StartseiteThemenCOVID-19-PandemieFraunhofer-Forschungskonsortium iCAIR® nutzt Synergien für die Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2

Fraunhofer-Forschungskonsortium iCAIR® nutzt Synergien für die Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch Medikamente zur Behandlung der COVID-19-Erkrankung. Forschende des internationalen Konsortiums iCAIR® arbeiten an der Entwicklung neuer Antiinfektiva zur Behandlung oder Prävention klinisch bedeutsamer Infektionserkrankungen der Atemwege durch Bakterien, Pilze und Viren – jetzt haben sie ein Projekt zur Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gestartet.

Im iCAIR®-Konsortium (Fraunhofer International Consortium for Anti-Infective Research) entwickelt das Fraunhofer ITEM gemeinsam mit dem Institute for Glycomics (IfG) der Griffith University in Australien, dem Institut für klinische Biochemie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und TWINCORE, einer Kooperation der  MHH und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), neue, dringend benötigte Wirkstoffe gegen Atemwegsinfektionen. Seit Mai 2020 haben sie ihr Spektrum um die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erweitert.

Mit dem Ziel der Entwicklung eines Medikaments gegen COVID-19 durchsuchen die Forscher zuallererst Substanzbibliotheken nach geeigneten Wirkstoffkandidaten, die virostatisch auf SARS-CoV-2 wirken, also dessen Vermehrung in Zellen hemmen. Erste Substanzkandidaten sind bereits gefunden – im Vordergrund stehen Substanzen, die entweder bereits für andere Indikationen zugelassen sind (sog. Repurposing-Kandidaten), oder die sich aktuell in der präklinischen oder klinischen Prüfung befinden.

In einem Teilprojekt widmen sich die iCAIR®-Partner verstärkt der Grundlagenforschung: Sie möchten herausfinden, warum Menschen unterschiedlich empfänglich für SARS-CoV-2 sowie für schwere Infektionsverläufe sind und ob Arzneimittel bei ihnen auch unterschiedlich wirken.

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Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Australien Themen: Grundlagenforschung Lebenswissenschaften

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