Übersicht

Seit ihren Gründungen treffen sich die Staats- und Regierungschefs (der G7 und G20) auf Einladung der jeweiligen Präsidentschaft in der Regel jährlich. Diese Treffen bieten den Staatsoberhäuptern die Möglichkeit, ihre Standpunkte im persönlichen Gespräch auszutauschen. Zu jedem Gipfel werden eine Gipfelerklärung mit den wichtigsten Ergebnissen sowie gegebenenfalls begleitende Berichte und Arbeitspläne herausgegeben. Die Themen und Erklärungen für den Gipfel werden von den Sherpas vorbereitet. Die Sherpas sind persönliche Abgesandte der Staats- und Regierungschefs.

In den Abschlusserklärungen der Gipfeltreffen einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf gemeinsame Ziele, Aufgaben und Leitlinien. Deren Umsetzung ist in erster Linie in nationaler Verantwortung. Nach jedem Gipfel informiert die Bundesregierung die Ausschüsse des Deutschen Bundestages über die Ergebnisse. Die Berichte der Bundesregierung zu den G7/G8- und G20-Gipfeln der vergangenen Jahre sind unter "Berichte und Erklärungen der Bundesregierung" zu finden.

Die Gipfel werden von Fachministertreffen vorbereitet und begleitet. Bei diesen Treffen wird oftmals eine themenspezifische Abschlusserklärung unterzeichnet. Wichtige Aspekte aus den Ministererklärungen fließen oft in die Gipfel-Erklärung ein.

Daneben gibt es ganzjährig Treffen in thematisch ausgerichteten Arbeitsgruppen, in denen sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachministerien (auf Arbeitsebene) austauschen und die Abschlusserklärungen für die Fachministertreffen vorbereiten.

G7-Mitgliedsländer

Die G7 umfassen derzeit Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Die Europäische Kommission hat einen ständigen Beobachterstatus. Die Beobachterrolle der EU hat sich im Laufe der Zeit ausgeweitet. Seit dem Ottawa-Gipfel im Jahr 1981 nahm die EU-Kommission regelmäßig an allen Arbeitssitzungen teil. Die EU-Kommission wird als supranationale Organisation in der G7 nicht „mitgezählt“ und übernimmt auch nicht den rotierenden Vorsitz.
Nach der Verletzung der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit der Ukraine wurde Russland 2014 von der G8 ausgeschlossen (bis heute). Die Mitgliedstaaten haben damit unterstrichen, dass sie eine Wertegemeinschaft sind, die den Bruch des Völkerrechts nicht unwidersprochen und folgenlos hinnehmen.

Weitere (Gast-)Staaten und Institutionen können von der jeweiligen Präsidentschaft eingeladen werden.

 

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G7-Präsidentschaften

Es ist Aufgabe des jeweiligen Präsidentschaftslandes inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, die Agenda auszugestalten und die Sitzungen zu organisieren und vorzubereiten.

Deutschland war in den Jahren 1978, 1985, 1992, 1999 und 2007 und 2015 Gastgeber der G7/G8 und hatte den Vorsitz damit bisher sechs Mal inne. Deutschland wird im Jahr 2022 erneut die Präsidentschaft übernehmen.

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Deutschland Japan Italien Kanada Frankreich USA Vereinigtes Königreich Deutschland Japan

 

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G20-Mitgliedsländer

Die G20 traf sich 1999 zum ersten Mal auf der Ebene der Finanzminister und Zentralbankgouverneure. 2008 trafen sich dann zum ersten Mal die Staatsoberhäupter der G20.

Das Forum besteht aus den Mitgliedern: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, der Europäischen Union, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika. Spanien ist ein permanentes Gastland bei der G20.

Neben den Mitgliedsstaaten wirken auf Einladung der Präsidentschaft noch weitere Staaten und Organisationen an der Arbeit der G20 mit. Regelmäßig Teilnehmende am G20-Prozess sind:

  • der Internationale Währungsfonds (IWF),
  • die Weltbank,
  • die VN mit ihren Sonderorganisationen wie zum Beispiel die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO),
  • die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD),
  • die Welthandelsorganisation (WTO),
  • die Internationale Arbeitsorganisation (ILO),
  • der Finanzstabilitätsrat (FSB),
  • die Präsidentschaftsländer des Verbands Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), der Afrikanischen Union (AU) und des Entwicklungsprogramms Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (New Partnership for Africa's Development (NEPAD)).

G20-Präsidentschaften

Die Präsidentschaft rotiert jährlich unter den Mitgliedern. Für die Rotation sind die Länder in regionale Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe bestimmt intern, wer im jeweiligen Jahr den Vorsitz übernimmt.

Deutschland hatte bereits 1999 und 2004 den G20-Vorsitz inne und war Gastgeber für die Finanzminister der G20. 2017 hatte Deutschland zuletzt die Gastgeberrolle für die G20. Der G20-Gipfel fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt.

Aktuell stehen die folgenden G20-Präsidentschaften an: Italien (2021) und Indonesien (2022).

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Türkei China Deutschland Argentinien Japan Saudi-Arabien Italien Indonesien Indien
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