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Grundlagenforschung

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Grundlagenforschung". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Amerika

1.1 Argentinien

Grundlagenforschung

Asociación Civil de Estudios Populares (ACEP)
Die Asociación Civil de Estudios Populares (ACEP) ist eine Vereinigung zur Förderung der Grundrechte und Achtung der in der Verfassung verankerten demokratischen Werte. Zu den Arbeitsschwerpunkten der Vereinigung gehören Forschungen auf Gebieten wie Öffentliche Verwaltung und Management, Umwelt und nachhaltige Entwicklung, sowie regionale Integration, Technologiepolitik, Wirtschaft, Sicherheit u.ä.. ACEP ist ferner dem Netz der Forschungsinstitute der Regionalorganisation der christlich-demokratischen Parteien Amerikas (Organización Demócrata Cristiana de América - ODCA) angeschlossen und fördert in diesem Rahmen die Veranstaltung von Weiterbildungsseminaren. Zu ihren Zielgruppen gehören Beamte, Gesetzgeber und Bürgermeister. Ein weiterer Schwerpunkt sind Abkommen im Rahmen der internationalen Kooperation und Beratung mit nahestehenden Institutionen wie die Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland und die Fundación Popular Iberoamericana in Spanien.

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2Asien

2.1 Jordanien

Grundlagenforschung

Dezidierte Grundlagenforschung wird an verschiedenen Instituten betrieben, wenn auch nur zum Teil auf internationalem Spitzenniveau. Eines der auffälligsten Großprojekte ist der Aufbau eines Protonenbeschleunigers SESAME. Dieses Gemeinschaftsprojekt vereint neun Länder der Region und weitere zwölf internationale Partner und wird in enger Kooperation mit dem DESY Institut in Hamburg durchgeführt.

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2.2 Republik Korea (Südkorea)

Grundlagenforschung

2011 war von der damaligen Regierung ein Entwicklungsplan zur Gründung eines Institute for Basic Science (IBS) veröffentlicht worden, das im November 2011 realisiert wurde. Insgesamt wurden seit 2012 ca. 1,5 Bio. Won (ca. 1,2 Mrd. EUR) investiert. Damit wurde die 2012 angekündigte Investitionssumme von 3,4 Mrd. Euro bis 2017 deutlich unterschritten. Plan ist es, 50 Institute mit ca. 3000 Angestellten aufzubauen, angelehnt an das Vorbild der deutschen Max-Planck Institute. Stand Juli 2018 existieren 28 Institute, von denen drei durch deutsche Direktoren geleitet werden. Das jährliche Budget für jedes Zentrum liegt zwischen 2 und 10 Millionen USD.

Mitte 2016 hat die Seoul National University (SNU) eine neue Initiative zur Förderung der Grundlagenforschung gestartet: In dem sogenannten „Nobelpreis-Förderprojekt“ erhalten ausgewählte junge Professorinnen und Professoren über einen Zeitraum von 10 Jahren Forschungsgelder in Höhe bis zu 100 Mio. Won (etwa 77.000,- Euro) jährlich. Ziel des Projekts, in das bis 2019 20 Mrd. Won (etwa 16,7 Mio. Euro) fließen sollen, ist es, den Forschenden zu ermöglichen, sich über einen längeren Zeitraum ausschließlich ihrer Forschung zu widmen und sich so für den Nobelpreis zu qualifizieren. Das Bildungsministerium MOE hat im Dezember 2017 einen Unterstützungsplan für Grundlagenforschung in den Bereichen Engineering und Naturwissenschaften 2018 veröffentlicht, in dem 9.686 Projekte mit 452,5 Mrd Won (352 Mio. Euro), eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, unterstützt werden sollen. (Quelle: 08.12.2017; Korea Economic Daily).

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3Europa

3.1 Frankreich

Grundlagenforschung

Die Grundlagenforschung nimmt in Frankreich eine herausragende Stellung ein und spielt für die gesamte Nationale Forschungsstrategie eine wichtige Rolle. Insbesondere das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS ist als wichtigste französische und größte europäische Forschungseinrichtung zentral und in allen Wissensfeldern aktiv. Das zeigt sich auch durch zahlreiche internationale Auszeichnungen seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auf europäischer und internationaler Ebene ist Frankreich an vielen Großgeräten der Grundlagenforschung beteiligt (zum Beispiel CERN, ESRF, ILL, IRAM etc.; siehe Kapitel „Internationale Kooperationen“).

