StartseiteLänderEuropaVereinigtes Königreich (Großbritannien)Neues europäisches Forschungsprojekt IDEA-FAST: Digitale Technik zur Beurteilung der Krankheitslast

Neues europäisches Forschungsprojekt IDEA-FAST: Digitale Technik zur Beurteilung der Krankheitslast

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind Partner im neuen EU-Projekt IDEA-FAST zur Identifizierung digitaler Endpunkte von Krankheitssymptomen.

Viele chronische Erkrankungen bringen Beschwerden mit sich, die nicht anhand objektiver Messwerte beziffert werden können. Für Betroffene sind sie aber oft ebenso belastend wie die klassischen Krankheitssymptome. Zu diesen belastenden Begleitsymptomen zählen Schlafstörungen und Fatigue, eine quälende Form von Müdigkeit und Antriebslosigkeit. In klinischen Studien werden diese Krankheitsfolgen bei der Beurteilung des Therapieerfolgs nur am Rande berücksichtigt. Der Grund: Es fehlen praktikable Methoden, um sie zuverlässig und objektiv messen zu können. Diese diagnostische Lücke nimmt sich das neue europäische Forschungsprojekt IDEA-FAST („Identify Digital Endpoints to Assess FAtigue, Sleep and acTivities of daily living“) vor.

Ziel ist es, digitale Endpunkte zu identifizieren, mit denen Fatigue, Schlaf und Aktivitäten des täglichen Lebens bei verschiedenen neurodegenerativen und entzündlichen Erkrankungen beurteilt werden können. Hierfür werden verschiedene tragbare Sensoren getestet, die kontinuierlich Daten im Alltag sammeln.

Beteiligt an dem Konsortium IDEA-FAST sind 46 Zentren aus 14 europäischen Ländern, darunter Pharmaunternehmen, akademische und gemeinnützige Institutionen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Patientenorganisationen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 66 Monaten und wird von der Innovative Medicines Initiative 2 Joint Undertaking (JU) mit insgesamt 42 Millionen Euro finanziert. Das gemeinsame Projekt erhält Unterstützung vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union sowie von der Europäischen Vereinigung der pharmazeutischen Industrie und ihrer Verbände (EFPIA) und der Parkinson's Disease Society of the United Kingdom LBG. Akademische Co-Leiter sind die University of Newcastle, Großbritannien, und das UKSH in Kiel. Industrielle Co-Leiter sind Janssen Pharmaceuticals NV aus Belgien und die britische Firma Takeda Pharmaceuticals International.

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Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Belgien Vereinigtes Königreich (Großbritannien) EU Themen: Information u. Kommunikation Lebenswissenschaften

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