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Corona: Das ist der Stand bei der Impfstoff-Entwicklung

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Weltweit forschen Menschen an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den neuen Coronavirus. Auch Deutschland und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sind daran beteiligt. Erste Tests stehen jetzt an. Doch es ist Geduld gefragt: Ein Impfstoff muss wirksam und sicher sein.

Die Corona-Epidemie stellt die Menschen in Deutschland und weltweit vor eine so nie dagewesene Herausforderung. Trotzdem ist das BMBF überzeugt, dass diese Herausforderung gemeistert werden kann. Die Gesellschaft kann auf die Forschung setzen – weltweit und in Deutschland. Forscherinnen und Forscher arbeiten unter Hochdruck.

Da geht es einerseits um die Entwicklung neuer Medikamente. Und darunter fallen auch Medikamente, die die bereits für andere Krankheitsbilder eingesetzt werden oder nah am Einsatz waren. Da geht es auch um die Entwicklung eines Impfstoffs. Das ist natürlich das beste Mittel, um das Virus zurückzudrängen. Aber: Die Entwicklung eines Impfstoffs ist sehr zeitaufwendig.

Nach Angaben der WHO sollen weltweit 41 Impfstoffentwicklungen gegen das Corona-Virus angelaufen sein. Auf dieser Liste der Institute und Unternehmen finden sich auch die deutsche Firma CureVac aus Tübingen. Auch das Deutsche Institut für Infektionsforschung gehört einem Konsortium an, das von der österreichischen Firma Themis geleitet wird.

Das Gute ist, dass im Fall von Corona die Forschenden nicht bei null anfangen. Andere Corona-Viren wie MERS und SARS kennen sie bereits. Darum gab es auch relativ rasch einen diagnostischen Test. Das ist von unschätzbaren Wert.

Die Impfstoffforschung wird insbesondere auch durch die internationale Impfstoffallianz CEPI vorangetrieben. Die Welt hat also aus der Ebola-Epidemie gelernt. Deutschland hat seinen Beitrag in diesem Jahre kürzlich um 140 Millionen Euro erhöht. Das Bundesforschungsministerium hat über diese Aktivitäten informiert. CureVac gehört zu den weltweit acht Instituten, die von CEPI nach aktuellem Stand beauftragt sind.

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Impfstoffs sind also sehr gut. Und dennoch kann heute niemand genau vorhersagen, wann ein Impfstoff für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung steht. Wir brauchen also leider Geduld. Aber wir können die Hoffnung haben, dass ein Impfstoff gefunden wird.

Ein Impfstoff muss wirksam sein – also tatsächlich vor der Krankheit schützen. Und er muss sicher sein – das bedeutet, er darf keine Gesundheitsschäden verursachen. Darum muss ein Impfstoff ausreichend getestet werden.

Nach Informationen des BMBF beginnt CureVac derzeit die Testung erster Kandidaten im Tiermodell. Das ist der Beginn einer längeren Testphase, die sich über mehrere Stufen erstreckt. Wie sich diese Testphase entwickelt, kann sehr schwer vorhergesehen werden. Mit Prognosen muss man daher sehr vorsichtig sein.

Dabei ist klar: Je schneller der Impfstoff der gesamten Bevölkerung zur Verfügung steht, desto besser.

Quelle: BMBF Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: Lebenswissenschaften

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