StartseiteThemenDigitaler WandelInternationales Forschungsteam ruft zu mehr Transparenz und Verantwortung im Umgang mit algorithmischer Moderation von Inhalten auf

Internationales Forschungsteam ruft zu mehr Transparenz und Verantwortung im Umgang mit algorithmischer Moderation von Inhalten auf

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Das Projekt „Ethik der Digitalisierung“ hat seinen ersten Forschungssprint abgeschlossen und drei Policy Briefs veröffentlicht, in denen sie mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in Bezug auf algorithmische Moderation von Inhalten auf Plattformen fordert. Das Verbundprojekt des „Global Network of Internet and Society Research Centers“ (NoC) steht unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und wird von der Stiftung Mercator gefördert.

Als Reaktion auf den zunehmenden öffentlichen Druck, Hate Speech und andere problematische Phänomene zu bekämpfen, setzen Plattformen immer häufiger algorithmische Moderationssysteme für Inhalte ein. Diese automatisierten Werkzeuge versprechen eine effektivere und effizientere Identifizierung potenziell illegaler oder unerwünschter Inhalte. Aber die algorithmische Moderation von Inhalten wirft auch viele Fragen auf, die selten einfach zu beantworten sind. Wo ist die Grenze zwischen Hassrede und Meinungsfreiheit – und wie lässt sich dies im globalen Maßstab automatisieren? Und wie können politische Entscheidungsträger ein angemessenes Maß an Transparenz und Rechenschaftspflicht in den Moderationsprozessen algorithmischer Inhalte von Plattformen sicherstellen?

Dies waren nur einige der Fragen, die den Forschungssprint zu Künstlicher Intelligenz und Moderation von Inhalten bestimmten, den das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) im Laufe von zehn Wochen von August bis Oktober 2020 virtuell veranstaltete. Eine interdisziplinäre Gruppe von dreizehn internationalen Fellows aus neun verschiedenen Ländern erarbeitete drei Policy Briefs, die Empfehlungen zur Bewältigung der dringendsten Herausforderungen enthalten, die sich aus der Automatisierung der Moderation von Inhalten ergeben.

Der Sprint war das erste Forschungsformat des Projekts „Ethik der Digitalisierung – von Prinzip zu Praktiken“ unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Dieses von der Stiftung Mercator geförderte Projekt hat zum Ziel, einen globalen Dialog über die Ethik der Digitalisierung zu fördern. Die Hauptpartner des NoC-Projekts sind das Berkman Klein Center an der Harvard University, der Digital Asia Hub, das HIIG und das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut.

Der aktuelle zweite Forschungssprint (Oktober – Dezember 2020), der vom Berkman Klein Center an der Harvard University veranstaltet wird, untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Zugang zu Bildungs- und Lernräumen. Im Februar 2021 wird das HIIG eine zweiwöchige Research Clinic zu mehr Fairness bei der Anzeigenschaltung in sozialen Netzwerken veranstalten.

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Quelle: Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: USA China Global Themen: Ethik, Recht, Gesellschaft Information u. Kommunikation

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