StartseiteThemenWissens- und TechnologietransferMehr Frauen an die Spitze von innovativen Tech-Start-ups: EU fördert 50 Unternehmerinnen

Mehr Frauen an die Spitze von innovativen Tech-Start-ups: EU fördert 50 Unternehmerinnen

Berichterstattung weltweit

Die Europäische Kommission hat am 1. März die ersten 50 von Frauen geführten Deep-Tech-Start-ups ausgewählt, die im Rahmen des neuen Pilotprogramms Women TechEU gefördert werden. Zehn der geförderten Start-ups werden von Unternehmerinnen aus Deutschland geführt.

Women TechEU ist eine völlig neue Initiative der Europäischen Union (EU). Die Regelung sieht Finanzhilfen in Höhe von jeweils 75.000 Euro zur Unterstützung der ersten Schritte des Innovationsprozesses und des Wachstums des Unternehmens vor. Darüber hinaus werden Mentoring und Coaching im Rahmen des Programms „Women Leadership“ des Europäischen Innovationsrats (EIC) sowie EU-weite Vernetzungsmöglichkeiten angeboten.

Nach der Bewertung durch unabhängige Sachverständige wird die Kommission eine erste Gruppe von 50 von Frauen geführten Unternehmen aus 15 verschiedenen Ländern unterstützen. Mehr als 40 dieser Unternehmen haben ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten, darunter ein Fünftel aus den „Ausweitungsländern“ von Horizont Europa. Außerdem hat etwa ein Fünftel seinen Sitz in mit Horizont Europa assoziierten Ländern.

Die für eine Finanzierung vorgeschlagenen Unternehmen haben bahnbrechende und disruptive Innovationen in einer Reihe von Bereichen entwickelt, von Krebsfrühdiagnosen und -behandlungen bis hin zur Verringerung der negativen Auswirkungen von Methanemissionen. Sie befassen sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) wie der Bekämpfung des Klimawandels, der Verringerung der Lebensmittelverschwendung, der Ausweitung des Zugangs zu Bildung und der Stärkung der Rolle von Frauen.

Die Projekte beginnen im Frühjahr 2022 und werden voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern. Die weiblichen Führungskräfte werden für maßgeschneiderte Coaching- und Mentoring-Aktivitäten in das Programm „Women Leadership“ des Europäischen Innovationsrats aufgenommen.

Nach der sehr ermutigenden Reaktion auf dieses erste Pilotprojekt wird die Kommission 2022 das Programm Women TechEU verlängern. Die Mittel für die nächste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen werden auf 10 Millionen Euro aufgestockt, mit denen rund 130 Unternehmen finanziert werden sollen (gegenüber 50 in diesem Jahr). Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wird 2022 veröffentlicht.

Zehn der geförderten Start-ups werden von Unternehmerinnen aus Deutschland geführt. So beschäftigt sich z.B. das Unternehmen „Die Frischemanufaktur“ in Halle (Saale) mit der Verbesserung der Haltbarkeit von frischen Lebensmitteln, damit im Handel weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Soluterials in Cottbus hat einen nanostrukturierten Aluminiumwerkstoff „InC“ entwickelt, der im Funktions- und Strukturleichtbau eingesetzt werden kann und Produktgröße und -gewicht reduziert. Das Start-up Nocturne in Berlin produziert KI-basierte Software für Messungen von Netzhautformveränderungen für neurologische Anwendungen.

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Quelle: Europäische Kommission - Vertretung in Deutschland Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Fachkräfte Förderung Innovation Wirtschaft, Märkte

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