Überblick

Eine Überblicksseite des OECD Berlin Centre zu den von der OECD bearbeiteten Themen verdeutlicht die ganze Bandbreite der OECD-Tätigkeit. Dazu gehören auch Wissenschaft und Innovation sowie Bildung, auf die in den folgenden Abschnitten noch ausführlicher eingegangen wird. Eng verbunden damit sind die OECD-Arbeitsbereiche Wirtschaft, Beschäftigung und Regional- und Strukturpolitik.

Aufgrund ihrer besonderen Relevanz für die globalen Herausforderungen  werden nachfolgend auch die OECD-Arbeitsbereiche Energie, Entwicklungszusammenarbeit, Landwirtschaft und Umwelt kurz vorgestellt. Dazu kommt der Bereich der Zusammenarbeit mit Nichtmitgliedsländern, der in Bezug auf die Großregionen Subsahara-Afrika, MENA (Naher Osten und Nordafrika), Lateinamerika und Südostasien genauer augeschlüsselt wird.

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Bildung

Individuen wie auch die Gesellschaft profitieren von Bildung. Für Individuen liegen die möglichen Vorteile in einer höheren Lebensqualität und in einer dauerhaften und befriedigenden Beschäftigung. Für die Gesellschaft liegen die Vorteile in einem höheren Wirtschaftswachstum und der Etablierung von gemeinsamen Werten, die den sozialen Zusammenhalt untermauern. Für die OECD ist deshalb die Förderung leistungsfähiger Bildungssysteme eine zentrale Aufgabe (Quelle OECD Berlin Centre).

Ausführliche Informationen zu diesem Bereich und der Beteiligung Deutschlands finden sich in der Rubrik Bildung.

Nach oben

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Wirtschaft

Volkswirtschaftlichen Analysen gehören zu den Kernaufgaben der OECD. Sie basieren auf einer ständigen Beobachtung der Volkswirtschaften in den Mitgliedsländern und außerhalb der OECD und umfassen auch Projektionen zur kurz- und mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung. Den Wechselbeziehungen zwischen den Politiken und Entwicklungen in den einzelnen Ländern wird besondere Beachtung geschenkt (Quelle: OECD Berlin Centre).

Zuständig sind der Prüfungsausschuss für Wirtschafts- und Entwicklungsfragen (Economic and Development Review Committee - EDRC) und die Hauptabteilung Wirtschaft (Economics Department - ECO) im Sekretariat.

Von besonderer Bedeutung für Bildung und Forschung sind die im Rahmen der Erstellungen von Wirtschaftsberichten (Economic Surveys) durchgeführten fallweisen Begutachtungen von Bildungs- und/oder Innovationssystemen der Länder.

Außerdem gibt die OECD im Rahmen der jährlich erscheinenden Benchmarkstudie "Going for Growth" einen Überblick über den Stand von Reformanstrengungen in den einzelnen Ländern. Reformempfehlungen der OECD können auch Forschungs- und Innovationspolitiken bzw. den Bildungsbereich (Human Capital) betreffen.

Nach oben

Beschäftigung und sozialer Zusammenhalt

Arbeit ist der wichtigste Beitrag zur Wirtschaftsleistung und die bedeutendste Quelle für Haushaltseinkommen. Die OECD analysiert Unterschiede in der Beschäftigung nach Region, Geschlecht, Beschäftigungsstatus und Arbeitsbedingungen. Analysiert werden außerdem die Effekte von Arbeitsmarktprogrammen und die Leistungsfähigkeit öffentlicher Arbeitsverwaltungen. Auch die Effekte von Sozialpolitik auf Beschäftigung und die Zusammenhänge zwischen Bildung und Beschäftigung werden untersucht (Quelle: OECD Berlin Centre).

