StartseiteThemenCOVID-19-PandemieDeutsche Botschaft Tokyo veröffentlicht Bericht zur japanischen COVID-19-Impfkampagne

Deutsche Botschaft Tokyo veröffentlicht Bericht zur japanischen COVID-19-Impfkampagne

Berichterstattung weltweit

Der Bericht fasst die aktuelle Situation und Ziele der japanischen Regierung in Bezug auf die Impfstoffkampagne zusammen.

Japan setzt aktuell laut Bericht nur importierte mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna im eigenen Land ein. Die zunächst schleppend angelaufene Impfkampagne gewinnt seit Mitte Juni an Fahrt (aktuell mehr als 1 Mio. Dosen pro Tag). Wurden vom 17.02. bis 25.05. lediglich 10 Mio. Impfdosen (BioNTech/Pfizer) verabreicht, sind es zwischenzeitlich rund 40 Mio. Dosen (BioNTech/Pfizer und Moderna, Stand 27.06.).

Rund 13 Mio. Menschen (10,3 % der Bevölkerung) sind vollständig geimpft, 27,2 Mio. Menschen (21,5 % der Bevölkerung) erstmalig geimpft. Bis zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Tokyo am 23.07. soll eine Impfquote von 30% der Bevölkerung erreicht werden. Erklärtes Ziel vom japanischen Premierminister Yoshihide Suga ist die Impfung der (impfbereiten) Bevölkerung bis November 2021.

Der Bericht stellt heraus, dass Japan F&E-Aktivitäten nationaler Pharmaunternehmen wie Shionogi & Co. und das Startup AnGes Inc./Universität Osaka, Universität Tokyo/Daiichi Sankyo Co., die derzeit COVID-19-Impfstoffe in der klinischen Phase testen, fördert. Mit einer Zulassung ist jedoch nicht in naher Zukunft zu rechnen. Janssen Pharmaceutical K.K. (Tochterunternehmen von Johnson & Johnson) führt seit September klinische Tests in Japan durch. Novavax/ Takeda sowie KM Biologics Co. führen klinische Studien in Japan durch. Weitere japanische Firmen wie ID Pharma Co. planen klinische Tests in Japan im Laufe des Jahres 2021. Es wird zunehmend schwierig genügend Probanden für die klinischen Studien zu finden. Am 01.06.2021 verabschiedete das japanische Kabinett eine Strategie zur Stärkung nationaler Kapazitäten im Bereich der Impfstoffforschung und -produktion, die u.a. den Aufbau eines Netzwerkes zur Durchführung klinischer Studien im asiatischen Raum vorsieht.

In Japan sind drei Medikamente zur COVID-19 Therapie zugelassen: Remdesivir, Dexamethasone und Baricitinib. Tocilizumab (Actemra) des Herstellers Chugai (Roche Group) erhielt in den USA eine Sondergenehmigung (24.06.), die klinische Studie Phase III in Japan läuft noch. Eine Vielzahl weiterer Medikamente befindet sich in vorklinischen bzw. klinischen Studien. Weitere Forschungsarbeiten befassen sich z.B. mit Langzeitfolgen, Diagnosen und Testverfahren sowie Datenaustausch.

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Quelle: Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH Tokyo) Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Japan Themen: Lebenswissenschaften Strategie und Rahmenbedingungen

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