inside Newsletter 03/2022

Erscheinungsdatum: 31.03.2022 inside Newsletter

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der völkerrechtswidrige Krieg, den Russland seit dem 24. Februar gegen die Ukraine führt, hat auch unmittelbare Auswirkungen auf das deutsche Bildungs- und Forschungssystem. In der Lübecker Erklärung der Kultusministerkonferenz (KMK) verurteilen die für Bildung und Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Minister von Bund und Ländern den Angriff und unterstreichen die Aufnahmebereitschaft von Schulen und Hochschulen für Geflüchtete aus der Ukraine. Viele Hochschulen haben in der Zwischenzeit Unterstützungsangebote veröffentlicht, die teilweise mit Hilfe privater Spenden finanziert werden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gehen davon aus, dass bis zu 100.000 Studierende aus der Ukraine nach Deutschland kommen werden. Sie plädieren daher für die Annahme umfassender Unterstützungsprogramme unter einem Fünf-Säulen-Modell. Forschende, die die Ukraine verlassen müssen, können sich bereits heute beispielsweise bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) um Förderungen bewerben. Im Auftrag der KMK bündelt der DAAD alle Unterstützungsangebote deutscher Institutionen auf einer neuen Seite.

Seit 2001 berichten der DAAD und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in der Publikationsreihe "Wissenschaft weltoffen" über Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland und weltweit. Wie die kürzlich erschienene Kompaktausgabe 2022 herausstellt, ist die Zahl internationaler Studierender an deutschen Hochschulen im Wintersemester 2020/21 trotz der COVID-Pandemie weiter gestiegen. Sie stellen 11 Prozent der Studierenden in Deutschland; das wichtigste Herkunftsland ist China, gefolgt von Indien und Syrien. Die Hauptausgabe von "Wissenschaft weltoffen" wird im Herbst (September/Oktober) publiziert.

„Diamond Open Access“ ist ein Open-Access-Geschäftsmodell, bei dem weder für Publizierende noch für Lesende Gebühren anfallen. Die Publikationsinfrastruktur für die frei zugänglichen Erstpublikationen wird von wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt oder durch fachlich organisierte Wissenschaftsverbände, wie zum Beispiel Fachgesellschaften, finanziert. Ziel ist es, den gleichberechtigen Zugang zu Informationen zu fördern und Benachteiligungen aufgrund der Publikationskosten für weniger finanzstarke Disziplinen, Länder, Regionen oder Institutionen zu vermeiden. Der im März initiierte Aktionsplan für Diamond Open Access soll der Inititative weiteren Schub verleihen; er wird u.a. von der Max Weber Stiftung (MWS) und der DFG unterstützt.

Weiterhin stellen wir Ihnen Neuigkeiten aus unserem Partnernetzwerk vor und geben Ihnen einen Überblick über die aktuellen Bekanntmachungen mit internationalem Bezug. Diese sind nach Bewerbungsstichtagen sortiert.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und viel Erfolg, wenn Sie sich auf eine der Bekanntmachungen bewerben. Wenn auch Sie sich mit Informationen über Ihre Aktivitäten bei Kooperation international einbringen möchten, sprechen Sie uns an.

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Quelle: Kooperation international Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Costa Rica Deutschland Russland Ukraine EU Global Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Fachkräfte Förderung Information u. Kommunikation Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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