inside Newsletter 04/2022

Erscheinungsdatum: 29.04.2022 inside Newsletter

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als Reaktion auf den völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf seiner Webseite bereits Ende Februar eine grundlegende Änderung seiner Kooperationspolitik mit Russland angekündigt. Ende März teilte das BMBF Einzelheiten zu den Änderungen mit. Die "Deutsch-Russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation" von 2018 als umfassendes Dach der bilateralen Zusammenarbeit wird ausgesetzt. Forschungsprojekte und Programme mit staatlicher Beteiligung aus Russland und Belarus werden unter Wahrung rechtlicher Rahmenbedingungen gestoppt, ebenso Forschungskooperationen, bei denen Technologie- und Knowhowtransfer stattfindet oder stattfinden könnte. Seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen kommt das BMBF weiterhin nach. Das gilt auch für die internationalen Großgeräte Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR) in Darmstadt und die European X-Ray Free-Electron Laser Facility (European XFEL) bei Hamburg. Die weitere Umsetzung dieser Verträge wird angesichts der russischen Aggression mit den internationalen Partnern und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen abgestimmt.

Im Übrigen wird das BMBF im Rahmen des Möglichen alles tun, um die Forschungszusammenarbeit mit der Ukraine in vom BMBF geförderten Projekten weiterzuführen. Die vielfältigen deutschen Unterstützungsangebote für die aus der Ukraine geflohenen Studierenden und Forschenden werden nun auf einem zentralen Portal gebündelt (siehe Partnermeldung des Monats).

Zur Integration von Kindern und Jugendlichen, die 2015 und 2016 – vorwiegend als syrische Kriegsflüchtlinge – nach Deutschland gekommen waren, wurde eine Studie veröffentlicht. Ein vom BMBF geführtes Interview mit den Autorinnen der Studie beleuchtet auch die aktuellen Herausforderungen bei der Integration von ukrainischen Kindern und Jugendlichen in das deutsche Bildungssystem.

Das BMBF ist auch 2022 wieder auf der Suche nach den besten grünen Talenten. Unter der Schirmherrschaft der Bundesforschungsministerin werden 25 junge Forschende, die an innovativen Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft arbeiten, mit dem "Green Talents Award" für herausragende Leistungen geehrt. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten exklusiven Zugang zu den Spitzenstandorten der deutschen Nachhaltigkeitsforschung. Die Bewerbungsphase endet am 24. Mai 2022.

Bereits im Jahr 2019 vereinbarten Frankreich und Deutschland, ihre Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu intensivieren. Nun sind im März und April 2022 fünf deutsch-französische Projekte zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz für eine verbesserte Krisenresilienz an den Start gegangen. Die mit insgesamt 17,9 Millionen Euro geförderten Projekte zielen insbesondere darauf ab, Lösungen im Bereich der Nachhaltigkeit zu entwickeln, potentielle Epidemien frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen und die Industrie widerstandsfähiger gegen Störungen der Lieferketten zu machen. Auch die Akademien der Technikwissenschaften beider Länder verstärken ihre Zusammenarbeit. Dies vereinbarten acatech und die Académie des technologies am 12. und 13. April 2022 in Paris.

Am 5. April 2022 haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die japanische Raumfahrtbehörde JAXA ihr im Jahr 2016 geschlossenes Rahmenabkommen verlängert und erweitert: Nun sind auch alle gemeinsamen Aktivitäten der Luftfahrtforschung offiziell aufgenommen – hier kooperieren beide Partner beispielsweise im Bereich Flugzeugentwurf.

Weltweit sind fast 90 Prozent der blühenden Wildpflanzen zumindest teilweise auf eine Bestäubung durch Tiere angewiesen, und mehr als drei Viertel aller Nutzpflanzen brauchen Blütenbesucher, wenn sie einen hohen Ertrag und eine gute Qualität liefern sollen. Das u.a. vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordinierte europäische Projekt SPRING arbeitet an einer EU-weiten Volkszählung der Bestäuber und setzt als Citizen Science-Projekt auf die Mitarbeit der Öffentlichkeit.

Weiterhin stellen wir Ihnen Neuigkeiten aus unserem Partnernetzwerk vor und geben Ihnen einen Überblick über die aktuellen Bekanntmachungen mit internationalem Bezug. Diese sind nach Bewerbungsstichtagen sortiert.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und viel Erfolg, wenn Sie sich auf eine der Bekanntmachungen bewerben. Wenn auch Sie sich mit Informationen über Ihre Aktivitäten bei Kooperation international einbringen möchten, sprechen Sie uns an.

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Quelle: Kooperation international Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Japan Deutschland Frankreich Russland Ukraine EU Global Themen: Bildung und Hochschulen Fachkräfte Förderung Information u. Kommunikation Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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