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Engineering und Produktion

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Engineering und Produktion". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Afrika

1.1 Südafrika

Raumfahrt

In der nationalen Weltraumstrategie 2014 werden die durch die Raumfahrt angestrebten Ziele (bspw. Impulse für die Wirtschaft und eine Verbesserung des nationalen Ressourcenmanagements) präzisiert und strategische Ansätze zum Erreichen der Ziele aufgezeigt. Zuständig für die Umsetzung dieser Strategie ist die South African National Space Agency (SANSA). Erklärtes Ziel der Regierung ist es, Südafrika zu einem international anerkannten Standort für Astronomie, Weltraumforschung und Technologie zu entwickeln. Hauptakteure der Weltraumforschung und -technologie sind die Universität Stellenbosch und der CSIR.

Als Mitglied einer von vier afrikanischen Staaten getragenen Ressourcen-Management-Kooperation hat Südafrika begonnen, an dem ZA-ARMC1-Satelliten zu arbeiten, um seine wertvollen Bodenschätze zu kartieren und zu erschließen.

2014 startete mit dem 25-jährigen Mandla Maseko der erste schwarze Afrikaner in den Weltraum.

Südafrika ist durch Standortfaktoren wie Klima und abgeschiedene, bevölkerungsarme Gebiete für die Weltraumforschung besonders geeignet. Es verfügt über das größte optische Einzelteleskop in der südlichen Hemisphäre, das 2005 in Betrieb genommene Southern African Large Telescope (SALT) und unterhält darüber hinaus das Hartebeesthoek Radioastronomie Observatorium (HartRAO) sowie ein Astronomie Observatorium (SAAO) mit dem Ziel, ein besseres Verständnis der Formation, Struktur und Evolution unserer Galaxie zu erlangen. Die südafrikanische Antarktisbasis Hermanus Magnetic Observatory (HMO) bietet u.a. Weltraumphysikern die Möglichkeit, die komplexe Plasmaumwelt der Erde zu untersuchen.

Als wichtiges Prestigeobjekt ist das Square Kilometre Array Telescope (SKA), das weltweit größte Radioteleskop, zu nennen. Zwei Drittel der Anlage werden bis 2024 in Südafrika entstehen, der übrige Teil in acht weiteren afrikanischen Staaten und Australien/Neuseeland. Mit einer Summe von ca. 1,5 Mrd. Euro zählt das Projekt zu den größten Infrastrukturprojekten des 21. Jahrhunderts. Zur Umsetzung der Idee wurde ein internationales Team zum Bau des MeerKAT, (afrikans für moreKAT = größeres Karoo Array Telescopes, eine kleinere Version des SKA) gebildet. Die insgesamt 64 Antennen des MeerKat sollen bis 2018 fertig gestellt sein.

Im Oktober 2015 verabschiedeten Afrikas Bildungs- und Wissenschaftsminister (u.a. aus Südafrika) einen Entwurf für die erste Raumfahrtstrategie des Kontinents. In einer gemeinsamen Strategie werden große Potenziale über die Raumfahrt hinaus gesehen im Klima- und Katastrophenschutz, Wettervorhersagen, der Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit.

Quelle:

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1.2 Ägypten

Mobilität und Raumfahrt

Trotz insgesamt knapper Ressourcen für Wissenschaft und Forschung setzt Ägypten explizit auf ein Luft- und Raumfahrtprogramm. Dabei ist hier die Verknüpfung mit Informations- und Kommunikationstechnologie z.B. durch die Entsendung und Nutzung eigener Satelliten zur Erkundung und Überwachung der Erde, des Klimawandels sowie der Entwicklung von Fernerkundung und grid-computing von Interesse.

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2Amerika

2.1 Argentinien

Mobilität und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt werden vom argentinischen Staat seit mehr als einem halben Jahrhundert kontinuierlich gefördert. Es gibt ein Raumfahrtzentrum in der Provinz von Cordoba und sechs argentinische Satelliten, die Klimadaten übermitteln und Telekommunikation ermöglichen.

