StartseiteLänderEuropaRusslandZusammenfassungÜberblick zur Kooperation mit Deutschland

Überblick zur Kooperation mit Deutschland: Russland

  1. Historie und Stellenwert
  2. Programmatik
  3. Einrichtungen vor Ort

Historie und Stellenwert

Für Russland hat die Zusammenarbeit mit Deutschland in Bildung, Forschung und Entwicklung (FuE) einen herausragenden Stellenwert. Insbesondere ist Deutschland für russische Studierende ein attraktiver Studienort. Als Zielland für russische Studierende (Rang 1) wie auch als Ko-Publikationsland für wissenschaftliche Veröffentlichungen (Rang 2) platziert sich Deutschland ganz oben (siehe Überblick zur internationalen Kooperation). Aus deutscher Perspektive stellen russische Studierende nach China und Indien die drittgrößte Gruppe an internationalen Studierenden in Deutschland; In Bezug auf die Anzahl der DAAD-Förderungen belegen russische Studierende sogar den Spitzenplatz.

Die deutsch-russische Wissenschaftskooperation kann auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Zu den Gründervätern der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAW) im 18. Jahrhundert gehörte der deutsche Philosoph und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz. Ein prominentes Beispiel für einen russischen Wissenschaftler, der früh den Sprung nach Deutschland wagte, ist der Physiker Abram Fjodorowitsch Joffe (Ioffe). 1902 wurde er der Assistent Wilhelm Röntgens und schloss 1905 seine Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München ab, bevor er seine wissenschaftliche Karriere erfolgreich in Russland fortsetzte. Auch die deutsch-russische Technologiekooperation von Unternehmen hat eine lange Tradition (siehe Projekt „Die Russlandmeister“). Unternehmen wie Siemens entwickeln heute z.B. Technologien weiter, um Bahntechnik an die russischen Klimabedingungen anpassen. Seit 2014 kann die Technologiekooperation mit Russland in einzelnen Fällen Sanktionen unterliegen (siehe vorheriger Abschnitt).

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Programmatik

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das russische Bildungsministerium (russischer Internetauftritt) arbeiten seit dem Jahr 2001 im Bereich der beruflichen Bildung zusammen. Regelmäßig finden Treffen der deutsch-russischen Arbeitsgruppe statt, zuletzt im August 2019. Deutschland beteiligt sich über das am Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) angesiedelte German Office for International Cooperation in Vocational Education und Training (BIBB-GOVET Russland) an der Kooperation. In den vergangenen Jahren standen zentrale Themen wie die Berufsorientierung von jungen Menschen, Entrepreneurship, die Entwicklung unabhängiger Prüfungsverfahren oder die Stärkung der Praxisorientierung in der Berufsausbildung im Fokus. Diese Themen leisten nicht nur einen Beitrag für die gemeinsame Zusammenarbeit, sondern dienen der Reflektion der eigenen Bemühungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.In der ersten Hälfte 2020 wird das deutsch-russische Handbuch der Berufsbildungszusammenarbeit veröffentlicht. Wesentliche Inhalte sind die Darstellung der Akteurslandschaft, Best-Practice-Beispiele und allgemein die Entwicklungen seit Einführung der deutsch-russischen Arbeitsgruppe. Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) unterstützt die Vorhaben, indem ausgewählte Mitgliedsunternehmen Pilotprojekte durchführen.

Grundlage für die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ) ist das Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation von 2009, welches das 1987 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Bundesregierung und der Regierung der Sowjetunion ersetzt hat. Ergänzend gibt es eine Reihe von Fachvereinbarungen, so z.B. zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Laserforschung und der Lasertechnik sowie Optischen Technologien und auf dem Gebiet der Meerers- und Polarforschung. Die Federführung liegt beim BMBF.

Mit Hilfe von unilateralen Fördermaßnahmen (WTZ-Bekanntmachung) zur Vorbereitung von Kooperationen im Bereich der angewandten FuE, zur Vernetzung von Forschungsvorhaben sowie zur Entwicklung nachhaltiger Forschungspartnerschaften im Hinblick auf eine spätere Förderung durch BMBF-Fachprogramme oder das Forschungsrahmenprogramm der EU wurden zwischen 2015 und 2020 über 70 bilaterale Projekte zu den Themen Gesundheitsforschung, Umwelttechnologie, Biochemie sowie Geistes- und Sozialwissenschaften abgeschlossen.

