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1.600 Stipendien helfen individuell und sichern deutsch-jordanische Bildungskooperation

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Dringende Hilfe für Studierende in Jordanien: Zwei Millionen Euro stellt der DAAD bereit, um zusätzliche Stipendien an der Deutsch-Jordanischen Universität (GJU) zu finanzieren. Damit wird auf die Bedürftigkeit der Studierenden reagiert, die durch die Corona-Pandemie entstanden ist. Das Stipendienprogramm hilft, finanziell begründete Studienabbrüche zu vermeiden. Die GJU und die Hochschule Magdeburg-Stendal arbeiten nun gemeinsam daran, das Geld entsprechend der Kriterien zu verteilen.

Die Bundesregierung und der DAAD reichen über die Hochschule Magdeburg-Stendal insgesamt 1.600 Stipendien in Höhe von je 1.250 Euro (insgesamt 2 Millionen Euro) aus. Ein Anteil von 100 Stipendien steht für internationale Studierende an der GJU zur Verfügung. Anträge konnten für das Sommersemester sowie für das Wintersemester gestellt werden. Die Stipendien helfen vielen Studierenden der GJU und ihren Eltern während der anhaltenden Corona-Krise.

Projektleiterin Prof. Dr. Anne Lequy dankt dem DAAD und ist sicher:

„Mit dem Geld wird nicht nur individuelle Hilfe ermöglicht, sondern auch der Programmerfolg der Deutsch-Jordanischen Universität insgesamt gesichert. Das Projekt ist für Jordanien und für uns in Deutschland wichtig. Der Aufbau-Erfolg der vergangenen 15 Jahre kann so fortgeführt werden.“

Ein Großteil der Zusatz-Stipendien wurde nach Leistung, der andere nach sozialer Bedürftigkeit vergeben.

Die Hochschule Magdeburg-Stendal hatte diese Mittel als projekttragende Hochschule im Rahmen des Programms „Deutsche Hochschulprojekte im Ausland“ beantragt. Das Projektbüro in Magdeburg managt die beiden Programme, über die die Extra-Stipendien vergeben werden, nun zusätzlich zu den sechs Programmen mit regulären Stipendien. Mehr als 40 Stunden hat die an der GJU eingesetzte Auswahlkommission Unterlagen gesichtet, Einzelfälle geprüft und dann entschieden, wer die Stipendien bekommt. Alle haben intensiv geholfen, die Chance zu nutzen, die der DAAD durch die Zusatzstipendien ermöglicht hat: Die junge und internationale Studierendenschaft an der GJU wird unterstützt und die umfassende transnationale Bildungszusammenarbeit gesichert. An der sind auf deutscher Seite immerhin 120 Partnerhochschulen und tausende Unternehmen beteiligt.

Jordanien ist von der Corona-Pandemie hart betroffen – nicht nur durch die Krankheit an sich, sondern auch durch die Präventionsmaßnahmen. Gleich nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle im eigenen Land im März 2020 reagierte die jordanische Regierung umgehend und verhängte drastische Maßnahmen. Alle öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und die Universitäten wurden ebenso geschlossen wie die Landesgrenzen, sämtliche Flüge wurden ausgesetzt. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns auf das Land und seine Bewohner sind angesichts der schon seit Jahren vorherrschenden Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit enorm. Das öffentliche Leben und die Wirtschaft kamen über Monate hinweg nahezu vollständig zum Erliegen. Allein die Tourismuswirtschaft trägt in normalen Jahren ca. 10 Prozent zum BIP bei.

Auf die sich veränderten Rahmenbedingungen seit März 2020 hatte die GJU zügig reagiert: Sie vollzog im März innerhalb eines Tages den vollständigen Wechsel von der Präsenzlehre zu online-basierten Lehr- und Prüfungsmethoden. Die Online-Lehre wird auch im Wintersemester fortgeführt, eine Rückkehr zu Campusleben und normalem Lehralltag ist aktuell nicht abzusehen.

Quelle: Hochschule Magdeburg-Stendal via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Jordanien Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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