Die Nationale Raumfahrtkommission (Comisión Nacional de Actividades Espaciales, CONAE) verwirklicht, kontrolliert und verwaltet alle argentinischen Projekte und Aktivitäten im Bereich der Luft- und Raumfahrt. Sie ist ebenfalls zuständig für die Vorbereitung des Nationalplans für Luft- und Raumfahrt (Plan Espacial Nacional).

Der Nationalplan für Luft und Raumfahrt 2004-2015 sieht den Bau von drei neuen Satelliten, die Errichtung von zwei Empfangstationen (in Feuerland und in der Antarktis) sowie zahlreiche Forschungsaktivitäten vor. Um diese Ziele zu erreichen, stellt der Staat ca. 400 Mio. USD zur Verfügung. Die internationale Gemeinschaft beteiligt sich an diesem Vorhaben mit ca. 900 Mio. USD. Besonderen Wert legt Argentinien auf die Durchführung gemeinsamer Projekte mit internationalen Partnern. Der Nationalplan sieht für diese Fälle vor, dass Argentinien 30% der Kosten übernimmt.

Das 2001 gegründete Exzellenzzentrum Mario Gulich bildet Spitzenwissenschaftler aus und führt eigene Forschungsaktivitäten und internationale Kooperationsprojekte durch. Die aktuellen Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Nutzung von Raumfahrttechnologien, um Warnsysteme für Naturkatastrophen und Gesundheitsepidemien zu entwickeln.

Im Bereich der Forschung, Entwicklung und Konstruktion von Satelliten ist das staatliche Unternehmen INVAP tätig. Im Oktober 2014 ist mit Arsat-1 der erste in Argentinien produzierte Satellit in seine Umlaufbahn eingetreten. Zwei weitere (Arsat-2 und Arsat-3) sollen 2015/2017 folgen. Primäre Aufgabe der Satelliten ist es die Telekommunikation in entlegenen Provinzen zu verbessern.

Ingenieurwissenschaften und Produktionstechnologie

Die Ingenieurswissenschaften gewinnen in Argentinien in den letzten Jahren stark an Bedeutung. Dies betrifft vor allem die Bereich Landwirtschaft, Bergbau und Industrielle Produktion. Der Strategische Plan zur Ausbildung von Ingenieuren "Plan Estratégico de Formación de Ingenieros 2012 - 2016" hat zum Ziel, die Aus- und Fortbildung von Ingenieuren zu verbessern und die Forschung zwischen den verschiedenen Ministerien und Instituten abzustimmen.

Im Forschungsrat CONICET ist die Abteilung "Landwirtschaft, Ingenieurswesen und Materialforschung" zuständig. Rund 15% der staatlichen Förderung durch CONICET fließen in diesen Bereich. Speziell für Ingenieurswissenschaften für die Anwendung in der Landwirtschaft  ist das Nationale Institut für landwirtschaftliche Technologie "Instituto Nacional de Tecnologias Agropecuarias (INTA)" zuständig.

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2.2 Brasilien

Mobilität und Raumfahrt

Die Schwerpunkte in der Luft- und Raumfahrtforschung sind für die Jahre 2012 – 2021 im Nationalen Programm für Weltraumaktivitäten (PNAE) festgelegt. Vor allem im Bereich der Satellitentechnik strebt Brasilien Unabhängigkeit durch die Entwicklung eigener Trägerraketen an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erdbeobachtung z.B. für Umweltschutz, Ozeanographie und territoriale Organisation.