Im Dezember 2018 wurde die Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation in Moskau unterzeichnet, die strategische Orientierung für die bilaterale Kooperation in diesen Bereichen für die nächsten zehn Jahre bietet (Vgl. Pressemitteilung und Roadmap-Dokument). Die Roadmap setzt dabei neue Maßstäbe in der deutsch-russischen Bildungs- und Forschungszusammenarbeit, denn erstmalig wurde eine solche, auf zehn Jahre angelegte Strategie gemeinsam erarbeitet. Dabei haben beide Ministerien die deutschen und russischen Forschungs-, Förder- und Mittlerorganisationen von Anfang an umfassend beteiligt. In der Roadmap werden in den kommenden zehn Jahren vier Schwerpunkte, so genannte „Säulen“, in der Zusammenarbeit gesetzt: So soll die gemeinsame Spitzenforschung im Bereich der „Großen Forschungsinfrastrukturen“ zur physikalischen Grundlagenforschung (Säule I) als auch in gemeinsam festgelegten, weiteren thematischen Prioritäten (Säule II) gefördert werden. Eine dritte Säule bildet das Young Talent Programme. Mit ihm sollen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und die Mobilität von Forschenden, Studierenden und Auszubildenden gesteigert werden. Zudem wollen beide Länder in Säule IV den Transfer von Forschungsergebnissen durch Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und durch Kommunikation in die Gesellschaft erhöhen.

Weitergeführt wird auch das ERA.Net RUS Plus als bewährtes multilaterales EU-Instrument (siehe unter Überblick zur internationalen Kooperation). Aktuell werden über dieses ERA.Net, dem Nachfolger des vorhergehenden ERA.Net RUS (2009-2014), bereits 22 multilaterale Projekte mit deutscher und russischer Beteiligung gefördert. Aufgrund dieses Erfolges und dem Wunsch der Partner, die Kooperation fortzusetzen, wurde die Laufzeit der Partnerschaft bis mindestens 2023 verlängert verlängert. ERA.Net RUS Plus veröffentlichte im November 2019 eine dritte Förderbekanntmachung.

Am 6. Dezember 2018 wurde das „Deutsch-Russische Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020“ (siehe Webportal) mit einer gemeinsamen Erklärung der deutschen und russischen Außenminister eröffnet. Ziel des Themenjahrs ist es, die Zusammenarbeit in ausgewählten Bereichen zu vertiefen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der bilateralen Beziehungen lenken.

Der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) weist 999 offizielle Kooperationen zwischen Deutschland und Russland aus. 215 deutsche Hochschulen kooperieren mit 255 russischen Hochschulen und 31 sonstigen Einrichtungen (Stand: 08/2020). Die bayerisch-russische Hochschulkooperation wird durch das Bayerische Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST – Russland) an der Universität Regensburg unterstützt.

Internationale Mobilität zwischen Deutschland und Russland wird vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD), der Alexander-von-Humboldt Stiftung (AvH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das ERASMUS Plus-Programm fördert Mobilität in beide Richtungen, auch wenn die Zahlen hier noch verhältnismäßig gering sind. 2019 hat der DAAD unter eigenen Programmen Förderung für einen Aufenthalt in Russland an 1.368 Studierende und Graduierte (inkl. Promovierende, Statusgruppen I-III) und 430 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Hochschullehrkräfte (inkl. Post-Docs, Statusgruppe IV) aus Deutschland vergeben. In den gleichen Kategorien sind die Zahlen in Russland jeweils deutlich höher: 2.355 und 718 Geförderte aus Russland erhielten eine Unterstützung des DAAD, um eine Aktivität im eigenen Land oder einen Auslandsaufenthalt – darunter auch Deutschlandaufenthalte – zu finanzieren. Unter allen Ländern, in die der DAAD Förderungen vergibt, liegt Russland damit an der Spitze.

Die DFG hat Vereinbarungen mit dem Russischen Fonds für Grundlagenforschung (RFBR) und dem Russischen Wissenschaftsfonds  (RSF – Überblick internationale Ausschreibungen) geschlossen, unter denen gemeinsame  Förderbekanntmachungen veröffentlicht werden. Seit 2015 unterstützt die DFG das deutsch-russische Internationale Graduiertenkolleg (IGK) „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität' – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“, das die Kooperation zwischen der Universität Freiburg und der Russian State Universities for the Humanities (RGGU) vertieft (siehe nächster Abschnitt). Eine zweite Förderphase von 2019-23 wurde bewilligt. Die ca. 80 Forschenden erhalten für die Dauer von 9 Jahren ca. 8 Mio. Euro.