Zuständig sind der Ausschuss für Beschäftigung, Arbeit und Soziales (Employment, Labour and Social Affairs Committee - ELSA) und das Direktorat für Beschäftigung, Arbeit und Soziales (Directorate for Employment, Labour and Social Affairs - ELS).

Die Studie PIAAC zur internationalen Bewertung der Kompetenzen von Erwachsenen wird unter gemeinsamer Leitung der Direktorate für Beschäftigung, Arbeit und Soziales und für Bildung (Directorate for Education) durchgeführt. Die politische Verantwortung liegt dementsprechend sowohl bei dem Ausschuss für Beschäftigung, Arbeit und Soziales ELSA als auch bei dem Ausschuss für Bildungspolitik EDPC. 

Nach oben

Wissenschaft, Technologie und Industrie

Innovationen sind eine wichtige, wenn nicht die zentrale Quelle für Wachstum und Beschäftigung in modernen Volkswirtschaften. Die OECD analysiert, wie Technologie-, Forschungs-, Innovations- und Bildungspolitik einen Beitrag zur Gestaltung der wissensbasierten Ökonomie leisten können. Politiken zur Förderung des Innovationspotentials des Privatsektors gilt dabei besondere Beachtung.

Informations- und Kommunikationstechnologien haben durch den raschen technologischen Fortschritte und ihre schnelle Verbreitung und Weiterentwicklung tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Die OECD analysiert den Beitrag dieser Technologien zum Wirtschaftswachstum und ihre Rolle im Übergang zu einer wissensbasierten Gesellschaft (Quelle OECD Berlin Centre).

Ausführliche Informationen zu diesem Bereich und der Beteiligung Deutschlands finden sich in der Rubrik Forschung.

Nach oben

Regional- und Strukturpolitik

Die OECD hilft den Mitgliedsländern, regionale Unterschiede zu analysieren und zu verstehen, um auf dieser Basis Strategien zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung zu erarbeiten (Quelle: OECD Berlin Centre).

Im Allgemeinen sind der Ausschuss für räumliche Entwicklung (Territorial Development Policy Committee - TDPC) und das Direktorat für öffentliche Verwaltung und räumliche Entwicklung (Public Governance and Territorial Development - GOV) im Sekretariat zuständig.

Nach oben

Umwelt

Eine intakte Umwelt ist die Lebensgrundlage für den Menschen und die Voraussetzung für eine starke und solide Wirtschaftsentwicklung. Die OECD hilft ihren Mitgliedsländern, eine effiziente und effektive Politik zur Bewältigung von Umweltproblemen und zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Naturressourcen zu konzipieren und umzusetzen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei umweltschonenden Konsum- und Produktionsstrukturen (Quelle OECD Berlin Centre).

Zuständig sind der Ausschuss für Umweltpolitik (Environment Policy Committee - EPC) und das Umweltdirektorat (Environment Directorate - ENV) im Sekretariat. 

Ein traditionelles Instrument ist der Umweltprüfbericht: alle vier bis fünf Jahre analysiert die OECD die Umweltpolitik der Mitgliedsländer sowie einiger Nichtmitglieder. Die Empfehlungen spiegeln den Konsens der OECD-Mitglieder wider. Auch Umweltinnovation wird thematisiert, wie z.B. in dem Umweltprüfbericht 2012 zu Deutschland.

Im Bereich der Nanomaterialien ist es Ziel der OECD, zur Entwicklung eines strengen Systems für Sicherheitsüberprüfungen beizutragen.

Nach oben

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Entwicklung

Der traditionelle Ansatz der OECD ist es, Mitgliedsländer in ihren Bemühungen zu unterstützen, ihre Gelder für Entwicklungszusammenarbeit (jährlich mehr als 100 Mrd. Euro) zielgerichtet einzusetzen. Zuständig sind der Entwicklungsausschuss (Development Assistance Committee - DAC) und das Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Development Co-operation Directorate - DCD) im Sekretariat.

