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G20 Forschungs- und Innovationsziele

Agrarforschung

Um die Welternährung vor dem Hintergrund steigender Bevölkerungszahlen sicherzustellen, wurden die G20 bereits 2011 im Bereich Agrarforschung tätig. Die G20-Agrarminister beschlossen in einem Aktionsplan, dass für wichtige Nutzpflanzen Initiativen zu globalen Koordination von Forschung und Entwicklung lanciert werden. Die erste Forschungsinitiative betrifft Weizen („Wheat Initiative“). Im Januar 2016 haben die G20-Landwirtschaftsminister unter deutschem Vorsitz einen eigenen G20-Aktionsplan für Wasser beschlossen, der ebenfalls Forschungsziele enthält.

Die Bedeutung von Forschung und Innovation im Agrarbereich wird durch die Tatsache unterstrichen, dass die G20-Agrarminister ein eigenes wissenschaftliches Beratungsgremium eingerichtet haben, das „Meeting of G20 Agricultural Chief Scientists (MACS)“. Die MACS setzen sich aus Wissenschaftlern zusammen, die von den nationalen Regierungen der G20 entsandt werden. Dazu kommen verschiedene globale Initiativen (FAO, CGIAR, GFAR etc.). Die MACS erwägen derzeit, zum besseren Austausch und zur besseren Koordinierung von Agrarforschung sogenannte "Global Research Collaboration Platforms (GRCPs)" einzurichten (Abschlusserklärung 2016).

Innovationsförderung

Die G20-Staats- und Regierungschefs nahmen 2016 unter chinesischem Vorsitz einen Aktionsplan für Innovation („G20 2016 Innovation Action Plan“) an. Übergeordnetes Ziel ist es, die Wirtschaft zu beleben und ein höheres Wachstum zu erreichen. Im Einzelnen setzt der Aktionsplan folgende Ziele:

  • Annahme von Innovationsstrategien, Politiken und Maßnahmen sowie verstärkte Investitionen in Wissenschaft, Technologie und Innovation;
  • Schaffung eines Innovationsforums innerhalb der durch die OECD und Weltbank aufgebauten „Innovation Policy Platform“ zum Austausch von Best Practice;
  • Veröffentlichung eines „G20 Innovation Report 2016“ durch die OECD, der die Innovationspolitiken und –erfolge der G20-Länder detailliert darstellt;
  • Unterstützung für den Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen (Teilbereich von Open Science), der jedoch nach bestimmten (FAIR-)Prinzipien ablaufen muss;
  • Nutzung von Mechanismen der Vereinten Nationen (Technology Facilitation Mechanism of the United Nations),um stärkere Koordination und Kooperation von wissenschafts- technologie- und innovationsbezogenen Tätigkeiten zu erreichen. Umfassende Bestandsaufnahme dieser Aktivitäten;
  • Verstärkte Innovationskooperation zur Bewältigung globaler Herausforderungen, z.B. Klimawandel, Ressourcenknappheit, erschwingliche öffentliche Gesundheitsversorgung.

Außerdem strebt die G20 an, bestimmte Schlüsseltechnologien weiterzuentwickeln und Modernisierungsprozesse voranzutreiben ("G20 New Industrial Revolution Action Plan", "G20 Digital Economy Development and Cooperation Initiative"). Diese Agenda wird durch ein erstes Treffen der G20-Digitalminister im Jahr 2017 unter deutschem Vorsitz weiter verfolgt. 

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