Luft- und Raumfahrtforschung wird in Brasilien überwiegend in den Forschungszentren des Militärs durchgeführt, die zum Kommando für Luft- und Raumfahrttechnik (DCTA) zusammengeschlossen sind. DCTA, und damit das Zentrum der brasilianischen Luft- und Raumfahrtforschung befindet sich in Sao Jose dos Campos. Hier ist auch der Hauptsitz des Nationalen Instituts für Weltraumforschung - INPE angesiedelt. INPE erhebt u.a. Daten zur Erdbeobachtung; z.B. Infrarotdaten zur Erkennung von Waldbränden in abgelegenen Gebieten Amazoniens.

Am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (ITA) werden diesbezügliche Forschungen betrieben. Das ITA ist darüber hinaus eine Hochschuleinrichtung.

Ebenfalls in Sao Jose dos Campos befindet sich der brasilianische Flugzeughersteller EMBRAER, der Anfang der 1970er Jahre aus den Aktivitäten der DCTA entstandenist.  

International beteiligt sich Brasilien u.a. seit 1997 am Aufbau und Betrieb der internationalen Raumstation ISS. Bei der Entwicklung von Höhenforschungsraketen ist Brasilien Partner der ESA.

Ingenieurwissenschaften und Produktionstechnologie

Angewandte Forschung im Bereich der Ingenieurswissenschaften und Produktionstechnologie ist in Brasilien  - im Gegensatz zu den hier führenden Ländern wie USA, Südkorea, Deutschland oder Japan - noch traditionell an den Universitäten angesiedelt. Ausnahmen sind z.B. das Schlumberger Brazil Research & Geoengineering Center auf dem Campus der Universität von Rio de Janeiro, das sich vorrangig der Entwicklung von Technologien zur Tiefsee-Ölförderung aus Pré-Sal-Schichten widmet; oder IBM, dessen Research-Center Brazil mit Niederlassungen in São Paulo und Rio de Janeiro bereits 1970 gegründet wurde.

Neben den nationalen Universitäten haben vor allem die katholischen Hochschulen Stärken in den ingenieurswissenschaftlichen Disziplinen; so z.B. die Katholische Universität von Rio de Janeiro PUC-Rio.

Brasilien versucht - u.a. mit internationaler Unterstützung - mit verschiedenen Maßnahmen eine stärkere Vernetzung von Forschung und Produktion zu erreichen. So erhielt das Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) im Mai 2012 vom nationalen brasilianischen Ausbildungsdienst für die Industrie (SENAI) den Auftrag zur Planung und Implementierung von 25 marktgetriebenen Innovationsinstituten bis 2016. Auch das Konzept zum zukünftigen Management der neuen Innovationsstrukturen (EMBRAPII) auf nationaler Ebene wird mit Unterstützung von Fraunhofer erstellt. Zu inhaltlichen Fragestellungen der jeweiligen Institute werden außerdem FhG Institute mit entsprechender thematischer Expertise involviert. Weiterer Partner der Initiative ist das Massachusetts Institute of Technology (MIT).

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2.3 USA

Ingenieurwissenschaften und Produktionstechnologie

In der zweiten Amtsperiode Obamas rückte die Positionierung der USA als Industriestandort auf der politischen Agenda nach oben. US-amerikanische Bundesstaaten, Lokalregierungen und auch private gemeinnützige Einrichtungen legten Förderprogramme für Fertigungstechnologien auf (Walmart U.S. Manufacturing Innovation Fund). Um einen besseren Input der US-amerikanischen Unternehmen in den politischen Prozess zu ermöglichen, wurde 2015 ein spezielles Beratungsgremium, die Alliance for Manufacturing Foresight (MForesight) gegründet. Auf politischer Ebene setzten sich Überlegungen durch, nach denen die USA eine neue Einrichtung zur Industrieforschung nach dem Vorbild von Fraunhofer benötigt. Hintergrund ist, dass erfolgreiche Innovationen aus den USA häufiger in industriellen Produktionsprozessen im Ausland statt in den USA zum Einsatz kommen. Ein neues Netzwerk von Innovationsinstituten (Manufacturing USA) soll diese Lücke schließen. Nach der Einrichtung eines Pilotinstitutes im Jahr 2012 fanden zwischen 2014 und 2016 Ausschreibungen statt, mit deren Hilfe insgesamt 14 Innovationsinstitute eingerichtet wurden. Langfristige Pläne, nach denen insgesamt 45 Institute aufgebaut werden sollen, liegen derzeit auf Eis.

