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Institut für Landschaft und Umwelt leitet internationales Forschungsnetzwerk "RELY"

Das Institut für Landschaft und Umwelt (ILU) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt koordiniert über die kommenden vier Jahre ein Forschungsnetzwerk zu erneuerbaren Energien und Landschaftsqualität. Das Projekt, das aus Mitteln des EU-Rahmenprogramms „Horizon 2020“ gefördert wird, leitet Professor Dr. Michael Roth mit seinem Team.

Über 70 Institutionen aus 32 Ländern sind mit 120 Mitarbeitern an dem Netzwerk beteiligt, das unter der offiziellen Bezeichnung EU-COST-Action „Renewable Energy and Landscape QualitY (RELY)“ an den Start geht. Projekthintergrund ist der europaweite Ausbau von erneuerbaren Energien. Davon profitieren der Klimaschutz und die dezentrale Energieproduktion. Allerdings verändern die neuen Anlagen auch die Landschaft und wie deren Qualität wahrgenommen wird. Vielerorts wächst der Widerstand in der Bevölkerung, vor allem gegen lokale Energieprojekte.

Die „COST Action“ untersucht den Zusammenhang zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Veränderung der Landschaftsqualität, sowie die Bedeutung der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Akzeptanz spezifischer Projekte. Das Projekt untersucht, wie Landschaftsschutz und erneuerbare Energien zusammenwirken können, um die Energieproduktion nachhaltig positiv zu verändern, ohne dass dadurch die Landschaftsqualität leidet.

Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für Entscheidungsprozesse zu verbessern sowie Leitlinien für die Öffentlichkeitsbeteiligung in Planungsprozessen zu entwickeln. Es wird aufgezeigt, wie durch Landnutzungen, die Synergien zwischen Landschaftsqualität und erneuerbaren Energien ermöglichen, eine nachhaltige Landschaftsentwicklung erreicht werden kann.

Seit 1971 regelt eine zwischenstaatliche Vereinbarung die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Technik. Damit ist COST (Cooperation in Science and Technology) das älteste europäische Rahmennetzwerk für die internationale Kooperation zwischen Forschung und Technik. Es ist eine einzigartige Plattform, über die gemeinsam Ideen entwickelt, neue Initiativen aus allen Disziplinen der Wissenschaft und Technik angestoßen und nationale Forschungsaktivitäten vernetzt werden. COST trägt dazu bei, die Lücke zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft in Europa und darüber hinaus zu schließen. Die COST Action ist das bisher größte internationale Projekt für das Institut für Landschaft und Umwelt.

Kontakt:

Michael Roth
E-Mail: michael.roth(at)hfwu.de

Autor: Gerhard Schmücker

Quelle: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen / IDW Nachrichten Redaktion: von DLR PT Länder / Organisationen: COST EU Themen: Umwelt u. Nachhaltigkeit Energie Ethik, Recht, Gesellschaft

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