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DAAD-Auszeichnungen für Internationale Germanistik gehen nach Großbritannien und Brasilien

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis 2020 an die britische Germanistin Prof. Dr. Nicola McLelland. Mit dem gleichnamigen Förderpreis ehrt der DAAD in diesem Jahr die brasilianische Germanistin Dr. Marceli Aquino. Neben den Preisgeldern in Höhe von 10.000 bzw. 3.000 Euro erwartet die Preisträgerinnen ein Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Mit den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preisen zeichnet der DAAD ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich neben ihrer fachlichen Leistung in besonderer Weise für die internationale Zusammenarbeit in den Fachbereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache engagieren. Vergabejury ist der Beirat Germanistik des DAAD, der den DAAD in allen Belangen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen berät. Die Preise werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee beschreibt den wissenschaftlichen Beitrag der Preisträgerinnen:

„Die akademischen Leistungen der beiden diesjährigen Preisträgerinnen zeigen uns auf besondere Weise die facettenreiche Gestaltung des Fachs Germanistik. Durch ihre spannenden und ganz unterschiedlichen Forschungsinteressen demonstrieren Prof. McLelland und Dr. Aquino exzellent den wertvollen wissenschaftlichen Beitrag der Internationalen Germanistik zur Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur. Mit ihrer engagierten Arbeit fördern sie gleichzeitig den interkulturellen Austausch.“

Prof. Dr. Nicola McLelland lehrt "German and History of Linguistics" an der University of Nottingham in Großbritannien und verfolgt mit ihrem wissenschaftshistorischen Ansatz die geschichtliche Entwicklung des deutschen Fremdsprachenunterrichts seit 1500 in Großbritannien. Prof. McLelland zeichnet sich innerhalb der britischen Germanistik und auch international durch ein breit aufgestelltes Forschungsinteresse an unterschiedlichen Teilbereichen der germanistischen Linguistik aus. Mit Blick auf ihre gesellschaftliche Wirkung ist ihr Engagement in der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an die Öffentlichkeit, in traditionellen wie in sozialen Medien, besonders hervorzuheben. Sie pflegt zudem ein großes Netzwerk zu anderen Philologien, zur Linguistik und zur Wissenschaftsgeschichte. Den Grimm-Preis an Nicola McLelland zu verleihen ist damit auch ein Zeichen dafür, dass moderne Germanistik durch vielfältige Vernetzungen hohe akademische Relevanz besitzt.

Dr. Marceli Aquino kann bereits auf eine breite Studien- und Forschungstätigkeit blicken. Seit Herbst 2019 ist sie Dozentin für Deutsche Sprache und Linguistik an der Universidade de São Paulo, der größten und prestigeträchtigsten Universität Brasiliens. Dr. Aquino widmet sich in ihren Untersuchungen der interkulturellen Kommunikation zum Sprachenpaar Deutsch-Portugiesisch im Fremdsprachunterricht in Brasilien. Aquino hat es im Laufe ihres wissenschaftlichen Werdegangs stets verstanden, verschiedene Fachbereiche zusammenzubringen. Daneben hat sie immer wieder kontrastiv gearbeitet und war in zahlreichen Forschungsprojekten aktiv. So gelingt es ihr, Ergebnisse aus den Bereichen Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und Portugiesisch als Fremdsprache auf beeindruckende und innovative Weise miteinander zu verknüpfen.

Wegen der Corona-Pandemie wird die offizielle Verleihung der Grimmpreise im Sommer nächsten Jahres im Rahmen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanisten in Palermo, Italien stattfinden.

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst via IDW Nachrichten Redaktion: von Anna März, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Brasilien Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Global Themen: Förderung Geistes- und Sozialwiss.

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