StartseiteLänderMultilateralesEuropäische Union (EU)Unkompliziert Mathe-Mindestwissen erfassen: Universität Bielefeld koordiniert europaweites Projekt DiToM

Unkompliziert Mathe-Mindestwissen erfassen: Universität Bielefeld koordiniert europaweites Projekt DiToM

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

In dem Erasmus+ gefördertem Projekt werden leicht anwendbare Einstufungstests für die Primar- und Sekundarstufe entwickelt. Koordiniert wird das neue Projekt vom Institut für Didaktik der Mathematik an der Universität Bielefeld. Für die Forschung kooperieren ein Fachverband und Universitäten aus sieben Ländern.

In der Mathematik ist es erforderlich, die Grundlagen zu beherrschen, um darauf aufbauend weiter lernen zu können. Das Fundament an mathematischem Grundverständnis ist bei Schülerinnen und Schülern in Deutschland und den weiteren europäischen Ländern jedoch sehr unterschiedlich. Lehrkräften in allgemeinbildenden Schulen fehlt es bisher an praxistauglichen Verfahren, mit denen sich mathematische Kompetenzen erfassen lassen. Für Abhilfe soll das neue internationale Kooperationsprojekt "Diagnostic Tool in Mathematics" (Diagnostisches Testverfahren für die Mathematik, kurz: DiToM) sorgen, das die Universität Bielefeld koordiniert.

Grundlagentests für alle Schulstufen

Das Projektteam wird Tests entwickeln, mit denen Lehrkräfte feststellen können, wo ihre Schülerinnen und Schülern mit ihrem Mathematikwissen stehen. Die Grundlagentests sollen in der Primarstufe und der Sekundarstufe I durchgeführt werden. Die Tests beziehen sich auf die mathematischen Teilgebiete Arithmetik und Algebra. Das sind die wichtigsten unterichteten mathematischen Stränge, die am klarsten aufgebaut sind und überall in gleicher Form gelehrt werden. Wenn mit den Tests Defizite bei mathematischen Grundlagen festgestellt werden, können Schülerinnen und Schülern frühzeitig Unterstützungsangebote gemacht werden, die sie benötigen, um einen langfristigen Erfolg in der Schule zu sichern.

DiToM soll internationale Expertise zusammenführen

Die Kooperationspartner bringen weitreichende Erfahrungen in der Entwicklung von mathematischen Grundlagentests mit. In dem DiToM-Projekt soll diese Expertise nun zusammengeführt werden. Die teilnehmenden Universitäten arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen an der Entwicklung der Tests. So sollen auch nationale Besonderheiten in den einzelnen Ländern berücksichtigt werden. Vier Diagnosetests zur Einstufung soll das Projekt hervorbringen. Besonders viel Wert wird darauf gelegt, dass die Testverfahren inklusiv sind. Beispielsweise werde die Sprache nicht mitgetestet.

Keine Sprachbarriere für eine internationale Verfügbarkeit

Eine Sprachbarriere soll es auch für die Lehrkräfte nicht geben. So ist als Projektergebnis eine mehrsprachige Webplattform geplant, auf der die entwickelten Testverfahren kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sollen sie über einschlägige Onlineportale abrufbar sein. Die entwickelten Testverfahren würden auch in Afrika oder Lateinamerika dringend benötigt. Die Mittel, mit denen das Projekt gefördert wird, sein daher eine Investition in eine globale Steigerung der mathematischen Grundfertigkeiten in den Schulen, sind sich die Bielefelder Projektleiter einig.

Projektpartner

400.000 Euro fließen über das Förderprogramm Erasmus+ der Europäischen Union in das Projekt. In DiToM kooperiert die Universität Bielefeld mit der University of Rijeka (Kroatien), der University of Paris-Est-Créteil (Frankreich), der University of the Aegean, Rhodos (Griechenland), der Universität Bozen (Italien), dem Mathematiklehrkräfte-Dachverband FESPM (Spanien), der Linne University Vaxjö (Schweden). Das Projekt beginnt im Januar 2023.

Erstes Kooperationstreffen in Bielefeld

Vier Treffen der Kooperationspartner sind in den drei Jahren, auf die das Projekt angelegt ist, insgesamt geplant. Sie sollen jeweils in einer anderen Teilnehmernation ausgerichtet werden, um Gelegenheit zu bieten, die örtlichen Schulen zu besuchen. Das erste DiToM-Projekttreffen wird im Frühjahr in Bielefeld abgehalten.

Quelle: Universität Bielefeld Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Frankreich Griechenland Italien Kroatien Schweden Spanien EU Themen: Bildung und Hochschulen sonstiges / Querschnittsaktivitäten

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