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Frankreich: Bau eines Zentrums für Klima- und Umweltwissenschaften

Berichterstattung weltweit

Auf dem Campus Saclay südwestlich von Paris soll bis Ende 2017 mit dem Zentrum für Klima- und Umweltwissenschaften ICE (Infrastructure pour les sciences du climat et de l'environnement) ein neuer Standort für über 320 Klimaforscher entstehen.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeiten bisher an verschiedenen Standorten im renommierten Labor für Klima- und Umweltwissenschaften LSCE (Laboratoire des sciences du climat et de l’environnement), einer institutionenübergreifenden Forschungseinheit (Unité mixte de recherche, UMR) der Behörde für Atom- und erneuerbare Energien CEA (Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives), des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre national de la recherche scientifique) und der Universität Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines. Das LSCE ist unter anderem am IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) beteiligt und steuert die europäische Mess-Infrastruktur ICOS (Integrated Carbon Observation System). Zu den Forschungsfeldern der Einrichtung gehören insbesondere:

  • Die dynamische Veränderung des Klimas und die Evaluierung der Reaktionen von Ökosystemen auf den Klimawandel;
  • Quantifizierung und Verständnis für die Ströme von Treibhausgasen, Aerosolen und reaktiver Gase und ihre Interaktion mit der Festlandoberfläche;
  • Modellierung der Interaktion zwischen Klima und Kreisläufen im zeitlichen Verlauf.

Das neue Zentrum ICE vereint alle Mitarbeiter in einem Gebäude, das nach internationalen Standards gestaltet wird und nicht nur internationale Wissenschaftler sondern auch Unternehmen, insbesondere Startups sowie KMUs, anziehen soll. Klima- und Umweltfragen werden so zu einer der Prioritäten des Saclay-Plateaus und sollen zu seiner Sichtbarkeit in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft beitragen.

Der Bau wird 36 Millionen Euro kosten, davon stammen zehn Millionen Euro aus dem Programm für Zukunftsinvestitionen PIA (Programme d’investissements d’avenir). Weitere zehn Millionen Euro werden im Rahmen eines schwedisch-französischen Abkommens zur Kooperation in Energie- und Klimafragen von 2010 vom schwedischen Forschungsministerium bereitgestellt. Die restlichen Mittel haben der Departementsrat Essonne und sowie der Regionalrat Île-de-France zugesagt.

Zur Auftaktveranstaltung für das Zentrum und den dazugehörigen Neubau am 9. November 2015 waren der französische Staatssekretär für Hochschulwesen und Forschung Thierry Mandon sowie Vertreter der Region Île-de-France und des Departements Essonne zugegen.

Quelle: CEA Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Schweden Themen: Netzwerke Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte Strategie und Rahmenbedingungen

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