StartseiteAktuellesNachrichtenBrasilien will bis zu 10.000 Stipendiaten nach Deutschland schicken - DAAD-Generalsekretärin schließt Kooperationsverträge in Rio de Janeiro

Brasilien will bis zu 10.000 Stipendiaten nach Deutschland schicken - DAAD-Generalsekretärin schließt Kooperationsverträge in Rio de Janeiro

Die brasilianische Regierung will das Studium im Ausland stärker fördern und stellt dazu bis Ende 2014 bis zu 75.000 Stipendien bereit – das sind fünfmal so viele wie bisher. Deutschland gehört neben den USA und Frankreich zu den Hauptzielländern. Bis zu 10.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen für ein Austauschjahr im grundständigen Studium, eine Teil- oder Voll-Promotion oder einen Post-Doc-Aufenthalt nach Deutschland kommen. Die Generalsekretärin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Dr. Dorothea Rüland, hat dazu am 19.09. in Rio de Janeiro zwei Kooperationsverträge unterschrieben.

Der DAAD wird die brasilianischen Partnerorganisationen CAPES und CNPq unter anderem bei der Auswahl der Geförderten sowie ihrer Platzierung und Betreuung an deutschen Hochschulen unterstützen.

Insgesamt will die brasilianische Regierung umgerechnet 1,4 Milliarden Euro für das Programm mit dem Namen "Wissenschaft ohne Grenzen" zur Verfügung stellen. Den größten Teil erhält die Bundesagentur für die Ausbildung wissenschaftlichen Personals "CAPES". Eine weitere Tranche geht an den nationalen Forschungsrat "CNPq". Aufgrund der langjährigen guten Zusammenarbeit haben sich die beiden Organisationen mit der Bitte um Unterstützung an den DAAD gewandt. Eine erste Umfrage des DAAD hat ein starkes Interesse unter den deutschen Hochschulen ergeben, Stipendiaten aus diesem Programm aufzunehmen.

Der DAAD baut eine Internetplattform auf, die einen Abgleich der Interessen der brasilianischen Geförderten mit den Studienangeboten der deutschen Hochschulen ermöglicht. Zusätzlich wird er die Gasthochschulen bei Betreuungsmaßnahmen unterstützen. Dazu zählen auch Sprachkurse, die den Stipendiaten helfen sollen, sich in Deutschland besser zu integrieren.

Die brasilianische Staatspräsidentin Dilma Roussef hatte bereits beim Besuch von Bundespräsident Christian Wulff im Mai 2011 über ihre Pläne für das neue Stipendienprogramm gesprochen. Gestern unterzeichneten Prof. Dr. Jorge Guimarães, der Präsident von CAPES, sowie Glaucius Oliva, Präsident des CNPq, gemeinsam mit der DAAD-Generalsekretärin die entsprechenden Vereinbarungen.

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Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. Redaktion: Länder / Organisationen: Brasilien Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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