Hinter den Instituten von Manufacturing USA stehen große öffentlich-private Partnerschaften von bis zu mehreren hundert Teilnehmern, die typischerweise Unternehmen, Hochschulen und gemeinnützige Einrichtungen zusammen bringen. Auch deutsche Unternehmen beteiligen sich. Die öffentlich-privaten Konsortien müssen sich verpflichten, den Löwenanteil der notwendigen Gelder für die Institute aufzubringen. Die Konsortien, die in den staatlichen Ausschreibungen für die Institutsträgerschaft erfolgreich sind, erhalten einen großzügigen staatlichen Zuschuss, je nach Institut durch das Verteidigungsministerium (U.S. Department of Defense) oder das Energieministerium (U.S. Department of Energy). Einmal etabliert, führen die Institute selbst Projektausschreibungen durch.

Die Manufacturing USA-Institute sind in einer Vielzahl von Fachgebieten spezialisiert, darunter Smart Manufacturing, digitales Design und Fertigung, Photonik, Robotik, 3D-Druck, Einsatz von Halbleitern, Verbundwerkstoffe, Biofabrikation und Biopharmazie. Zwei der Institute arbeiten gezielt an der Verbesserung der Energieeffizienz in Produktionsprozessen beziehungsweise an der Reduzierung von CO2-Emissionen.

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3Asien

3.1 Indien

Ingenieurswissenschaften und Produktionstechnologie

Die Ingenieurwissenschaften spielen in Indien eine wichtige Rolle. Leistungsträger sind die Forschungsinstitute Indian Institutes of Technology (IITs), das Indian Institute of Science (IISc), sowie eine Reihe von Instituten des Forschungsrats Council of Scientific and Industrial Research (CSIR). Der Bereich wird seit 2014 weiter gestärkt durch die Flaggschiffinitiativen „Make in India“, „Creating New Infrastructures“ und „Digital India“ (siehe weitere Regierungsinitiativen). Unter „Make in India“ öffnet Indien seinen Markt weiter für ausländische Direktinvestitionen, im Bereich der Infrastruktur soll sogar eine ausländische Finanzierung zu 100 Prozent möglich sein. Das IISc baut derzeit Indiens erste Smart Factory in Bangalore mit Unterstützung des Unternehmens Boeing. Das deutsche Unternehmen Bosch plant, bis 2018 an seinen 15 Standorten in Indien smarte Technologien einzuführen, und auch andere multinationale Konzerne streben die Umstellung auf smarte Produktionstechnologien an.

Unter der Flaggschiffinitiative „Digital India“ hat die indische Regierung das ehrgeizige Ziel vorgegeben, bis 2020 den gesamten indischen Eigenbedarf an Elektronikgütern im eigenen Land zu produzieren, um die hohen Kosten für den Import zu senken (Quellen: GTAI, (siehe weitere Regierungsinitiativen), IISc).

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3.2 Japan

Mobilität und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt

Das "Strategic Headquarter for Space Policy" hat im Januar 2013 einen neuen fünfjährigen Basisplan für Weltraumpolitik (Basic Plan for Space Policy) beschlossen. Der neue Plan legt die Grundlinien der japanischen Raumfahrtpolitik bis zum Jahr 2017 fest und hat einen langfristigen Horizont von 10 Jahren.

Die Zuständigkeit für Weltraumforschung und -technologie liegt schwerpunktmäßig bei MEXT. Das oberste Beratungs- und Koordinierungsgremium ist die Space Activities Commission (SAC), die unmittelbar den Premierminister berät. Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) fördert als untergeordnete Agentur die wissenschaftlicher Forschung in der Raumfahrt sowie Nachwuchswissenschaftler.

