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Afrikanischen Förderagenturen fehlen häufig Mittel für Forschungsvorhaben mit internationalen Partnern

Berichterstattung weltweit

Vielen Förderagenturen aus afrikanischen Staaten fehlen ausreichende Mittel, um finanzielle Beteiligungen an Forschungsprojekten zu stemmen.

Viele afrikanische Staaten bzw. deren nationale Förderagenturen sind oft nicht der Lage, die nötigen finanziellen Eigenanteile in Höhe von 20 bis 50 Prozent für Forschungsprojekte aufzubringen, die über ausländische Fördermittelgeber bezuschusst werden. Zu diesem Ergebnis kamen die Vorstände von nationalen Forschungsräten aus 15 afrikanischen Staaten bei einem Treffen im ugandischen Entebbe am 4. und 5. April.

Bei dem Treffen diskutierten die Delegierten über die Science Granting Councils Initiative. Die 2018 gestartete Initiative in Höhe von 10 Millionen USD (ca. 8,9 Mio. EUR) zielt darauf ab, afrikanische Wissenschaftsgremien beim Forschungsmanagement zu unterstützen, ein Netzwerk unter den Agenturen zu etablieren und den Wissenstransfer in den Privatsektor sicherzustellen. Gefördert wird das Programm von Partnern aus Großbritannien, Kanada, Schweden und Südafrika. Einrichtungen aus 15 afrikanischen Staaten können sich um Fördermittel bewerben, müssen aber – analog zu anderen Förderprogrammen – einen finanziellen Eigenanteil einbringen.

Ellie Osir, Mitarbeiterin des an der Initiative beteiligten kanadischen International Development Research Center (IDRC) sieht im sogenannten "Counterfunding", bei dem geförderte Institutionen einen finanziellen Eigenanteil beisteuern müssen, wichtige Vorteile: Es gehe darum, Interesse unter afrikanischen Partnern für Forschungsvorhaben zu wecken, ihr Engagement sicherzustellen und wissenschaftliche Forschung durch Wissenstransfer nachhaltig zu gestalten.

Aufgrund der mangelnden Finanzmittel sehen sich afrikanische Partner häufig dazu gezwungen, alternative Leistungen zu erbringen, etwa indem Fahrzeuge oder eigenes Personal für Vorhaben bereitgestellt werden. Aus diesem Grund appellierte Elioda Tumwesigye, Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation in Uganda, an die afrikanischen Staaten, Forschungsanstrengungen regional zu koordinieren und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu erhöhen; derzeit lägen diese meist bei rund 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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Quelle: Sciencemag Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Äthiopien Botsuana Burkina Faso Côte d'Ivoire Ghana Kenia Namibia Region Ostafrika Region südliches Afrika Ruanda Senegal Südafrika Tansania Uganda Kanada Schweden Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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