Aufgrund der russischen Schwerpunktsetzung auf Forschungsinfrastrukturen ist der wichtigste Kooperationspartner unter den vier großen deutschen Forschungsorganisationen die Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), die bereits 2005 ein eigenes Büro in Moskau eröffnete (inzwischen Teil des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses, DWIH). 2019 hielten sich 362 russische Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei der HGF auf. Die Zusammenarbeit erfolgt insbesondere im Rahmen des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), im Russisch-Deutschen Gemeinschaftslabor am Berliner Speicherring für Synchrotronstrahlung (Bessy II) sowie zukünftig unter FAIR am GSI Helmholtz-Zentrum in Darmstadt (siehe nächster Abschnitt). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arktisforschung, die durch das Alfred-Wegener-Institut (AWI, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung) sowie das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung gemeinsam mit russischen Einrichtungen betrieben wird (vor Ort im im Deutsch-Russischen Otto-Schmidt-Labor, siehe Interview „Forschung auf der Eisscholle - die größte jemals organisierte Arktisexpedition driftet im Nordpolarmeer (AWI/AARI)" sowie das Forscherporträt „Klimawandel im Zeitraffer").

Die HGF führte ab 2016 drei Ausschreibungsrunden mit dem Russischen Wissenschaftsfonds (RSF) zu gemeinsamen Forschungsgruppen durch („Helmholtz-RSF Joint Research Groups“), die weitere Fachgebiete abdecken. Themen waren Biomedizin und  Informationswissenschaften (Überblick Projekte), Klimaforschung und Energiespeicherung und -netze (Überblick Projekte) sowie zuletzt Materialwissenschaften und Struktur und Dynamik von Materie (Überblick Projekte).

Mit 380 russischen Nachwuchs- und Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die sich 2019 bei der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) aufhielten, liegt Russland für die MPG als Herkunftsland noch vor Großbritannien und Frankreich. Die Anzahl der Projektkooperationen ist dagegen mit 94 niedriger.

Obwohl zahlreiche Institute auf der Projektebene Kooperationen mit russischen Partnern durchführen, ist es der Fraunhofer Gesellschaft (FhG) aufgrund der Strukturen der russischen Wirtschaft und des dortigen Innovationssystems nicht gelungen, sich vor Ort als Anbieter für Forschungsdienstleistungen zu etablieren. Daher hat die FhG das 2005 in Moskau eröffnete Vertretungsbüro Ende 2011 wieder geschlossen.

Unter den Instituten der Leibniz-Gemeinschaft pflegt insbesondere das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) die Kooperation mit Russland intensiv (siehe dazu Interview „Nur gemeinsam schaffen wir es").

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Einrichtungen vor Ort

Vor Ort in Deutschland tragen und unterstützen unter anderem in Hamburg und Berlin folgende Einrichtungen die deutsch-russische Kooperation:

  • Im Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg ist seit 2012 das deutsche Büro des Ioffe-Röntgen-Instituts (IRI), das IRI Hamburg Office, angesiedelt. Aufgabe von IRI ist es, die deutsch-russische Kooperation im Kontext großer Forschungsinfrastrukturen zu bündeln. Partner sind auf deutscher Seite die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) sowie auf russischer Seite das Kurtschatow-Institut. Zwischen 2020-24 koordiniert DESY zusätzlich das neue Horizont 2020-Projekt CREMLINplus. Wie schon unter dem Vorgängerprojekt CREMLIN (2015-18) steht die Kooperation zwischen europäischen und russischen Forschungsinfrastrukturen im Mittelpunkt. Unter den 25 Einrichtungen aus der EU bzw. den assoziierten Ländern, die sich an CREMLINplus beteiligen, stellen die 9 deutschen Einrichtungen die größte Ländergruppe. DESY ist zudem Hauptgesellschafter des Europäischen Röntgen-Freie-Elektronen-Laser XFEL (European XFEL), der im September 2017 bei Hamburg den Betrieb aufnahm. Russland ist mit einem Anteil von rund 27 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner bei XFEL. Mit dem Röntgenlaser können Forschende sowie industrielle Anwender Prozesse im Nanokosmos in Echtzeit betrachten.
  • In Berlin ist das staatliche Russische Haus der Wissenschaft und Kultur (RHWK) als Deutschland-Vertretung der Auslandsagentur Rossotrudnichestvo seit 1984 präsent.
  • Das Deutsch-Russische Forum e.V. organisiert über seine Geschäftsstelle in Berlin Dialog und Begegnung zwischen den Gesellschaften beider Länder. Auch Bildungs- und Forschungsthemen werden abgedeckt, so beispielsweise durch den „Deutsch-Russischen Science Slam".
  • Im Russisch-Deutschen Gemeinschaftslabor am Berliner Speicherring für Synchrotronstrahlung (Bessy II) experimentieren seit 2001 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 25 Hochschulen in beiden Ländern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird den Betrieb von Bessy II, das bisher über 650 Publikationen hervorbrachte, bis 2024 fördern. Das Labor wird von einem Konsortium von insgesamt acht deutschen und russischen Forschungsinstitutionen koordiniert, zu denen neben der FU Berlin, der TU Dresden, der TU Freiberg und dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) auf russischer Seite die St. Petersburg State University (SPbU), das Ioffe Institut, das Kurtschatow-Institut, und das Shubnikow Institut für Kristallographie gehören.
  • Das naturwissenschaftliche Exzellenzzentrum German-Russian Interdisciplinary Science Center (G-RISC) mit den Forschungsschwerpunkten Physik, Geophysik, Physikalische Chemie und Mathematik wird seit 2008 von der FU Berlin und der St. Petersburg State University (SPbU) getragen. Der DAAD sowie die beiden Universitäten haben die weitere Unterstützung in einer zweiten Förderphase (2020-24) zugesagt (siehe Forscherporträt „Nachhaltiges Netzwerk für den Wissenschaftsnachwuchs"). Im Rahmen des Wettbewerbs „Russian-German Young Scientist Award“ werden jährliche Auszeichnungen verliehen.
  • Seit 2017 entsteht das neuartige Beschleunigerzentrum zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen (Facility for Antiproton and Ion Research, FAIR) am GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Die im Rahmen von FAIR geplanten Forschungen dienen dazu, die Entwicklungsgeschichte des Universums zu entschlüsseln. Für diese Einrichtung ist Russland mit einem Anteil von 17,4 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner.

