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Neues EU-Projekt: Stadtnahe Freiflächen erhalten

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) koordiniert das neue Interreg-Europe-Projekt "RENATUR". Gemeinsam mit sechs weiteren Partnern in Europa möchte das Projekt auf die Bedeutung von Freiflächen an den Stadträndern aufmerksam machen und vorhandene Politikinstrumente weiterentwickeln, die eine grüne Infrastruktur fördern und die biologische Vielfalt stärken.

Europaweit wachsen Großstädte, während das Land verlassen wird. Damit einher geht ein Verlust von Freiflächen in den Städten, aber auch am Stadtrand, etwa durch Kläranlagen, Industriegebiete oder Einkaufscenter. Das schadet nicht nur der biologischen Vielfalt und der Luftqualität in den Städten und im stadtnahen Umland, sondern verringert auch die Lebensqualität der Bewohner.

Dr. Marcin Spyra vom Institut für Geowissenschaften und Geografie der MLU und Leiter des Projekts sagte:

"Mit dem Projekt RENATUR möchten wir Bewusstsein für die vielfältige Bedeutung von stadtnahen Freiflächen für Mensch und Natur schaffen."

RENATUR – Improving regional policies to better protect natural heritage of peri-urban open spaces hat daher zum Ziel, diese Flächen als Naturerbe zu erhalten und Politikinstrumente zum Schutz der stadtnahen Natur weiterzuentwickeln. Damit soll der Verlust der Artenvielfalt und die Versiegelung verringert werden. Außerdem soll einer Zerstückelung von Ökosystemen entgegengewirkt werden. Die grüne Infrastruktur soll Teil der Stadtplanung werden. In den Prozess sollen auch politische Akteure und Anwohner einbezogen werden.

Das interdisziplinäre Projekt ist im November mit einem Kickoff-Meeting mit den Projektpartnern aus Belgien, Deutschland, Polen, Slowenien, Spanien und Ungarn gestartet. Neben Universitäten sind auch Agenturen für Landentwicklung und regionale Entscheidungsträger wie das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt beteiligt.

Über einen Zeitraum von vier Jahren stellt der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung für das Projekt insgesamt 1,27 Millionen Euro bereit. Die MLU erhält mit fast 380.000 Euro den größten Anteil der Fördergelder.

Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg via IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Belgien Polen Slowenien Spanien Ungarn EU Themen: Geowissenschaften Umwelt u. Nachhaltigkeit

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