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UNESCO Bericht zu Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Bildung

Berichterstattung weltweit

In einem Kurzbericht weist die UNESCO auf die erheblichen, weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bildung hin. UNESCO-Daten zufolge waren 94 Prozent aller Lernenden von den Schließungen von Bildungseinrichtungen betroffen. Um die möglichen langfristigen Konsequenzen der Pandemie im Bildungsbereich einzudämmen, enthält der Bericht Empfehlungen an nationale Behörden und die internationale Gemeinschaft.

Unter der Leitung der UNESCO und gemeinsam mit 15 Partnerorganisationen hat UN-Generalsekretär António Guterres einen "Policy Brief" zur weltweiten Situation der Bildung während der andauernden COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Es bestehen Befürchtungen, dass Jahrzehnte des Fortschritts untergraben und tief verwurzelte Ungleichheiten durch die Pandemie verschärft werden könnten. Zudem ist die Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen für Kinder und Gemeinden, einschließlich des Zugangs zu einer ausgewogenen Ernährung, in vielen Fällen eingeschränkt. Und auch das Risiko von Gewalt gegen Frauen und Kinder ist gestiegen.

Daten der UNESCO zeigen, dass auf dem bisherigen Höhepunkt der Krise fast 1,6 Milliarden Lernende in mehr als 190 Ländern von der Schließung von Bildungseinrichtungen betroffen waren und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs in 100 Länder noch aussteht.

Als Konsequenz der Pandemie prognostiziert UNESCO eine erhöhte Abbrecherquote und einen insgesamt zahlenmäßgien Rückgang von Lernenden. Im tertiären Bildungsbereich wird ein Rückgang um 3,5 Prozent geschätzt, was 7,9 Millionen Betroffenen entspricht. Die Vorschulbildung wird laut Prognosen mit 2,8 Prozent und einem Rückgang von 5 Millionen am zweitstärksten betroffen sein und in den Primar- und Sekundarstufen rechnet die UNESCO mit insgesamt 5,2 Millionen Mädchen und 5,7 Millionen Jungen, die Gefahr laufen, die Schule abzubrechen. Der größte Anteil der gefährdeten Lernenden (5,9 Millionen) lebt in Süd- und Westasien und weitere 5,3 Millionen in Sub-Sahara Afrika. Dadurch sei das international vereinbarte Bildungsziel der nachhaltigen Entwicklung bis 2030 (Sustainable Development Goal on Education, SDG4) insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gefährdet.

Im Bericht werden nationale Behörden und die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, Bildung als Priorität in zukünftigen Konjunkturprogrammen und als wichtigen Bestandteil wirtschaftlichen Fortschritts, nachhaltiger Entwicklung und dauerhaften Friedens zu behandeln. Dazu wird die UNESCO noch vor Ende des Jahres eine Sondersitzung des Globalen Bildungstreffens einberufen.

Empfehlungen des Kurzberichts zur Abschwächung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

  • Suppress transmission of the virus and plan thoroughly for school reopening
  • Protect education financing and coordinate for impact
  • Strengthen the resilience of education systems for equitable and sustainable development
  • Reimagine education and accelerate positive change in teaching and learning

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Quelle: UNESCO Redaktion: von Anna März, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Global UNESCO Themen: Bildung und Hochschulen Strategie und Rahmenbedingungen

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