Im Rahmen einer Initiative zur "Kohärenten Politik für Entwicklung" analysiert die OECD bereits seit einigen Jahren, wie verschiedene mitgliedstaatliche Politiken (Landwirtschaft, Handel, Investitionen, Migration) gemeinsam auf Ziele der Entwicklungszusammenarbeit ausgerichtet werden können. Dabei nahmen die zuständigen Gremien für Entwicklungszusammenarbeit auch die Innovationspolitik für Infektionskrankheiten ins Blickfeld.

Im Rahmen der OECD-Strategie für Entwicklung soll die OECD-Arbeit insgesamt für Entwicklungsländer relevanter werden. Dabei setzt die OECD Schwerpunkte auf vier Themen: 1) innovative und nachhaltige Quellen von Wachstum; 2) Mobilisierung von Ressourcen für Entwicklung; 3) Governance und Entwicklung; sowie 4) Fortschrittsmessung.

Nach oben

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Landwirtschaft

Regierungen greifen schon seit langem in heimische und internationale Agrarmärkte ein. Viele dieser Interventionen, wie Subventionen, Produktionsquoten und Handelsbeschränkungen verursachen Kosten für Verbraucher und Steuerzahler und sind oft nicht einmal zum Nutzen der Landwirte. Sie sind in der Regel ökonomisch ineffizient, verzerren Produktion und Handel, behindern Wachstum auch in Entwicklungsländern und können die Umwelt schädigen. Die OECD erstellt Analysen und Empfehlungen, die den Regierungen helfen sollen, ihre agrarpolitischen Ziele effektiv und mit möglichst geringen Handelsverzerrungen zu erreichen. Die Arbeiten konzentrieren sich dabei auf drei große Bereiche: Reform der Agrarpolitik, Liberalisierung des Agrarhandels und ökologische Nachhaltigkeit (Quelle: OECD Berlin Centre).

Zuständig sind der Landwirtschaftsausschuss (Committee for Agriculture COAG) und das Direktorat für Handel und Landwirtschaft (Directorate for Trade and Agriculture - TAD) im Sekretariat.

Die OECD-Arbeit zur Landwirtschaft nimmt sich auch der globalen Herausforderungen an: Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat weltweit zu Beunruhigung und in einigen Entwicklungsländern zu Versorgungskrisen geführt. Die OECD analysiert die Ursachen sowie langfristige Trends und zeigt Wege aus der Versorgungskrise auf. Ein besonderes Augenmerk gilt den Auswirkungen des Anstiegs der Biokraftstoffproduktion auf die Agrarmärkte und die Nahrungsmittelversorgung (Quelle: OECD Berlin Centre). 

Nach oben

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Energie

Eine verlässliche, preisgünstige und umweltverträgliche Energieversorgung ist ein zentrales Fundament für die modernen Volkswirtschaften. Die OECD und ihre Tochterorganisationen, die Internationale Energieagentur (International Energy Agency - IEA) und die Agentur für Atomenergie (NEA), unterstützen die Mitgliedsländer durch die Bereitstellung von Daten und Analysen bei der Gestaltung ihrer Energiepolitik. Darüber hinaus stimmen sich die IEA-Mitgliedsländer beim Umgang mit möglichen Lieferengpässen bei der Ölversorgung ab (Quelle OECD Berlin Centre).

Der Internationalen Energieagentur IEA gehören derzeit alle OECD-Mitgliedsländer mit Ausnahme von Island und Mexiko an. Die Europäische Kommission nimmt ebenfalls teil. Die IEA hat in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle für Energieforschung. Im Bereich der Länderprüfungen von Energiepolitik werden unter anderem auch Informationen zu nationaler Energieforschung erhoben. Darüber hinaus bietet die IEA ein Repertoire von Instrumenten für die multinationale Energieforschungszusammenarbeit an. Diese können auch von Nichtmitgliedsländern genutzt werden.

Nach oben

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Eine Initiative vom

Projektträger