Schwerpunktbereiche sind Navigations-, Beobachtungs- und Telekommunikations- / Rundfunksatelliten sowie Weltraumtransportsysteme. Ein Prestigeprojekt Japans ist das Quasi-Zenith-Satellite System (QZSS)-Projekt (Satellitennavigation), das unter der direkten Federführung des Office of National Space Policy im Kabinettsbüro durchgeführt wird.

Der erste Satellit für dieses Systems wurde von JAXA 2010 unter dem Namen "Michibiki" ("Wegweiser") ins All gebracht. Bis Anfang 2018 soll ein 4-Satelliten-System, später dann ein dann ein 7 Satelliten-System verwirklicht werden, um gänzlich vom GPS-System der USA unabhängig zu werden. Derzeit wendet Japan noch jährlich rd. 10 Mrd. Yen für den Kauf von Satellitenaufnahmen aus dem Ausland auf. Die Kosten für das 7-Satelliten Systemes werden derzeit auf rd. 300 Mrd. Yen veranschlagt.

Die japanische Beteiligung an der ISS (bisheriger Aufwand: rd. 710 Mrd. Yen) wird zunehmend kritisch hinterfragt. Es erscheint derzeit nicht ausgeschlossen, dass das japanische Engagement mit dem Jahr 2020 aufgrund anderweitiger Prioritäten im Haushalt eingestellt wird

Mobilität

Das wichtigste verkehrspolitische Ziel ist die Effizienzsteigerung des Transportnetzwerks durch Verbesserung der Integration von Straßen-, Schienen-, See- und Luftverkehrswegen ("barrierefreie Gesellschaft"). Daneben spielt die Verringerung von Schadstoffen (insbesondere Dieselabgasen) und CO2-Emissionen eine zentrale Rolle. Mit Vorrang gelten diese Ziele für die großen japanischen Metropolen.

Das Ministry of Land, Infrastructure and Transport (MLIT) fördert Forschung und Entwicklung in den Bereichen schienengebundene Verkehrstechnologien, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Hafenanlagen, Flughäfen und Wetterbeobachtung.

Zu den wichtigsten FuE-Projekten zählen:

  • Die Magnetschwebetechnologie MAGLEV
  • Techno Superliner (TSL)
  • Mega Float
  • Super Marine Gas Turbine (SMGT)
  • multifunktionales Satellitensystem für den Transportsektor
  • Entwicklung eines neuen Hafentyps und neuer Hafenstrukturen
  • Entwicklung eines Autos mit fortgeschrittenen Sicherheitssystemen (advanced safety vehicle)
  • Entwicklung abgasarmer Autos.

Hinsichtlich der Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen hat METI das Ziel vorgegeben, bis 2010 50.000 und bis 2020 sogar bereits 5 Mio. Fahrzeuge zu erreichen.

Ingenieurwissenschaften und Produktionstechnologie

Die Produktionstechnologie wird als die Grundlage für die ökonomische Stärke Japans angesehen und hat deshalb besonders hohe Priorität. Im Jahr 2000 wurde der "Manufacturing Fundamental Technology Plan" aufgestellt, aufgrund dessen umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen in Angriff genommen wurden. Diese betreffen die Ausbildung und die Unterstützung von Personalentwicklung in dem Bereich, sowie die Verbindung von Informationstechnologie und Produktionstechnik für CAD, Simulationstechniken, E-Learning und Datenbanken. MEXT wie METI sind in der Projektförderung engagiert, zum Beispiel in den Themenfeldern Halbleiter und im "Digital Meister Project".

Quelle:

  • White Paper on Science and Technology 2005

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3.3 Jordanien

Ingenieurwissenschaften und Produktionstechnologie

Zentrales Anliegen ist hier die "saubere" Produktion (cleaner production), d.h. die ökologische Effizienz der Produktion in den Unternehmen einschließlich der Abwassernutzung, Abfallmanagement und Ressourceneffizien.

