StartseiteLänderEuropaVereinigtes Königreich (Großbritannien)Polarregionen im Wandel 1: YESSS - Saisonale Sensitivität von Ökosystemfunktionen in einer sich erwärmenden Arktis (Svalbard); Vorhaben: Mechanismen der physiologischen Plastizität von arktischen Fischen im Jahresgang

Polarregionen im Wandel 1: YESSS - Saisonale Sensitivität von Ökosystemfunktionen in einer sich erwärmenden Arktis (Svalbard); Vorhaben: Mechanismen der physiologischen Plastizität von arktischen Fischen im Jahresgang

Laufzeit: 01.09.2023 - 31.12.2026 Förderkennzeichen: 03F0946C
Koordinator: Johannes Gutenberg-Universität Mainz - FB 10 Biologie - Institut für Molekulare Physiologie (IMP)

Wesentliches Ziel des beantragten Verbundprojekts "YESSS" ist es, die Reaktionen der arktischen Küstenökosysteme und ihrer wichtigsten Arten auf die globale Erwärmung besser zu verstehen. Eine ganzjährige Ökosystemstudie auf Spitzbergen (Svalbard), in der wöchentliche Messungen ozeanographischer und biologischer 'Kernparameter' das Vorkommen und das saisonal variierende Habitat von Schlüsselarten (Phytoplankton, Makroalgen, Mollusken, Echinodermen und Fische) beschreibt, ist Kern der Arbeiten. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Experimente zu Temperatursensitivitäten der wichtigsten taxaspezifischen Fitnessparameter, mit Schwerpunkt auf den Überwinterungsstrategien der Arten unter steigenden Wassertemperaturen. Abschließend wird ein Ökosystemmodell entwickelt, das potenzielle 'Gewinner' und 'Verlierer' des Klimawandels sowie Temperatur-Kipppunkte in den verschiedenen Jahreszeiten identifiziert und Veränderungen in den Ökosystemfunktionen projiziert. Indem YESSS ExpertInnen der biologischen Klimawandelforschung, Wissenschaftskommunikation und Governance zusammenbringt, werden StakeholderInnen, RechteinhaberInnen und politischen EntscheidungsträgerInnen Projektionen zur Verfügung gestellt und strategische Richtlinien für ein nachhaltiges sozio-ökologisches Management ähnlicher arktischer Küstenökosysteme entwickelt. Im Vorhaben der Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden Mechanismen der physiologischen Plastizität von arktischen Fischen analysiert. Neben ozeanographischen und biologischen Kernparametern wird das saisonal variierende Habitat und Vorkommen zweier gadoider Schlüsselarten (Polardorsch, B. saida, und Kabeljau, G. morhua) evaluiert sowie saisonale Temperatursensitivitäten der wichtigsten Fitnessparameter ermittelt, um die Resilienz und potentielle physiologische Engpässe der Arten zu identifizieren.

Verbund: Polarregionen im Wandel 1: YESSS Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Norwegen Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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