Vor Ort in Russland tragen und unterstützen unter anderem folgende Einrichtungen die deutsch-russische Kooperation:

  • Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau (DWIH Moskau), das mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert wird, hat 2009 als erstes von bisher fünf DWIH seine Arbeit aufgenommen. Unter Leitung des DAAD führt es die Aktivitäten von DAAD, DFG, HGF, DHI, der FU Berlin, AvH sowie der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) zusammen.
  • Der DAAD betreibt neben der Außenstelle in Moskau am DWIH drei Informationszentren in St. Petersburg, Nowosibirsk und in Kasan.
  • Das German-Russian Institute of Advanced Technologies (GRIAT) wurde Im September 2014 in Kasan, der Hauptstadt der russischen autonomen Republik Tatarstan eröffnet. Das Projekt wird vom DAAD und der Republik Tatarstan gefördert, um ingenieurwissenschaftliche englischsprachige Masterstudiengänge nach deutschen Standards an der Kazan National Research Technical University (KNRTU-KAI) zu etablieren. Die deutschen Partner sind die Technische Universität Ilmenau, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Technische Universität Kaiserslautern (siehe dazu Interview „Erfolgsmodell GRIAT in Kasan (Republik Tatarstan): Ingenieurstudiengänge nach deutschem Standard").
  • Im November 2019 wurde mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung die langjährige Kooperation zwischen dem BMBF und dem Vereinigten Institut für Kernforschung (Joint Institute for Nuclear Research, JINR) in Dubna wieder aufgenommen, die seit 1991 bestanden, aber seit Ende 2017 geruht hatte. Gegenwärtig kooperieren 64 deutsche Forschungsinstitutionen und Universitäten mit dem Institut, das als internationale Forschungsinfrastruktur seit 1956 aktiv ist.
  • Das russische Büro des Ioffe-Röntgen-Instituts (IRI) ist in Moskau am Kurtschatow-Institut angesiedelt.
  • Das Deutsche Historische Institut (DHI) Moskau wurde im September 2005 gemeinsam von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiiert. Im Jahr 2009 übernahm die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) das Institut in ihre institutionelle Förderung.
  • Das Institut für russisch-deutsche Literatur- und Kulturbeziehungen (IRDLK) an der Russian State University for the Humanities (RGGU) in Moskau wurde von der RGGU, dem DAAD und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum 01. September 2008 eingerichtet.
  • Der DAAD unterstützt an der St. Petersburg State University (SPbU) das Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZDES St. Petersburg) mit Schwerpunkt Sozialwissenschaften (Partner Uni Bielefeld).
  • An der SPbU befindet sich auch das Hauptbüro (s. oben) des German-Russian Interdisciplinary Science Center (G-RISC).
  • Das 1999 gegründete Deutsch-Russische Otto-Schmidt-Labor (Otto Schmidt Laboratory for Polar and Marine Research, OSL) ist am Russischen Arktis- und Antarktis-Institut (AARI) in St. Petersburg angesiedelt. Das OSL bietet eine logistische und wissenschaftliche Basis für bilaterale Projekte und ermöglicht dem russischen wissenschaftlichen Nachwuchs eine adäquate Ausbildung. Der junge Direktor des AARI hat selbst vom Stipendienprogramm profitiert (siehe dazu Forscherporträt „Klimawandel im Zeitraffer"). Deutsche Partner sind das Alfred-Wegener-Institut (AWI) Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

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