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Gemeinsames Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen: Rat der EU verabschiedet Verordnung

Berichterstattung weltweit

Der Rat der Europäischen Union hat am 13. Juli eine Verordnung zur Gründung des Gemeinsamen Unternehmens für europäisches Hochleistungsrechnen (EuroHPC) angenommen. Die Verordnung ebnet den Weg für die Entwicklung der nächsten Generation von Supercomputern in Europa.

Mit der Verordnung werden Forschungs- und Innovationskapazitäten, die Entwicklung eines Ökosystems für Hochleistungsrechnen und die Anschaffung von Supercomputern von Weltrang durch ein gemeinsames Unternehmen gefördert. Dadurch kann die Nutzung der Hochleistungsrecheninfrastruktur auf eine große Zahl öffentlicher und privater Nutzer ausgeweitet werden. Auch der grüne und der digitale Wandel sowie die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen für die europäische Wissenschaft und Wirtschaft werden unterstützt.

Die neue Verordnung wurde an den mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2021-2027 angepasst, sodass das gemeinsame Unternehmen Mittel aus EU-Programmen wie Horizont Europa, Digitales Europa und der Fazilität „Connecting Europe“ nutzen kann. Darüber hinaus trägt sie den jüngsten technologischen Entwicklungen wie der Quanteninformatik Rechnung.

Ziel des Gemeinsamen Unternehmens für europäisches Hochleistungsrechnen ist es, in der EU ein weltweit führendes föderiertes, sicheres und hypervernetztes Ökosystem für Hochleistungsrechnen, Quanteninformatik, Dienste und Dateninfrastrukturen zu entwickeln, einzuführen, zu erweitern und aufrechtzuerhalten. Die Verordnung ermöglicht die Fortführung der Tätigkeiten des bestehenden Gemeinsamen Unternehmens EuroHPC, das im Oktober 2018 gegründet wurde und Mittel der EU, der 27 Mitgliedstaaten, sechs anderer Länder und zwei privater Mitglieder bündelt, nämlich der „European Technology Platform for HPC“ und der „Big Data Value Association“.

Hochleistungsrechnen bezeichnet Rechensysteme („Supercomputer“) mit extrem hoher Rechenleistung, die in der Lage sind, äußerst komplexe und anspruchsvolle Probleme zu lösen. Damit kann durch Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Cybersicherheit das enorme Potenzial der Big-Data-Wirtschaft genutzt werden.

Der Kommissionsvorschlag wurde im September 2020 vorgelegt, und der Rat einigte sich im Mai 2021 auf eine allgemeine Ausrichtung.

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Quelle: Rat der Europäischen Union Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Engineering und Produktion Information u. Kommunikation

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