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4Europa

4.1 Polen

Mobilität und Raumfahrt

In den Bereichen Luft- und Raumfahrt wird in Polen von verschiedenen Instituten geforscht. Nähere Informationen zu aktuellen Forschungsprogrammen können dort eingeholt werden:

ITLiMS - Institute of Aeronautics and Applied Mechanics
Warsaw University of Technology
24 Nowowiejska str.
00-665 Warsaw, POLAND
Tel: +48 22 6215310 / +48 22 2347354
Fax: +48 22 6257351
E-mail: dziekan(at)meil.pw.edu.pl
www.meil.pw.edu.pl/itlims
 
INSTITUTE OF AVIATION
Das Warschauer Luftfahrtinstitut wurde 1926 gegründet und ist das Zentrum für Forschung, Entwicklung und Design sowie allen anderen relevanten Aktivitäten in der Luftfahrt. Es verfügt über ein weites Wissensspektrum und kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Warsaw's Institute of Aviation
Al. Krakowska 110/114
02-256 Warsaw, POLAND
Tel.: (+48) 0 22 846 00 11 ext. 460, (+48) 0 22 846 38 12
Fax: (+48) 0 22 846 44 32
e-mail: ilot(at)ilot.edu.pl
ilot.edu.pl/en/

Space Research Centre
Centrum Badań Kosmicznych
Polskiej Akademii Nauk
Bartycka 18A
00-716 Warszawa
POLAND
Tel.: (+48-22) 840-37-66
cbk(at)cbk.waw.pl
www.cbk.waw.pl
 
Solar Physics Division
Space Research Centre
Polish Academy of Sciences
51-622 Wrocław, ul. Kopernika 11
Tel: (071) 348-32-38
Fax: (071) 372-93-72
www.cbk.pan.wroc.pl

Verkehr

Im der polnischen Verkehrsforschung wird sehr großen Wert auf den Bereich Forschung in der Nachhaltigkeit gelegt.

Road and Bridge Research Institute
 
Das Forschungsinstitut für Straßen und Brücken ist das führende polnische Forschungszentrum mit einem breiten Spektrum von Aufgaben im Bereich des Straßenbaus. Es unterstützt mit seiner Forschungsarbeit, seinen Innovationen, Analysen und Konsultationen Projekte im Bereich von Entwicklung und Modernisierung sowie Reparatur von Straßen und Brücken. Es ist ebenso bei der Einführung von optimierten Straßennetzwerkmanagementsystemen behilflich und identifiziert den Zustand von Straßen und Brücken mit modernen Diagnoseverfahren.

1, Instytutowa str.
03-302 Warschau
Tel.: 0048 22 698 06 06
Fax: 0048 22 814 50 28
eng.ibdim.edu.pl

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4.2 Russland

Mobilität und Raumfahrt

Mit dem Zerfall der Sowjetunion erlebte die Raumfahrtforschung in Russland einen deutlichen Niedergang. Viele Fachkräfte gingen seither an das Ausland verloren. Doch aktuell stellt sich die Raumfahrtforschung in Russland neu auf. Das Raumfahrtprogramm bis 2020 wurde von der russischen Regierung im Frühjahr 2008 genehmigt. Die Schwerpunkte des Programms sind:

