Historie G7 und G20

G7/G8

Seit Mitte der siebziger Jahre finden sich in den G7/G8-Dokumenten sporadische Absichtserklärungen und Beschlüsse zur Bildung, die ab Mitte der achtziger Jahre verstetigt werden. 1999 wurde die Charta von Köln angenommen, die lebenslanges Lernen thematisiert. G7/G8-Bildungsministertreffen haben bislang nur in größeren Abständen stattgefunden. So war Japan im Jahr 2000 Gastgeber des ersten G8-Bildungsministertreffens. Nach einem vorangegangenen G8-Bildungsministertreffen in Moskau nahmen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel in Sankt Petersburg 2006 eine Erklärung zur Bildung für innovative Gesellschaften im 21. Jahrhundert an.

Unter japanischem Vorsitz war Bildung im Jahr 2016 erneut Schwerpunktthema. Die G7-Bildungsminister trafen sich im Mai 2016 in Kurashiki. Die umfangreichen Beschlüsse erstrecken sich auf Leitprinzipien („Guiding Principle of G7 Education Ministers“) sowie eine Reformagenda („Kurashiki Declaration“).

G20

Die G20 legten vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts-und Beschäftigungskrise im Jahr 2008 einen Schwerpunkt auf Aus- und Weiterbildung als Basis für lebenslanges Lernen. Im Auftrag des G20-Gipfels von Pittsburgh 2009 hat die Internationale Arbeitsorganisation ILO zusammen mit den Sozialpartnern und NGOs eine G20-Ausbildungsstrategie („G20 Training Strategy") erarbeitet. Unter Vorsitz der Türkei nahmen die G20 2015 eine Strategie für Qualifikationen bzw. Kompetenzen („G20 Skills Strategy“) an.

Die  Arbeits- und Beschäftigungsminister der G20 treffen sich seit 2010 regelmäßig jedes Jahr, so auch 2017.

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Ziele G7 und G20

Die G7 und die G20 setzen unterschiedliche Schwerpunkte in den Zielen ihrer Bildungspolitik. Die G7 sehen Bildung als Mittel an, durch das Individuen ihr volles Potential in einer friedlichen inklusiven Gesellschaft verwirklichen können. Die G20 legen den Schwerpunkt hingegen auf Aus- und Weiterbildung, um Arbeitslosigkeit zu verringern.

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