inside Newsletter 02/2022

Erscheinungsdatum: 28.02.2022 inside Newsletter

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es sind schockierende und bedrückende Nachrichten und Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen. Internationale Bildungs- und Forschungskooperation, welche die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben schaffen und stärken soll, ist in vielfacher Weise betroffen. Beispielsweise gibt es derzeit 257 Hochschulkooperationen mit der Ukraine und über 8.000 ukrainische Studierende an Hochschulen in Deutschland. Wir fassen erste Reaktionen der deutschen Wissenschaftsorganisationen zusammen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat inzwischen umfassende Konsequenzen für die deutsch-russische Kooperation in Forschung und Berufsbildung angekündigt. Alle laufenden und geplanten Maßnahmen mit Russland werden demnach eingefroren und kritisch überprüft. Neue Kooperationen werde es bis auf Weiteres nicht geben. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen empfahl ebenfalls, dass wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres eingefroren werden, dass deutsche Forschungsgelder Russland nicht mehr zu Gute kommen und dass keine gemeinsamen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Veranstaltungen stattfinden. Die letztendliche Entscheidung obliege aber den einzelnen Organisationen, die Mitglieder der Allianz sind.

Kontakte und die intensive Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern sollen hingegen auf allen Ebenen fortgesetzt werden, beim Studierendenaustausch ebenso wie in der Förderung bilateraler Forschungsprojekte und beim Aufbau sowie in der Nutzung wissenschaftlicher Infrastrukturen. Angekündigt wurde auch eine umfassende Unterstützung für Studierende und Forschende, die als Folge der russischen Aggression die Ukraine verlassen müssen.

Nachrichten zu anderen Weltregionen und Themen treten derzeit naturgemäß eher in den Hintergrund, obwohl auch diese wichtige Informationen und Eindrücke liefern. So liegt jetzt eine erste Bilanz zu den europäischen Partnerschaften unter dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 (2014-20) vor. Deutschland stellte demnach die meisten Mittel für europäische Partnerschaften bereit und bewilligte mit Abstand die meisten Projekte. Auch im Bereich der Teilnahme an und der Koordinierung von Partnerschaften gehört Deutschland zu den führenden Ländern, wie der kürzlich veröffentlichte Länderbericht Deutschland von ERA-LEARN zeigt.

Eine erfolgreiche deutsche Beteiligung zeigt auch eine zu der Programmgeneration Erasmus+ 2014-2020 durchgeführte Evaluation. Mehr als die Hälfte aller deutschen Hochschulen setzte demnach in den sieben Jahren mindestens ein Erasmus-Kooperationsprojekt um; dazu warben die Hochschulen mit ihren europäischen Partnern mit über 830 Millionen Euro mehr als ein Drittel des EU-weiten Gesamtbudgets ein.

Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo wird 10 Jahre alt und wächst weiter. Das DWIH São Paulo, das einzige in Lateinamerika und in der südlichen Hemisphäre, ist Teil eines expandierenden Netzwerks, das im Jahr 2022 mit sechs Niederlassungen auf drei Kontinenten vertreten sein wird. Zu den ersten Einrichtungen in New York, Tokio, Neu-Delhi, Moskau und São Paulo kommt in diesem Jahr das DWIH San Francisco hinzu.

Research in Germany präsentiert Initiativen von interdisziplinären Forschungsverbünden, mit denen deutsche Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei der Verbesserung ihres Forschungsmarketing unterstützt werden.

Weiterhin stellen wir Ihnen Neuigkeiten aus unserem Partnernetzwerk vor und geben Ihnen einen Überblick über die aktuellen Bekanntmachungen mit internationalem Bezug. Diese sind nach Bewerbungsstichtagen sortiert.

Wir wünschen viel Erfolg, wenn Sie sich auf eine der Bekanntmachungen bewerben. Wenn auch Sie sich mit Informationen über Ihre Aktivitäten bei Kooperation international einbringen möchten, sprechen Sie uns an.

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Quelle: Kooperation international Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Deutschland Russland Ukraine EU Global Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Fachkräfte Förderung Information u. Kommunikation Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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