StartseiteAktuellesNachrichtenAquaVIP: Internationales Projekt zur Stärkung der Aquakultur im südbaltischen Raum gestartet

AquaVIP: Internationales Projekt zur Stärkung der Aquakultur im südbaltischen Raum gestartet

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Zum 1. Januar 2020 wurde das Interreg-Projekt AquaVIP ins Leben gerufen, das auf eine Entwicklung des Aquakultursektors und eine Verlagerung des Schwerpunkts in den südöstlichen Ostseeraum zielt. Das dreijährige Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Das Projekt AquaVIP wird vom Klaipeda Science and Technology Park in Litauen geleitet und von der Universität Rostock (Deutschland), der Universität Gdańsk (Polen) und der Universität Klaipeda (Litauen) begleitet.

Ziel der langfristigen Strategie „Blaues Wachstum“ der Europäischen Kommission ist es, das nachhaltige Wachstum in allen marinen und maritimen Wirtschaftszweigen zu unterstützen. Die Aquakultur gehört dabei zu einem der vielversprechendsten Sektoren der maritimen Wirtschaft bezüglich des Wachstums- und Arbeitsplatzpotenzials. Im südlichen Ostseeraum ist die Aquakultur bisher jedoch noch kein weit verbreiteter Wirtschaftszweig. Der Bedarf an hochqualifiziertem Personal und Wissen in der modernen Aquakultur ist sehr hoch.

Hier wird das Projekt AquaVIP (Aquaculture virtual career development platform for the South Baltic Region) ein Aktionsfeld haben. Das Vorhaben konzentriert sich auf die Förderung der Ausbildung durch die Förderung von Studierenden und Fachkräften in diesem Sektor mit dem Ziel, gut vorbereitete Arbeitskräfte sowie eine Ausweitung des Aquakulturmarktes im südlichen Ostseeraum zu erreichen. Die AquaVIP-Partner verfügen über langjährige Erfahrung und Kompetenzen im Bereich der Aquakultur.

Besonderes Augenmerk wird das Projekt auf die Untersuchung bewährter Praktiken und den Austausch von Wissen und Erfahrungen in Bezug auf das bereits vorhandene und zukünftige Personal für die blaue und grüne Wirtschaft des Aquakultursektors legen. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit assoziierten Partnern und weiteren Akteuren an gemeinsamen Entwicklungen maßgeschneiderter Lösungen zur Verbesserung der Personalsituation sowie der Erprobung innovativer Methoden und Instrumente gearbeitet. AquaVIP wird internationale Netzwerke mit Organisationen bilden, welche die gleichen Ziele verfolgen und sektorübergreifende Kooperationsmöglichkeiten untersuchen.

Verschiedene Experimente, mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden in den Einrichtungen der Partner durchgeführt und sind als Kernaktivitäten für die Ausbildung und Vernetzung der Partnerländer und des Aquakulturpersonals vorgesehen. Die Forschungsaktivitäten werden beispielsweise die Verbesserung künstlicher Nahrungsketten für die Zucht empfindlicher Fischlarven, das Thema Aquaponik, unter anderem mit der Weißfußgarnele Litopenaeus vannamei und Mikroalgen, Anwendung von Brackwasser bei der Kultur von Süßwasserfischen, geothermische Sole zum Aufsalzen des Wassers bei der RAS-Kultivierung von Meeresfischen umfassen.

Quelle: Universität Rostock via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Litauen Polen Themen: Berufs- und Weiterbildung Fachkräfte Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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