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eHealth HUB: Förderung der Digitalen Gesundheit in Europa

Berichterstattung weltweit

Projektpartner des EU-Projekts eHealth HUB erarbeiten mit europäischen Interessenvertretern sieben Punkte zur Stärkung der Digitalen Gesundheit.

Die EU-Initiative eHealth HUB lud über 20 einflussreiche Vertreter aus dem gesamten Bereich der Digitalen Gesundheit zu einer Abschlussveranstaltung im Rahmen der HIMSS 2019 Konferenz in Helsinki ein. Im Zentrum stand die Frage, wie digitale Gesundheit in der Praxis gefördert werden kann. Jorge Gonzalez, Koordinator von eHealth HUB:

Das Thema Digitale Gesundheit wird seit Jahren diskutiert. Trotz guter Marktentwicklung und politischer Bemühungen scheint es jedoch noch nicht vollständig in der realen Wirklichkeit angekommen zu sein.“

Wichtige Akteure im Bereich Digitale Gesundheit, darunter Investoren, Großkonzerne, Start Ups, Gesundheitsorganisationen und Vertreter der Europäischen Kommission diskutierten unter der Moderation von Jorge Gonzalez von Ticbiomed und teilten wertvolle Erkenntnisse zum Thema. Als Ergebnis wurden sieben Aktionspunkte erarbeitet, die es nun umzusetzen gilt, um das zukunftsträchtige Feld der Digitalen Gesundheit weiter zu stärken. Einen umfassenden Bericht zum Workshop steht auf der Projektwebsite des eHealth HUBs zur Verfügung.

7 eHealth HUB Aktionspunkte

  •  Digitale Gesundheit ist ein Gemeinschaftsprojekt: Der Technologiewandel scheint im Gesundheitswesen nicht so gut umsetzbar, wie in anderen Bereichen, obgleich transformative Partnerschaften zwischen dem Gesundheits- und Technologiesektor neue Möglichkeiten eröffnen können.
  • Innovation ohne Anwendung ist „herausgeworfenes Geld“: Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit sind elementar in der Entwicklung von Pilotprojekten. Voraussetzung eines effizienten Beschaffungsprozesses ist jedoch die volle Unterstützung des Top Managements.
  • Unternehmenskultur und Erwartungen bei der Zusammenarbeit mit Konzernen berücksichtigen: Der richtige Kontakt ist Gold wert; Konzerne arbeiten Evidenz basiert und sind von Natur aus risikoscheu.
  • Die traditionellen Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen müssen weiterentwickelt werden: Veränderungen bei der Erstattung von Kosten erleichtern den Zugang zu digitalen Lösungen. Start-Ups können oft die gleichen Dienstleistungen zu einem geringeren Preis anbieten und helfen den Kostenträgern, die Kostenbelastungen zu verringern.
  • Wissen über den Nutzen möglicher Einflüsse von neuen Technologien ist notwendig: Das Verständnis der Auswirkungen disruptiver Technologien – sowohl seitens der Entscheidungsträger, als auch der Endverbraucher ist der Schlüssel, um neue Wege einzuschlagen.
  • Vertrauen auf Fakten: Entscheidungsträger benötigen Fakten, die belegen, dass digitale Gesundheit funktioniert. Eine korrekte Bewertung von Einsparungen oder verbesserter Ergebnisse ist notwendig und muss vertrauenswürdig sein.
  • Rechtliche und regulatorische Anforderungen sind ein Muss: Die Bedeutung rechtlicher und regulatorischer Aspekte wird von KMU bisher nicht angemessen anerkannt, da die Einhaltung der Vorschriften als unbezahlbar gilt und aufgrund ihrer Komplexität nicht gut verstanden wird. Dennoch birgt die Nichteinhaltung ein hohes Risiko für den Markteintritt.

Neben Repräsentanten der Europäischen Kommission waren folgende Organisationen an der Diskussion und Erarbeitung der 7 Aktionspunkte beteiligt: Ospedale Pediatrico Bambino Gesù, IT; ROCHE, CH; Odense Hospital, DK; BAYER, DE; Ticbiomed, ES; Leanentries, FI; Dutch MOH, DK; Phillips, SE; Mediktor ES;  Barcelona Health Hub, ES; Chino io, DE-IT; Estonian Health Insurance Fund, EE; Digital Health Hub Oulu, FI; Health 2.0, UK/USA; AXA PPP, UK; Vertical, FI; SITRA, FI; HealthInnov, FR; Accenture, NO.

Das eHealth HUB Team setzt sich aus folgenden Institutionen zusammen: TicBioMed (Koordinator), APRE – Agenzia per la Promozione della Ricerca Europea, Clinic Law Incubator, Edito, Engage, Inno, META Group, Queen Mary University of London, Steinbeis 2i GmbH.

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Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Information u. Kommunikation Innovation Lebenswissenschaften Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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