  • Verstärkte Investitionen und föderale Priorität für die weitere Entwicklung des russischen Satelliten-Navigationssystems "Glonass", welches in Konkurrenz zum US-amerikanischen System GPS und dem europäischen GALILEO steht.
  • Bau des neuen Weltraumbahnhofs (Kosmodrom) "Wostochny" im fernöstlichen Gebiet Amur. Der erste unbemannte Start von Wostochny ist für 2015 geplant, der erste bemannte Flug für 2018.
  • Vervollständigung und Modernisierung des RUS-Satellitenparks durch neue Nachrichten-, Navigations-, Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten.
  • Inbetriebnahme der neuen russischen Weltraumraketenfamilie "Angara I, III, V", die im Chrunitschew-Raumfahrtzentrum entwickelt werden. Es handelt sich dabei um einen breiten, universell einsetzbaren Trägerkomplex, der Nutzlasten von 3,5 bis 24,5 Tonnen in den Weltraum transportieren kann. Es sind drei Klassen von Raketen (Launcher-Familie) geplant, die aus ähnlichen Modulen bestehen werden und die von ein und derselben Startanlage gestartet werden können. Der Bau der Startanlage in Plessezk ist in der Schlussphase.
  • Konzentration und Umstrukturierung der russischen Raumfahrtindustrie zum Zweck der Steigerung ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit.
  • Beteiligung an Nutzung und Betrieb der internationalen Raumstation (ISS) spätestens bis zum Jahr 2020.
  • Erforschung des Mars (Manned Mars Mission).

Die Ausgaben des föderalen Haushaltes für Raumfahrt werden von 32,9 Mrd. RUB (0,74 Mrd. Euro) in 2013 voraussichtlich auf 47,5 Mrd. RUB (1,07 Mrd. Euro) im Jahre 2015 steigen.

Föderale Raumfahrtagentur ROSKOSMOS

Die Agentur wurde 1992 gegründet und ist für das zivile Raumfahrtprogramm des Landes zuständig. Sie ist zu einer wichtigen Institution geworden und hat indirekt Einfluss auf die Formulierung der russischen Industrie- und Investitionspolitik.

Weitere Informationen unter http://www.roscosmos.ru

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4.3 Ukraine

Mobilität und Raumfahrt

Von der nationalen Weltraumagentur der Ukraine als Träger- bzw. Förderorganisation werden/wurden die folgenden staatlichen Sonderprogramme umgesetzt: 

  • nationales Raumfahrtprogramm 2008-2012 mit einer Gesamtfinanzierung von etwa 2,50 Mrd. UAH (ca. 238 Mio. Euro), darin enthalten sind die Erdbeobachtungssatelliten "Sitsch-2" mit etwas 75 Mio. UAH (ca. 7,1 Mio. Euro) und "Sitsch-2M" mit 120 Mio. UAH (ca. 11,4 Mio. Euro) sowie der Telekommunikationssatellit "Lybid" bis 2013
  • nationales Raumfahrtprogramm 2013-2017 mit einer Gesamtfinanzierung von etwa 2,58 Mrd. UAH (ca. 240 Mio. Euro), davon vom Staatsbudget 1,12 Mrd. UAH (ca. 100 Mio. Euro)

Gemäß einem Erlass des Premierministers Asarow vom März 2011 über das Konzept der staatlichen Politik im Raumfahrtbereich im Zeitraum bis zum Jahr 2032 ist eine Gesamtfinanzierung von 38,5 Mrd. UAH (ca. 3,67 Mrd. Euro) vorgesehen, in diesem Rahmen soll der Transfer der führenden Raumfahrttechnologien in die Realwirtschaft erfolgen.

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5Ozeanien

5.1 Australien alt

Mobilität und Raumfahrt

Hauptakteur auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrtforschung ist die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), die einen Forschungsbereich "Astronomy and Space" unterhält. Folgende Bereiche werden schwerpunktmäßig erforscht:

  • Astronomy & Space Facilities
  • Astrophysics
  • Radio Astronomy
  • Space Engineering.

Im Bereich der Radioastronomie versucht Australien Standort für das auch von der europäischen astronomischen Forschergemeinschaft als prioritär eingestufte internationale Großprojekt Square Kilometer Array (SKA) zu werden. Australien steht hier in Konkurrenz mit Südafrika. Im Juni 2010 hat eine australische Delegation unter Leitung von Forschungsminister Carr Deutschland besucht, um für das SKA zu werben.

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