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Argentinien und Katalonien fördern internationale Zusammenarbeit in der Industrie 4.0

Berichterstattung weltweit

Im Rahmen der Veranstaltung "Industrie 4.0: Brückenschlag zwischen Katalonien und Südamerika" gaben Regierungsvertreter aus Argentinien und Katalonien Pläne für bilaterale Förderungen von Kooperationsprojekten im Bereich Industrie 4.0 bekannt.

Die virtuelle Veranstaltung "Industrie 4.0: Brückenschlag zwischen Katalonien und Südamerika" fand vom 8. bis 10. Juni 2021 statt und hatte zum Ziel, den Technologietransfer und die Zusammenarbeit von Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks im aktuellen Kontext der wirtschaftlichen Reaktivierung der Länder infolge der COVID-19-Pandemie zu ermöglichen. Der Beitrag von Industrie 4.0 wird dabei als Hebel für die Transformation von Unternehmen angesehen. Die digitale Transformation der Sektoren Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, Lebensmittel und Getränke, Bau und Infrastruktur, Energie, Chemie und Rohstoffsektor, Fertigung, Bergbau, Mobilität und Logistik, Gesundheit und Wellness, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sowie Einzelhandel steht dabei im Fokus der Bestrebungen. Die Veranstaltung wurde von der Innovationsagentur von Katalonien (ACCIÓ), dem Enterprise Europe Network (EEN) und der argentinischen Industriegewerkschaft (UIA), neben anderen Branchenorganisationen aus Spanien, Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Uruguay, organisiert. Die Europäische Union fördert dieses Projekt.

Das argentinische Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Innovation (MINCYT) wurde bei dieser Veranstaltungsreihe von Diego Hurtado, Staatssekretär für Planung und Politik in Wissenschaft, Technologie und Innovation vertreten. Sein Vortrag zum argentinischen Reindustrialisierungsplan (Plan de reindustrialización de Argentina), bezog sich auf die Herausforderungen der digitalen Transformation und der Industrie 4.0 im Kontext der wirtschaftlichen Reaktivierung nach der COVID-19-Pandemie. Ein nationaler Plan für Wissenschaft und Technologie 2030 werde im Moment vom MINCYT ausgearbeitet. Er betonte, dass der Plan darauf abziele, einen intelligenten Staat zu schaffen, der das Bewusstsein für das Potenzial der Industrie 4.0-Technologien für verschiedene Zielgruppen in den Bereichen Bildung, Arbeitswelt, Wirtschaft und öffentliche Kommunikation schärft, unter anderem mit spezifischen Maßnahmen zur Schaffung von Kapazitäten in KMU durch Unterstützung bei der Bereitstellung von Industrie 4.0-Lösungen.

Carles Miranda, Manager für Industrie 4.0 und Kreislaufwirtschaft, vertrat die Agentur für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen (ACCIÓ) aus Katalonien. Er mahnte an, dass Unternehmen heute gefordert seien, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu erhöhen, was in erster Linie durch eine Änderung des technologischen Ansatzes möglich ist. Industrie 4.0 sieht er dabei als Hebel für das Entstehen neuer Geschäftsmodelle und einer erhöhten Resilienz von Unternehmen und als einen Katalysator für digitale Innovationen.

Maria José Haro Sly stellte das Programm "Export Knowledge" vor, das die wissenschaftlich-technologische Entwicklung und Innovation fördern soll. Sie kündigte den neuen bilateralen Aufruf von Argentinien und Spanien zur Finanzierung von Unternehmensprojekten der Forschung und technologischen Entwicklung über das internationale Instrument ANR der Nationalen Agentur zur Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation und der CDTI, Spaniens Innovationsagentur an. Ziel ist es, durch die gemeinsamen Innovationsprojekte die Position von nationalen technologiebasierten KMU zu stärken. Die Finanzierung erhöht sich bei diesem Aufruf von 4.800.000 Pesos (ca. 42.000 Euro) auf 15.000.000 Pesos (ca. 132.000 Euro).


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Quelle: Argentina.gob.ar Redaktion: von Laura Nientiet, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Argentinien Spanien Themen: Engineering und Produktion Innovation

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