englischkenntnisse verfügen, für den neuen internationalen Masterstudiengang bewerben.

Das internationale Projektkonsortium läutetete die Bewerbungsphase mit dem Start ihrer Webseite Anfang Dezember 2020 ein. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2021. Bis spätestens Mitte April 2021 erfahren die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidat über ihre Annahme in das europäische Masterprogramm, das im Herbst 2021 in Portugal startet.

Die Studierenden erwartet ein vielfältiges, internationales 4-semestriges Studium. Der Studiengang beruht auf vier bestehenden Programmen, die allesamt an den beteiligten Partnerhochschulen/ Universitäten Algarve (Portugal), Antwerpen (Belgien), Lodz (Polen) und Lübeck verstetigt sind. Im neuen internationalen Masterprogramm werden nach der Anlaufphase bis zu 25 Studierende zugelassen. An dem Programm können Studierende auch eigenfinanziert teilnehmen.

Durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und dem internationalen Programm für Hydrologie (IHP) der UNESCO, die das Programm mit Referenten von UNESCO Zentren aus der ganzen Welt unterstützt, entstehen bereits während des Studiums Kontakte zum späteren internationalen Arbeitsmarkt in der Wasserwirtschaft und Wasserforschung.

Die Studierenden des MAEH beginnen ihr Studium in der Küstenstadt Faro im südlichen Portugal an der Universität Algarve. Dort erhalten sie die naturwissenschaftlichen Grundlagen am UNESCO-Lehrstuhl für Gewässerökologie. Im zweiten Semester vertiefen sie die ingenieurhydrologische Anwendung der erlernten gewässerökologischen Grundlagen an der TH Lübeck und erlernen den Transfer in die Praxis. Nach einem intensiven einmonatigen Geländepraktikum am Europäischen Zentrum für Gewässerökologie der polnischen Universität Lodz, werden im dritten Semester die Prinzipien eines nachhaltigen und integrierten Wassermanagements an der Universität Antwerpen in Belgien vermittelt. Die abschließende Masterarbeit kann an einer der vier beteiligten Hochschulen geschrieben werden. Der Masterabschluss wird von allen beteiligten Hochschulen gemeinsam verliehen.

Der neue europäische Studiengang MAEH ist eng mit dem bestehenden englischsprachigen Masterstudiengang „Water Engineering“ (WEM) des Fachbereichs Bauwesen der TH Lübeck verbunden. Die Veranstaltungen des zweiten Semesters werden von Studierenden des WEM und des MAEH gemeinsam besucht. Darüber hinaus haben die WEM-Studierenden die Möglichkeit, ein ERASMUS-Austauschsemester an einer der MAEH-Partnerhochschule zu verbringen.

Quelle: Technische Hochschule Lübeck via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Belgien Polen Portugal EU Themen: Bildung und Hochschulen Engineering und Produktion Umwelt u. Nachhaltigkeit

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