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3.2 Polen

Grundlagenforschung

Die Grundlagenforschung spielt nach wie vor in Polen eine wichtige Rolle. Die polnische Grundlagenforschung hat ihre Stärken in den Fächern Mathematik, Physik, Astrophysik und Chemie, aber auch Biologie, Geowissenschaften und Medizin sind starke Fächer sowie einige Bereiche der Ingenieurwissenschaften.
2004 wurden fast 40% der FuE-Ausgaben für die Grundlagenforschung in Polen ausgegeben, der gößte Teil stammte hier aus öffentlichen Mitteln. Damit gehört Polen zu den Ländern, die die höchsten Ausgaben für Grundlagenforschung tätigen.

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3.3 Ukraine

Grundlagenforschung

Bei den staatlich geförderten FuE-Programmen in der Ukraine steht die Grundlagenforschung an erster Stelle mit einem Volumen von ca. 229 Mio. Euro für 2010, entsprechend etwa 48,8% der staatlichen FuE-Gesamtausgaben. 70,7% davon werden dabei durch die Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine genutzt. 2011 wurde vom Ministerkabinett allerdings eine starke Reduzierung (um etwa 40%) der staatlichen Programme beschlossen.

Im März 1992 wurde der Staatliche Fonds für Grundlagenforschung der Ukraine (DFFD) gegründet. Damit wurde in der Ukraine das Wettbewerbssystem bei der Förderung von wissenschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Projekten in verschiedenen Wissenschaftsbereichen eingeführt.

Der DFFD hat bis 2012 insgesamt 50 Wettbewerbe verschiedener Richtung durchgeführt: allgemein-thematische, nach festgelegten Branchenprioritäten, Verlagsausschreibung und die Stipendien des Präsidenten der Ukraine für die Förderung von Forschungsaktivitäten junger Wissenschaftler.

In den vergangenen 20 Jahren wurden beim DFFD mehr als 24.000 Anträge eingereicht und mehr als 5.500 Fördermaßnahmen realisiert.

Außerdem erfolgte eine Zusammenarbeit mit ähnlichen ausländischen Programmen (Weißrussischer Fonds für Grundlagenforschungen, Russischer Fonds für Grundlagenforschungen, Russischer humanitärer Fonds, Nationaler wissenschaftlicher Fonds der USA). Seitdem wurden durch den DFFD zahlreiche Ausschreibungen zu unterschiedliche Themen und für unterschiedliche Zielgruppen durchgeführt.

Seit Oktober 2013 ist die Ukraine assoziiertes Mitglied bei CERN.

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4Multilaterales

4.1 G7/G8 - G20

Forschungsinfrastrukturen

Der Aufbau von Forschungsinfrastrukturen ist für einzelne Staaten oft mit großen Kosten verbunden. Daher scheint es in vielen Fällen sinnvoll, Forschungsinfrastrukturen zumindest von Wissenschaftlern anderer Länder nutzen zu lassen oder sogar den kostspieligen Aufbau von Infrastrukturen von vorneherein in internationaler Kooperation anzugehen. Seit 2008 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der G8 (seit 2014 der G7), die sogenannte „Group of Senior Officials on Global Research Infrastructures (GSO on GRI)“ mit diesem Thema. Die GSO hat inzwischen eine Liste von Forschungsinfrastrukturen vorgelegt, bei denen die Partnerländer Interesse an der Verstärkung der internationalen Kooperation haben. Auch wurde ein Kriterienkatalog für die Identifizierung von sogenannten globalen Forschungsinfrastrukturen vorgelegt (Bericht 2015). Die GSO ist aufgerufen, im Frühjahr 2017 einen weiteren Fortschrittsbericht zu verbesserter internationaler Koordination und der Bewertung von Good Practice Beispielen zu liefern.

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