Bildungsaktivitäten: UNESCO

  1. Überblick

Überblick

Die UNESCO leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bildung weltweit.

Im Zusammenhang mit den Zielen der UN zur Nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) hat sich die UNESCO insbesondere die Umsetzung des SDG 4 – die Gewährleistung von hochwertiger, inklusiver und chancengerechter Bildung für alle Menschen weltweit und ein Leben lang - zur Aufgabe gemacht. Zur Erreichung der gesteckten Ziele verabschiedeten die UNESCO-Mitgliedstaaten im Jahr 2015 die Globale Bildungsagenda 2030. Diese Agenda legt fest, wie die gesteckten Ziele des SDG 4 bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieser Agenda im Rahmen der Vereinten Nationen und leistet ein weltweites Monitoring über die Fortschritte in der Bildung.
 
In diesem Zusammenhang fand im November 2018 auch der Launch des Weltbildungsberichts 2019 im Auswärtigen Amt in Berlin statt.
Darüber hinaus werden auf regelmäßigen internationalen Konferenzen die Fortschritte der Umsetzung des SDG4 überprüft. So hat das letzte Global Education Meeting (GEM) im Dezember 2018 in Brüssel eine Bestandsaufnahme der bisherigen Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der globalen Ziele und Verpflichtungen aus der Bildungsagenda 2030 gemacht. Die Ergebnisse dienen als strategische Impulse für das nächste Treffen des High Level Political Forum (HLPF) der Vereinten Nationen im Juli 2019 in New York.

Die UNESCO ist für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2015-2019) verantwortlich. Ziel ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen des Bildungssystems zu verankern, so dass in Kindergärten und Schulen ebenso wie in Universitäten, Weiterbildungs- und Kultureinrichtungen oder Forschungsinstituten das Leitbild einer ökologisch, ökonomisch und sozial zukunftsfähigen Entwicklung gelehrt und gelernt wird.

Für die UNESCO ist Bildungsqualität nicht gleichbedeutend mit der Erfüllung bestimmter Leistungsstandards; auch Toleranz, Solidarität und Achtung der Menschenrechte müssen in den Schulen vermittelt werden. In den UNESCO-Projektschulen, allein in Deutschland 300, steht auf dem Lehrplan: „Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt“. Internationale Projekte, beispielsweise Tsunami-Hilfe für Sri Lanka oder Projekte zum euro-arabischen Dialog, sowie Schulpartnerschaften, Brief- und elektronische Kontakte füllen diesen Anspruch mit Leben.

Im Netzwerk der UNESCO-Lehrstühle kooperieren derzeit mehr als 700 UNESCO-Lehrstühle und über 40 UNITWIN-Netzwerke in über 116 Ländern, um die Ziele der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu verankern.

 

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